Ginsheimer Kantorei

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Chorprojekte zum Mitsingen!

Die Ginsheimer Kantorei bietet regelmäßig offene Chorprojekte an. 
Dabei besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit der Kantorei Konzertprogramme einzustudieren und aufzuführen, ohne sich langfristig zu binden.

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Das nächste Projekt zum Mitsingen startet am 8.September 2010: 


Mozart-Requiem 

vervollständigt von Franz Xaver Süßmayr
 in einer Fassung für Chor, Solisten und Orgel

Aufführung:  Sonntag, 21. November 2010, 17:00 Uhr

Proben: ab 8. September 2010, in der Regel  Mittwochs, 20:00 Uhr 
im Ev. Gemeindehaus Ginsheim (Dammstr. 25) 
(Ausnahme: in der 37. KW Probe Donnerstag, 16.09.)
sowie Nachmittags am
Samstag, den 25. September 2010 und 
Samstag, den 6. November 2010 
(Generalprobe am Tag der Aufführung)

Kenntnisse:  Chorerfahrung wünschenswert

Anmeldung: nicht erforderlich, kommen Sie am 08.09.2010 zur ersten Probe (späterer Einstieg ist nach Absprache möglich!)

Auskunft: Chorleiter Armin Rauch (O6144/31525)

Kammerchor auf CD!
  Lodovico Viadana: "Cantate Dominum" und "Exultate iusti", Orlando di Lasso: "Jubilate Deo", Johannes Jeep: "Musika die ganz lieblich Kunst", Paul Peuerl: "O Musica", Thomas Morley: "Sing we and chant it", Baldassare Donati: "Villanella alla Napolitana", Johann Eccard: "Nun schürz dich Gretlein", Pierre Certon: "Je ne l'ose dire", Pierre Attaingnant: "Tourdion", Johann Hermann Schein: "Holla, gut G'sell", "Der Abt der reit" und "Ihr Brüder, lieben Brüder mein", John Dowland: "Komm zurück, Herzallerliebste mein" Leonhard Lechner: "Gott b'hüte dich", Johannes Brahms: "All mein Gedanken, die ich hab" und "Ich fahr dahin, wenn es muss sein", Gottfried Wolters: "O du stille Zeit", Johann Sebastian Bach: "Nun ruhen alle Wälder" und "Bleib bei uns wenn der Tag entweicht", Melchior Vulpius: "Hinunter ist der Sonnen Schein", Josef Gabriel Rheinberger: "Abendlied"
Für den Inhalt der CD bitte anklicken!

Der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei gab am 19.09.2009 in der Evangelischen Mauritius-Kirche Essenheim ein Gastkonzert mit heiteren und besinnlichen a-cappella-Werken von der Renaissance bis zur Romantik: Lieder zum Lob Gottes und der Musik, über Liebe, Abschied und Sehnsucht, aber auch  Tanz- und Trinklieder. Die vorliegende Aufnahme beinhaltet einen Mitschnitt dieses Konzerts.

1 CD 12;- €, ab 3 CD's je 10,- €  (Bestellung hier)

Hörproben:
Cantate Domino canticum novum  - Ludovici Viadana
Exultate iusti in Domino - Ludovici Viadana
Sing we and chant it - Thomas Morley
Tourdion - Pierre Attaingnant
Komm zurück! Herzallerliebste mein - John Dowland
Gott bhüte dich -Leonhard Lechner
All mein Gedanken die ich hab - Joh. Brahms
Ich fahr dahin - Joh. Brahms
Nun ruhen alle Wälder - Joh. Seb. Bach
Bleib bei uns wenn der Tag entweicht - J. S. Bach
Hinunter ist der Sonnen Schein - Melchior Vulpius


Offenes Singen

Nach fünfjähriger Pause war es endlich wieder soweit: Zum Ferienende am 15. August 2010 lud die Ginsheimer Kantorei erneut  zu einem offenen Singen ein. In einer kurzweiligen Stunde konnte man dem Grau des verregneten Sonntags entfliehen und  in lockerer und fröhlicher Atmosphäre nach Herzenslust singen und dabei die Seele baumeln lassen. Was zählte, war nicht die Leistung, sondern die Freude am gemeinsamen Gesang. Auf dem Programm standen insbesondere viele witzige Kanons, die auch ohne jegliche "Gesangs-Erfahrung" leicht mitzusingen waren und in wohlklingenden Harmonien mündeten: Vom Froschkonzert im See, über einen Zungenbrecher zum Thema "Bahnfahrt im Liegewagen", den Zug einer Karawane in der Wüste bis hin zum Gespenstertreiben im gruseligen "Finster Finster". Am Ende waren sich alle einig, dass bis zum nächsten offenen Singen nicht wieder fünf Jahre vergehen dürfen.

Volksliedersingen im Jubiläumsjahr 2010

"Sonnenschein ist unsre Wonne, wie er lacht am hellen Tag! Doch es geht auch ohne Sonne, wenn sie mal nicht scheinen mag…" sang die Ginsheimer Kantorei im Schlusslied des Volksliedersingens am 20.Juni 2010, ganz, als hätte man bereits bei der Planung gewusst, das die "Schafskälte" das Wetter beim Volksliedersingen bestimmen würde. Trotz relativ niedriger Temperaturen mit nur wenigen Sonnenstrahlen konnte Verena Scholian, Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Ginsheimer evangelischen Kirchengemeinde viele Zuhörer auf dem Platz vor dem Gemeindehaus am Damm begrüßen. Getreu dem Motto, dass Sprache nicht so viel auszudrücken vermag als Musik übergab sie sogleich an den Kinderchor "Happy Young Voices" unter Leitung von Christiane Maier, der den bunten Melodienstrauß eröffnete. Bereits beim ersten Lied "Pomp & Circumstance" durften die Zuhörer mitsingen. Spätestens beim nächsten Beitrag "Geh aus mein Herz" war ein stimmgewaltiger Besucherchor zu hören, gab es doch für alle ein Liedblatt, auf dem die Texte der Lieder abgedruckt waren. Nach weiteren Liedbeiträgen des Kinderchores, unterstützt durch Instrumente und Eltern begeisterte der gemischte Chor der Chorgemeinschaft S.C.H.1842 unter Leitung von Silvia Tollkien-Seibold das Publikum mit einer bunten Palette von Volksliedern zum Mitsingen wie u. a. "Das Wandern ist des Müllers Lust" oder "Kein schöner Land" und sehr passend zur Jahreszeit "Und wieder blühet die Linde". Den Abschluss des Singens bestritt die Ginsheimer Kantorei. Das Volksliedersingen, initiiert vom damaligen Chorleiter Peter Bender zum 50-jährigen Jubiläum der Ginsheimer Kantorei, gehörte in seinem 40. Jahr selbstverständlich zu den Veranstaltungen zum 90-jährigen Chorjubiläum der Ginsheimer Kantorei. Diese sang - gemeinsam mit dem Publikum - Lieder mit einem gewissen Bezug zur See wie "Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn", "My Bonnie is over the ocean" oder "Winde wehn, Schiffe gehn". Zwischen den einzelnen Strophen des "Lummerland-Liedes" stellte Chorleiter Armin Rauch Fragen zu den Figuren aus "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Die drei schnellsten Rater durften sich über eine CD des Kammerchors der Ginsheimer Kantorei freuen, die man auch käuflich erwerben konnte. Im Anschluss an des Singen der Chöre wartete der Ginsheimer Evangelische Posaunenchor unter Leitung von Michaela Heimann mit zünftiger und schwungvoller Blasmusik auf, zu der das Publikum begeistert mitsang und -klatschte.

Gelebte Ökumene

Inzwischen ist es zu einer guten Tradition geworden, dass die Ginsheimer Kantorei einen musikalischen Beitrag zur Fronleichnamsprozession der katholischen Schwestergemeinde St. Marien Ginsheim leistet. Wie in vielen Jahren zuvor, erwartete der Chor bei dem bei der Landwirtfamilie Guthmann aufgebauten Altar den Prozessionszug. Die dort zelebrierte Gottesdienst-Sequenz umrahmte die Kantorei mit einer Vertonung des "Tantum ergo" von Anton Bruckner und dem Spiritual "My Lord, what a Morning" in einem Satz von Traugott Fünfgeld.

Ginsheimer Kantorei feiert 90-jähriges Chorjubiläum

Mit einem beeindruckenden und ergreifenden Gottesdienst feierte die Ginsheimer Kantorei am Sonntag, 30. Mai 2010, ihre 90-jährige Chorgeschichte. Auf den Tag genau vor 90 Jahren - also am 30. Mai 1920 (ebenfalls ein Sonntag) - trat der damalige "Evangelische Kirchengesangverein Ginheim zum ersten Mal öffentlich in einem Gottesdienst auf. Der Tag ist in den Annalen auch als der Gründungstag des Chores vermerkt. "Durch Pflege des Gesangs ist dem kirchlichen Gemeindeleben in Gottesdiensten und bei eigenen Veranstaltungen zu dienen" - so steht es in der damaligen Satzung. Ein Auftrag, der im Prinzip auch heute noch gilt, wobei der Chor immer schon auch der weltlichen Musik verpflichtet war. 1933 musste der Chor den Namen "Evangelischer Kirchenchor" annehmen, im Hinblick auf die langjährige erfolgreiche Chorarbeit erhielt er im Januar 2004 den Namen "Ginsheimer Kantorei". 

Im  Festgottesdienst stand - dem Anlass entsprechend - die Musik ganz im Mittelpunkt. Der Evangelische Posaunenchor Ginheim unter Leitung von Michaela Heimann sowie die Ginheimer Kantorei unter Leitung von Armin Rauch gaben dem Gottesdienst das musikalische Gepräge. Dabei reichte das Spektrum von Ebeling und Bach über Mendelssohn Bartholdy bis zum mitreißenden Gospel. Dabei agierten Posaunenchor und Kantorei - in unterschiedlichen Betzungen - auch gemeinsam, sei es bei "Nun danket alle Gott" in einem Satz von Johann Sebastian Bach für Chor, Bläsersolisten und Pauken oder bei den abschließenden "Irischen Segenswünschen". Einen besonderen musikalischen Geburtstagsgruß steuerte die Sopranistin Brigitta Schlechta mit einer Psalmvertonung von Felix Mendelssohn Bartholdy bei. In seiner Festpredigt  sprach Pfarrer Wilfried Ritz davon, dass die Musik wie eine Jakobsleiter Erde und Himmel verbindet.  Er wünschte dem Chor ein gedeihliches Wachsen "wie einem Baum mit Blüten und Früchten zur rechten Zeit, auf dass Vögel des Himmels darin nisten können“. 

Neben dem Bundesminister a.D. und Mitglied des Deutschen Bundestages Dr. Franz Josef Jung,  dem Mitglied des Hessischen Landtages Patrick Burghardt,  Ginsheims Bürgermeister Richard von Neumann und Dekan Kurt Hohmann erwiesen viele Vertreter aus Politik, Kirche und Vereinen der Ginsheimer Kantorei im Festgottesdienst und beim anschließenden Festempfang ihre Referenz. In Ihren Grußworten würdigten sie die erfolgreiche Arbeit des "jung gebliebenen" Chores, verbunden mit dem Wunsch, dass sich die Kantorei in zehn Jahren zum 100. Geburtstag genauso jung und frisch präsentieren möge.

 "Hohes Lied auf die Musik gesungen" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 01.06.2010
 "Ginsheimer Kantorei feiert 90 Jahre Chorgeschichte" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 01.06.2010

 


Fotos: Verena Scholian

Konzert zum Sonntag Kantate: "Von Gregorianik bis Gospel"

Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken lud die Ginsheimer Kantorei am Sonntag Kantate (2. Mai 2010)  zu einem Chorkonzert ein. Unter dem Titel "Von Gregorianik bis Gospel" präsentierten Kantorei und Projektchor in der voll besetzten Kirche einen musikalischen Streifzug durch verschiedene Epochen und christliche Traditionen. Nach dem Einzug der Sängerinnen und Sänger zu einem Loblied des Xhosa-Volkes erklangen Chorsätze vom 15. bis ins 20. Jahrhundert. Bei dem Weg durch die Kirchenmusikgeschichte wurde nicht chronologisch vorgegangen, vielmehr orientierte sich die Programmfolge am Ablauf eines Gottesdienstes bzw. einer Messfeier: Beginnend mit einem Morgenlied, bei dem die einzelnen Strophen in Sätzen verschiedener Komponisten aus unterschiedlichen Epochen gesungen wurde, folgten Psalmvertonung und Lobgesang, das Luther-Lied "Erhalt uns Herr bei deinem Wort" (symbolisch für die Predigt, also die Verkündigung von Gottes Wort - ebenfalls in Sätzen verschiedener Komponisten) und mehrere Vertonungen des "Vater unser" und "Tantum ergo". Besondere Bedeutung wurde dem Luther-Lied "Verleih uns Frieden gnädiglich", das bis heute Bestandteil vieler Evangelischer Gottesdienste ist, beigemessen. Das Lied, das eine zentrale und eindringliche Bitte des christlichen Glaubens in Worte fasst, erklang in sieben Versionen - von der gregorianischen Antiphon über eine fünfstimmige Motette von Heinrich Schütz bis zu Sätzen von Felix Mendelssohn Bartholdy und Hugo Distler. Zum Abschluss der "Zeitreise" sang der Chor drei Gospels bzw. Spirituals in Sätzen von Traugott Fünfgeld aus den Jahren 2007 und 2008. Das Konzert bildete den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen und besonderer Gottesdienste zum Jubiläumsjahr 2010, in dem die Kantorei ihre 90-jährige Chorgeschichte feiern darf. Der Chor stellte eindrucksvoll seine große musikalische Bandbreite unter Beweis. Das Publikum dankte mit "standing ovations".

 "Musik aus vier Jahrhunderten" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 05.05.2010

"Bach - Buxtehude - Händel" 
Konzert zum 4. Advent mit barocken Vokalwerken und Instrumentalmusik

Am frühen Abend des vierten Advent (20. Dezember 2009) lud die Ginsheimer Kantorei ein zu einem vokalen wie instrumentalen Reigen barocker Meister. Zu Gehör gebracht wurden die Kantate "Nun komm der Heiden Heiland" (BWV 61) von Johann Sebastian Bach, das 5-stimmige "Magnificat anima mea“ von Dietrich Buxtehude, sowie zwei Chorsätze aus Georg Friedrich Händels Messias: "O du, die Wonne verkündet in Zion" und "Öffnet das Tor". Die instrumentale Umrahmung bildeten das "Concerto grosso per il Santissimo Natale" op. 3 No. 12 von Francesco Manfredini, dargebracht von einem fünfköpfigen Streicherensemble (Monika Schulz und Hristo Maritchkov - Violine, In Young Cheon und Benjamin Weise - Viola, Günter Schulz - Violoncello) und Jürgen Rodeland an der Orgel sowie das Orgelwerk „Passacaglia d-Moll“, ebenfalls von Buxtehude. Die Solopartien der Bach Kantate übernahmen der Bariton Jens Pokora und die Sopranistin Antje Rauch. Das Konzert bildete den gelungenen Abschluss eines weiteren Chorprojektes, ein mittlerweile schon Tradition gewordenes Mittel, Sängerinnen und Sänger temporär für die gemeinsame Chorarbeit zu gewinnen und den Stammchor auf Konzertstärke zu bringen. Ohne die Unterstützung der Projektteilnehmer/innen - viele von ihnen konnte der Chor bereits zum wiederholten Mal in seinen Reihen willkommen heißen - wäre ein guter Teil der Chorwerke nicht aufführbar. Mit noch mehr Klangvolumen stimmten zum Abschluss des Konzertes Chor und die Konzertbesucher/innen gemeinsam die Lieder "Macht hoch die Tür" und "Tochter Zion, freue dich" an. 

 "Im Banne Buxtehudes" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 22.12.2009

Aachener Kammerchor zu Gast in Ginsheim 

Am 4. Oktober 2009 waren der Aachener Kammerchor unter Leitung von Martin te Laak sowie der Cellist Walter Mengler zu Gast in Ginsheim. Im Rahmen des "Musikfestivals Kirchenklänge im Kreis Groß-Gerau" sowie der "Ginsheimer Kirchenmusiken 2009" präsentiert das renommierte Gesangsensemble unter dem Titel "Canticum Canticorum"  u.a. verschiedene Vertonungen aus dem Hohen Lied der Liebe. Auf dem Programm standen Werke von Melchior Franck (1580 - 1639), Daniel Lesur (1908 - 2002), Jürg Baur (*1918), Maurice Duruflé (1902-1986), Benjamin Laur (1984), Gilad Hochman (*1982), Georg Schumann (1866-1952) und des estnischen Komponisten Cyrillus Kreek (1889-1962). Einen Einer der Höhepunkte des Konzerts war "Et She Ahava Nafshi" des jungen israelischen Komponisten Gilad Hochman: ein Dialog für Chor und Violoncello. Das Werk entstand 2008/2009 als Auftragskomposition der ersten Aachener Chorbiennale, es  wurde vom Aachener Kammerchor  im Juni 2009 uraufgeführt.
Der Aachener Kammerchor ist Preisträger internationaler Chorwettbewerbe in Österreich, Ungarn und zuletzt erster Preis beim Chorwettbewerb Nordrhein-Westfalen. Das Ensemble nimmt regelmäßig an internationalen Chorfestivals in Italien und Frankreich teil und unternimmt Konzertreisen in viele europäische Länder. Rundfunkaufnahmen mit dem WDR und dem SFB zeugen von der hochkarätigen künstlerischen Arbeit des Chores, die auch beim Ginsheimer Konzert in beeindruckender Weise zu erleben war. Das Ensemble bestach durch eine Intonation und einen Chorklang von höchster Brillanz und Perfektion. Selten gelingt es einem Chor, feinste Nuancen in der klanglichen und dynamischen Umsetzung der Werke in so vorzüglicher Weise herauszuarbeiten. Mit zwei Zugaben und dem gemeinsam mit den Konzertbesuchern gesungenen Kanon "Dona nobis pacem" verabschiedete sich der mit stehenden Ovationen bedachte Aachener Kammerchor von seinem begeisterten Publikum.

 "Juwelen in den Kehlen" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 07.10.2009


Foto: Aachener Kammerchor

Serenade des Kammerchors der Ginsheimer Kantorei

Auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Essenheim gab der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei dort am 19. September 2009 ein Gastkonzert. Der Kammerchor unter der Leitung von Armin Rauch präsentierte auf hohem musikalischen Niveau heitere und besinnliche a-cappella-Werke: Lieder und Chorsätze zum Lob Gottes und der Musik, von Liebe, Abschied, Sehnsucht aber auch allerlei Tanz- und Trinklieder. Der musikalische Bogen spannte sich dabei vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Es erklangen Chorsätze u.a. von Viadana, Orlando di Lasso, Schein, Dowland, Donati, Morley, Brahms, Wolters und Rheinberger. Das Ginsheimer Gesangsensemble zeichnete sich durch Intonationssicherheit und eine feinfühlige Interpretation - sei es in der dynamischen Abstufung oder in der Textausdeutung - aus. Zwischen den Chorstücken wurden von den Sängerinnen und Sängern einige Gedichte rezitiert. Die leider nur recht kleine Zuhörerschar bedankte sich mit anhaltendem Beifall für die beeidruckende Leistung des Chores. 

Das Konzert wurde am 13. November.2009 in der Katholischen Herz-Jesu-Kirche in Gustavsburg mit großem Erfolg wiederholt. Der Kammerchor setzte damit auch ein Zeichen eines freundschaftlichen Miteinanders der Kirchengemeinden in der Mainspitze: Der Erlös des Benefizkonzerts kommt der Kongo-Hilfe von Kaplan Abbé Corneille Makaba Mbadu und dem Neubau des katholischen Gemeindezentrums Gustavsburg zugute. 

Ein Live-Mitschnitt des Essenheimer Konzerts steht als CD zur Verfügung!

Lieder, Legenden  und Geschichten aus Irland mit Hilary O'Neill 

Am 10. September 2009 gastierte Hilary O'Neill im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken zum dritten Mal in der Evangelischen Kirche Ginsheim.  Mit Harfe, Liedern und Geschichten entführte die Künstlerin ihr Publikum wieder zu einer außergewöhnlichen musikalischen Reise in das Land der Feen, Kobolde, Zwerge, Riesen und jahrhundtalter Legenden - mal fröhlich, mal melancholisch. Ihre Lieder sprachen von neuer und vergangener Liebe, vom Verlassen der geliebten Heimat und dem Wunsch, eines Tages dorthin zurückzukehren. Hilary's glasklarer und ausdrucksvoller Mezzosopran sowie ihr einzigartiger Humor und Charme erweckten die reiche keltische Kultur wieder zu neuem Leben. Hilary O'Neill, der drei Zugaben abverlangt wurde, konnte ihr Publikum wie in den ersten beiden Konzerten wieder begeistern und verzaubern.

 "In Welt der Feen und Seeräuber entführt " - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 12.09.2009


Foto: O'Neill

Passionskonzert mit Werken von Heinrich Schütz

Die Johannespassion (SWV 481) von Heinrich Schütz stand auf dem Programm des ersten offenen Chorprojekts des Jahres 2009, welches am 29.03.2009 in einem Passionskonzert  im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken in vollbesetzter Kirche seinen Abschluss fand. Heinrich Schütz als einer der bedeutendsten Komponisten des 17. Jahrhunderts nimmt eine überragende Bedeutung in der deutschen Kirchenmusikgeschichte ein. Daher ist es naheliegend, zum Ende der Passionszeit ein Konzert mit Werken des großen Meisters zu gestalten, bei dem eine der drei Passionsvertonungen im Mittelpunkt steht. Die für Zuhörer und Sänger gleichermaßen anspruchsvolle Passion - Schütz verzichtete auf jegliche instrumentale Begeleitung - wurde von Chor und Solisten unter der Leitung von Armin Rauch souverän und ausdrucksstark dargeboten. Besonders hervorzuheben ist die große Leistung der Solisten Andreas Klopp (Evangelist), Jens Pokora (Jesus-Worte) und Dieter Müller  (Pilatus). Neben der Passion erklangen die Motette für fünfstimmigen Chor "Herr, auf dich traue ich" (SWV 377) sowie - von Jens Pokora einfühlsam interpretiert - "Ich liege und schlafe" (SWV 310) und "o süßer,  o freundlicher, o gütiger Herrr Jesu Christe" (SWV285) aus den "Kleinen Geistlichen Konzerten".  

 "Meisterwerk gelungen dargebracht" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 01.04.2009

Gabriel Fauré: Requiem

Am Ewigkeitssonntag (23.11.2008) führte die Ginsheimer Kantorei – unterstützt durch Mitglieder eines offenen Chorprojektes – das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré auf. Den Orgelpart übernahm der Mainzer Organist Jürgen Rodeland, der die schwierige Transkription des ursprünglich für Orchester ausgelegten Werkes meisterhaft umsetzte. Die Solo-Partien sangen der Madrider Bariton Jens Pokora und die Sopranistin Antje Rauch. Neben dem Requiem erklangen der Hymnus  „Angelis suis“ von Josef Gabriel Rheinberger für Bariton, Chor und Orgel sowie die Cantilene aus Rheinbergers 11. Orgelsonate. Das Konzert wurde von den zahlreichen Konzertbesucher/innen in der nahezu vollbesetzten Kirche mit Begeisterung aufgenommen, wie nicht zuletzt durch den stürmischen Applaus nach Verklingen der Totenglocke im Anschluss an das Requiem zum Ausdruck kam.

Posaunenquartett Opus 4: "Von Bach bis Gershwin"

Am 4. Oktober 2008 gastierte im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken 2008 sowie des Musikfestivals „Kirchenklänge im Kreis Groß-Gerau“ in der Ev. Kirche Ginsheim das renommierte Posaunenquartett „Opus 4“ mit Mitgliedern des weltbekannten Gewandhausorchesters zu Leipzig. Jörg Richter (der auch Mitglied im Blechbläserensemble von Prof. Ludwig Güttler ist), Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Stefan Schmicker präsentierten auf höchstem Niveau einen musikalischen Streifzug durch fünf Jahrhunderte Bläsermusik. Beginnend mit Monteverdis "Gloria und Exultent Coeli" für 4 Posaunen folgten Bearbeitungen von Werken u.a. von Johann Schein, Josquin de Pres, und Hans Leo Hassler. Dabei kamen auch Posaunen zum Einsatz, die historischen Instrumenten nachgebaut waren. Es folgten verschiedene Werke von Johann Sebastian Bach, - unter anderem eine Transkription für 4 Posaunen über die Orgel-Fuge g-moll, die äußerst virtuos dargeboten wurde - und Anton Bruckner - wie z.B. ein Ave Maria, dessen sanfte und einfühlsame Interpretation zum Träumen einlud. Das weitere Programm - nun kam auch die weltliche Musik zu ihrem Recht - umfasste Werke des zeitgenössischen polnischen Komponisten Kazimierz Serocki, von Philipp G. Clapp (Mistrel Show), Milton Dietrich (The Octopus) und Daniel Sutton (Bearbeitung von "Ein Amerikaner in Paris" von Gorge Gershwin). Der nicht enden wollende Beifall der Zuhörer belohnte die Musiker, die den Dank mit mehreren Zugaben (u.a. dem Säbeltanz von Alexander Chatschaturjan) erwiderten. Zum Abschluss erklang - in höchster musikalischer Vollendung - eine Choralbearbeitung von Johann Sebastian Bach - dem Komponisten, dem sich das Leipziger Posaunenquartett Opus 4 in besonderem Maße verbunden fühlt.


Foto: OPUS4

Serenadenkonzert

Ein weiter musikalischer und lyrischer Bogen wurde im jüngsten Konzert im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken gespannt. In einem Serenadenkonzert am 14. Juni 2008 in der Evangelischen Kirche Ginsheim präsentieren Brigitta Schlechta (Sopran) und Derek Blyth (Orgel und Klavier) geistliche und weltliche Arien und Lieder sowie Orgelstücke u.a. von Mozart, Vivaldi, Lehar, Brahms sowie eigene Kompositionen von Derek Blyth. Zwischen den Musikstücken rezitierte Gertraud Lindemann besinnliche und heitere Texte: angefangen mit einem modernen Glaubensbekenntnis und dem Sonnengesang des Hl. Franziskus über die großen Dichter Goethe, Schiller, Lessing und Brentano bis hin zu Kästner, Hüsch und Reitz-Sbresny. Im Zentrum des geistlichen Teils stand eine Lesung sowie eine Vertonung aus dem Hohen Lied der Liebe. Letztere - "Song of Songs" - komponierte Derek Blyth im Jahr 2006 für die Sopranistin Brigitta Schlechta. Einer der Höhepunkte der Abendmusik war das Duett "Bei Männern, welche Liebe fühlen" aus Mozart's Zauberflöte, bei dem der aus Schottland stammende Derek Blyth nicht nur den Tenorpart, sondern gleichzeitig auch die Klavierbegleitung übernahm. Erläuternd zum Duett zitierte Gertraud Lindemann aus einem Brief von Eric-Emmanuel Schmitt aus "Mein Leben mit Mozart". Mit Hanns Dieter Hüsch's "So gegen 21:30 Uhr" neigte sich - gegen 21:30 Uhr - ein wunderschöner und stimmungsvoller Konzertabend dem Ende zu. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus für diesen Hörgenuss. 

Musikalische Reise durch das Kirchenjahr

Auch im Jahr 2008 nahm die Ginsheimer Kantorei den Sonntag Kantate (20. April) zum Anlass, im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken ein ein Konzert zu gestalten. Die Abendmusik unter dem Titel "Musikalische Reise durch das Kirchenjahr"  bildete den Abschluss eines Mitte Januar gestarteten Chorprojekts. Es erklangen Chorsätze (a cappella) aus verschiedenen Epochen von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert u.a. von Hans Leo Hassler, Johann Hermann Schein, Johann Sebastian Bach, Carl Loewe, Peter Cornelius, Anton Bruckner, Felicitas Kukuck, Arnold Mendelssohn und Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei wurde - beginnend und endend mit dem Sonntag Kantate - ein Weg durch das gesamte Kirchenjahr beschritten. Stationen auf der Reise waren die wichtigen kirchlichen Festtage beider großen christlichen Konfessionen: Ob z.B. Pfingsten, Fronleichnam, Reformation, Weihnachten, Karfreitag oder Ostern - zu jedem Anlass wurde ein entsprechender, oftmals auch sehr typischer Chorsatz gesungen. Pfarrer Wilfried Ritz bereicherte das Kirchenkonzert  mit verschiedenen Lesungen, welche - die Liedtexte aufgreifend - einzelne Stationen inhaltlich vertieften. Schließlich durften bei der Reise durch das Kirchenjahr auch die Glocken einen Beitrag leisten: So läutete nach dem "Requiem aeternam" von Cornelius das Totenglöcklein und mit dem letzten Ton von "Christ ist erstanden" in einem Satz von J. S. Bach setzte ein Ostergeläut ein. Am Ende der Reise angekommen, durften bei "Singt dem Herrn ein neues Lied" von Georg Friedrich Händel (nach der bekannten Melodie von "Tochter Zion") die Konzertbesucher/innen mit einstimmen. Den Schlusspunkt des Konzertes bildete das "Abendlied" von Josef Gabriel Rheinberger.

 "Abendlied als kleine Überraschung" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 22.04.2008

Orgeltastenzauber - ein Orgelfeuerwerk zum Jahresabschluss

Am 30. Dezember 2007 gastierte das Orgelduo Iris und Carsten Lenz aus Wiesbaden im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken zum dritten Mal in der Evangelischen Kirche in Ginsheim, für ein "vierhändiges und vierfüßiges Konzert" auf der Oberlinger-Orgel. In der vollbesetzten Kirche lauschten die Zuhörer dem spritzigen und virtuos dargebotenen Programm, das von Mozart bis Ragtime viele abwechslungsreiche und selten gespielte Kleinode der Orgelmusik umfasste. Um den Bezug zum näheren Umfeld zu halten, kam zum Beispiel auch der Walzer "Am schönen Rhein gedenk ich Dein" von Béla Kéler zu Gehör, in dem das Thema des Lorelei-Liedes von Silcher verarbeitet wurde. Ein anderes Kabinettstückchen war der "Oberingelheimer Rheinländer" von Seydel, der laut Carsten Lenz "eigentlich nur auf den Orgeln in Niederingelheim spielbar ist". Das komplette Konzert wurde wieder direkt auf eine im Altarraum aufgebaute Großleinwand übertragen, so dass das faszinierte Publikum den Organisten direkt auf die Finger und Füße schauen konnte und so nicht nur einen akustischen, sondern auch optischen Eindruck der Musik erhielt. Lange anhaltender Applaus dankte dem Ehepaar Lenz nach einem etwas vorgezogenen Silvesterkonzert, das einem virtuosen akustischen Feuerwerk glich und hoffen lässt, dass die beiden noch häufiger mit ihrem umfangreichen Repertoire in Ginsheim zu Gast sein werden.    (SJ)
 
 "Fliegende Finger und flinke Füße" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 02.01.2008

Weihnachten in aller Welt

Unter dem Titel "Weihnachten in aller Welt",  gestalteten der Projektchor der Ginsheimer Kantorei ( Leitung: Armin Rauch) und das Ensemble für Liturgie und Gottesdienst der Rüsselsheimer Lutherkirche (Leitung: Martin Schlotz) den Musikgottesdienst am 23.12.07 in der evangelischen Kirche Ginsheim. Und dass fremde Musikkulturen durchaus zu ungewohnten Konzerterlebnissen führen können, zeigte schon der erste Programmpunkt: "Siku rin gwana Hosi", ein Weihnachtslied aus Südafrika, diente zum rhythmisch beschwingten Einzug der Chöre durch das Kirchenschiff zum Altarraum, und auch das folgende "Halleluja Yesus" aus Tansania wurde schwingend und Finger schnipsend vorgetragen. Immer neue, kontrastierende Klangfarben brachten die weiteren Stationen der musikalischen Weihnachtsweltreise: Feierlich getragen das "Macht hoch die Tür" im anspruchsvollen Satz von Max Reger, gefühlvoll das "O Bethlehem, du kleine Stadt" aus England, tiefgründig das "Regem natum" aus Slowenien, melancholisch das russische "Schlaf mein Kindlein", romantisch das "Veni Jesu" von Luigi Cherubini (Italien), barock verspielt das "Uns ist ein Kind geboren" aus Deutschland. Und immer wieder wurde in Texten und Melodien voller Freude die Botschaft von der Geburt des Heilands verkündet: "In dulci jubilo" (Deutschland/Österreich), "Die Botschaft" (England), "Hört der Engel helle Lieder" (Frankreich), "Freu dich, Erd und Sternenzelt" (Böhmen/Tschechien), "Sing ye praise" und "Go tell it on the mountain" (USA)‚ "Grünet Felder, grünet Wiesen" (Österreich). Zwischen den Chorstücken wurden Gemeindelieder angestimmt und aus dem Lukasevangelium gelesen. Dekanatskantor Martin Schlotz  brillierte mit variantenreichen Improvisationen auf der Orgel . Die Flötisten Corinne McKenzie und Paul Murphy aus Australien bereicherten mit Ihrem Spiel das Konzert und brachten eine weitere internationale Note in die Darbietung.   (BP)
 
 "Auch Publikum wird zu Sängern" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 27.12.2007

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Zwischen Himmel und Erde

Für den 28. Oktober 2007 hatte die Evangelische Kirchengemeinde Ginsheim zu einem besonderen Konzert eingeladen: Kirsten Schierbaum (Sopran) und Dr. Georg Hilfrich (Orgel) präsentierten unter dem Titel "Zwischen Himmel und Erde" Werke u.a. von R. Wagner, L. Vierne und A. Dvorák. Bei dem Konzert im Rahmen der "Ginsheimer Kirchenmusiken 2007" sowie des "Musikfestivals Kirchenklänge" des Kreises Groß-Gerau handelte es sich um einen Liederabend in eher ungewöhnlicher Besetzung, denn selten hört man außerhalb der üblichen kirchlichen Liturgie Lieder mit Orgel. Die weltlichen und geistlichen Lieder spiegelten einerseits die Auseinandersetzung mit irdischem Leid, Sünde und Reue wider und auf der anderen Seite die Hoffnung und Bitte auf himmlische, göttliche Vergebung und Erlösung. Die aus Ginsheim stammende Sopranistin Kirsten Schierbaum widmet sich seit Jahren in besonderem Maße dem Liedgesang. Mit ihrer warmen Sopranstimme und großem, facettenreichen Ausdrucksvermögen verstand sie es, jedem Lied seine ihm innewohnende Stimmung zu entlocken. Begleitet wurde sie an der Orgel von Dr. Georg Hilfrich, der als Begleiter u.a. von J. Kalpers und als Chorleiter hoch geschätzt wird. Im Zentrum des Konzertes standen drei Liedzyklen: Die "Fünf Gedichte für Frauenstimme und Klavier" von Richard Wagner, heute allgemein bekannt als "Wesendonk-Lieder". Der üppigen Tonsprache Wagners standen die eher schlichten und im Volkston gehaltenen biblischen Lieder von Antonín Dvorák mit Texten aus dem Buch der Psalmen gegenüber. Die beiden in ihrer Originalfassung für Klavier geschrieben Zyklen wurden von Dr. Georg Hilfrich für die Orgel bearbeitet. Der dritte Liederzyklus " Les Angélus" von Louis Vierne ist eine Originalkomposition für Orgel und Gesang. Abgerundet wurde der Liederabend mit Werken von J. B. Foerster, J. Alain, C. Gounod und C. Saint-Saens. Dr. Georg Hilfrich brillierte solistisch mit C.Francks "Prelude h-Moll" und einem Satz aus einer Orgelsonate von F. Mendelssohn-Bartholdy.



Geistliche Chormusik aus der Zeit des Schwedenkönigs Gustav Adolf

Im Rahmen des "Musikfestivals Kirchenklänge" des Kreises Groß-Gerau sowie der Veranstaltungsreihe "375 Jahre Schwedenkönig Gustav Adolf" präsentierte der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei unter Leitung von Armin Rauch am 16. September 2007 geistliche Chorwerke (a cappella) aus der Zeit von Gustav Adolf. Bei dem Konzert in der Gustav-Adolf-Kirche Gustavsburg erklangen vorwiegend liturgische Stücke sowie Psalmvertonungen. Inhaltlich wurde dabei eine Messe bzw. ein Abendmahlsgottesdienst nachgezeichnet. Im Mittelpunkt stand eine vierstimmige Mess-Vertonung von Claudio Monteverdi (1547-1643). Daneben wurden Motetten von Lodovico Viadana (ca. 1560-1645) sowie Chorsätze von Heinrich Schütz (1585-1672), Melchior Franck (1579-1639), Orlando di Lasso (um 1532 - 1594), Leonhart Schröter (um 1532 - 1601), Johann Hermann Schein (1586 - 1630), Melchior Vulpius (um 1560-1615), Giovanni Croce (1557 - 1609) und Felice Anerio (1560-1614) gesungen. Die Zwischentexte steuerte Rainer Beier, Evangelischer Stadtkirchenpfarrer von Mainz, bei.
 
 "Musik im Umbruch" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 18.09.2007

Informationen zu der Veranstaltungsreihe "Wer das Schwert nimmt..." aus Anlass des 375. Todestages von Gustav II. Adolf finden Sie unter www.wer-das-schwert-nimmt.de 

Abendmusik

Mit einer Abendmusik bereicherte der aus Ginsheim stammende Leverkusener Kantor Andreas Zopf gemeinsam mit seinem Blockflötenensemble "Flautiamo" und der Sopranistin Birgit Hoppe am 1. September 2007 die Konzertreihe der Ginsheimer Kirchenmusiken. Birgit Hoppe präsentierte mit ihrer wohltuenden Stimme ausdrucksstark und intonatorisch sicher die Arien von Johann Sebastian Bach: "Et exultavit spiritus meus" aus dem Magnificat (BWV 243) sowie "Schafe können sicher weiden" aus der Kantate "Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd" (BWV 208) sowie das Geistliche Konzert "Das ist meine Freude" von Johann Rosenmüller (1619-1684). Das Blockflötenensemble "Flautiamo" brillierte u.a. mit einer Suite d-moll  von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Adagio und Allegro d-moll  für vier Tenorflöten und eine Bassflöte von Jos. Bodin de Boismortier (1689-1755) und der Capriol-Suite von Peter Warlock (1894-1930). Andreas Zopf rundete das Konzert meisterhaft mit zwei Orgelwerken ab: Präludium und Fuge fis-moll von Dietrich Buxtehude (1637-1707) und Choral a-moll von César Franck (1822-1890). Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Beifall für das wunderschöne Konzert und ließ die Künstler/innen erst nach zwei Zugaben die Abendmusik beenden.


Foto: Lutz Stanke

Hilary O'Neill: Lieder, Legenden  und Geschichten aus Irland

Am 22. Mai 2007 gab Hilary O'Neill - die zum zweiten Mal in Ginsheim gastierte - wieder einen akustischen Einblick in die irische Kultur. Mit Worten und Musik nahm die irische Sängerin und Harfenistin ihr Publikum mit in ein zauberhaftes Land voll von Feen, Kobolden, Riesen und Jahrhunderten voller Lebensweisheiten. Mit Legenden, Erzählungen vom Verlassen der geliebten Heimat und der Sehnsucht berührte sie die Herzen ihrer Zuhörer/innen. Einige Lieder, mehr spiritueller Natur, sprachen direkt aus den tiefsten Ebenen der Seele. Auf einzigartige Weise brachte die Künstlerin unterschiedliche Musikgenres zusammen, indem Sie Ihren warmen Mezzosopran mit den gefühlvollen Tönen der keltischen Harfe und innewohnendem Verständnis für die traditionelle keltische Musik und Folklore verbindet. Mit ihrem charmanten irischen Akzent erläuterte und kommentierte Hilary O'Neill die teils sinnlichen, teils heiteren Texte der in englischer und gälischer Sprache vorgetragenen Lieder. Lang anhaltender Applaus war Lohn für ein begeisterndes Konzert.
 
 "Über die Menschen von der grünen Insel" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 24.05.2007

Frühlingsserenade zum Sonntag Kantate

Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken lud die Kantorei am Sonntag Kantate (6. Mai 2007) zu einer Frühlingsserenade in die Evangelische Kirche Ginsheim ein. Das Konzertprogramm wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des jüngsten Chorprojekts gemeinsam mit der Kantorei unter der Leitung von Armin Rauch erarbeitet. Es erklangen geistliche und weltliche Chorsätze (a cappella) aus Renaissance, Frühbarock und Romantik, u.a. von Heinrich Schütz, Giovanni Croce, Thomas Morley, Orlando di Lasso, John Dowland, Johannes Brahms und Josef Rheinberger. Das Lob Gottes für die Schönheiten der Erde, die Freude über das Frühlingserwachen, Liebe und Sehnsucht bildeten den thematischen Rahmen der Abendmusik. Zwischen den Chorstücken erfolgten kurze Lesungen und es wurden Gedichte rezitiert.

 "Chorliteratur von Renaissance bis zu Romantik" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 08.05.2007

"Meine Seele erhebet den Herren" - Musikgottesdienst zum 3. Advent

Das deutsche Magnificat "Meine Seele erhebet den Herren" für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo von Johann Ernst Bach bildete den Mittelpunkt eines konzertanten Musikgottesdienstes, zu dem die Ginsheimer Kantorei zusammen mit Pfarrer Wilfried Ritz für den 17.12.2006 eingeladen hatte. Verstärkt wurde die "Stammbesetzung" der Kantorei durch zahlreiche singbegeisterte Frauen und Männer, die im Rahmen des inzwischen dritten offenen Chorprojektes seit Mitte September die ansprechenden und anspruchsvollen Chorwerke mit einstudiert haben. 


Foto: Uli Wirtz von Mengden

Der 1722 in Eisenach geborene und schon 1777 verstorbene Johann Ernst Bach erhielt seine musikalische Ausbildung unter anderem von seinem Patenonkel Johann Sebastian Bach. Bereits 1741 übernahm der Musiker und Advokat Johann Ernst das Kirchenmusikeramt an der Eisenacher Georgenkirche. Von J. E. Bach sind etwa zwanzig kantatenhafte Werke erhalten, die sich oft – wie auch seine Motette "Meine Seele erhebet den Herren"  – durch ihre kontrapunktischen Satztechniken auszeichnen.Zu den Vorbildern Johann Ernst Bachs gehörte u.a. Georg Philipp Telemann (1682 – 1767), dessen Kantate für Soli, Chor und Streicher/B.c "Nun komm, der Heiden Heiland" musiziert wurde. Daneben erklangen von Johann Christoph Frauenholtz (1684 - 1754), der langjähriger Kirchenmusiker in Straßburg war, zwei Weihnachtsmusiken für Soli, Chor und Instrumente. Abgerundet wurde der Musikgottesdienst durch eine Sonate für zwei Violinen, Viola und Violoncello von Georg Philipp Telemann und dem Divertimento  D-Dur, KV136, von Wolfgang Amadeus Mozart. 
Die Mitwirkenden neben der Kantorei waren: Anne Hellmann (Sopran), Claudia Rück (Alt), Andreas Klopp (Tenor), Stefan Querbach (Bass), Monika Schulz und Christine Seiler (Violine), Laura von Schwanenflug (Viola), Günter Schulz (Violoncello) und Jürgen Rodeland (Orgel). Die musikalisch Leitung hatte Armin Rauch. 

 "Sternstunde der Kirchenmusik" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 19.12.2006

Hilary O'Neill: Lieder, Legenden  und Geschichten aus Irland

Am 7. September 2006 wurde im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken wieder ein besonderer musikalischer Akzent gesetzt: Hilary O'Neill präsentierte Lieder, Legenden und Geschichten aus Irland. Das reiche Repertoire der irische Sängerin und Harfenistin beruht auf einem weitgespannten Hintergrund von klassischen Liedern sowie alten, mündlich überlieferten Geschichten und Legenden. Die Lieder in gälischer und englischern Sprache wurden von der Sängerin, die sich selbst auf der keltischen Harfe begleitet, humorvoll ins Deutsche übersetzt. Die Künstlerin, die in London, Hamburg, Berlin und Adelaide Gesang studierte, entführte mit ihrer klaren Stimme und ihrem zauberhaften Harfenspiel  die Konzertbesucher gedanklich auf die grüne Insel. Mit lang anhaltendem Beifall bedankte sich das Publikum bei Hilary O'Neill für einen großartigen Musikabend.

 "Anmutiges auf der keltischen Harfe" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 11.9.2006
 "Irland zum Lachen, Weinen, Träumen" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom  11.9.2005


Foto: O'Neill

Heinrich Schütz: Lukaspassion

Eine beeindruckende Passionsvertonung erlebten die zahlreichen Konzertbesucher/innen, die am Sonntag, 26.03.2006 in die ev. Kirche Ginsheim gekommen waren. Die Ginsheimer Kantorei unter Leitung von Armin Rauch brachte die Lukaspassion von Heinrich Schütz, ein selten gesungenes, reines a-capella-Werk, zu Gehör. Im Rahmen einer Projektarbeit hatte die Kantorei eingeladen, dieses Werk einzustudieren. Eine gelungene Aufführung belohnte die Sängerinnen und Sänger für die seit Mitte Januar geleistete intensive und mitreißende Probearbeit.

Die „Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands Jesu Christi nach dem Evangelisten Lukas“ ist die erste der drei Passionen von Heinrich Schütz. Sie wird auf „nach 1653“ datiert, die genaue Entstehungszeit ist nicht bekannt. Außer dem Schlusschor – einer epilogartigen Vertonung eines Choralverses - und dem Introitus, der in das Passionsgeschehen einführt, beschränkte sich Schütz bei der Vertonung des Lukasevangeliums auf den reinen Bibeltext. Dabei verzichtete Schütz auf jegliche musikalische Begleitung. Vielleicht wollte er, wie Armin Rauch zu Beginn des Konzertes erläuterte, einem alten kirchlichen Brauch Rechnung tragen, der in der Karwoche die Instrumente schweigen ließ. Für den Vortrag des Evangeliums schuf Heinrich Schütz für die damalige Zeit eine völlig neue Form: ein frei geformter, dem rhythmischen und melodischen Eigenleben des Wortes aufs vollkommenste angepasster deklamierender Gesang von höchster Ausdrucksprägnanz. Auch die Passagen des Chores sind ganz aus der Bildhaftigkeit des Wortes und aus der dramatischen Situation heraus konzipiert: Das gläubige Vertrauen der Jünger, gefühlloser Spott des Volkes, einerseits scheinheiliges Wohlwollen, andererseits demagogisch-überreiztes Eifern der Hohepriester und Schriftgelehrten; schließlich das fanatisch wilde Geschrei der „ganzen Schar“.

Als Solisten wirkten mit als Evangelist: Christoph Hellmann (Tenor) und in der Rolle des Jesus Stefan Querbach (Bass). Weitere kleinere Solopartien wurden von Sängerinnen und Sängern der Kantorei bestritten: Brigitte Ploch, Antje Rauch, Jörg Dirbach, Helmut Frölich, Reinhard Grundmann und Ingo Stoffel. Solisten und Chor sorgten mit exakter Aussprache und einer die verschiedenen Stimmungs- bzw. Gefühlslagen gut vermittelnden Ausdrucksweise dafür, dass man das Passionsgeschehen fast greifbar miterleben konnte, wie z.B. bei der wilden Forderung des Volkes im „Kreuzige ihn!“ oder „Hinweg mit ihm und gib uns Barabam frei!“ oder beim flehentlichen Ruf „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“ und der folgenden Stille nach dem Tod Jesu.

Nach kurzem Innehalten bedankten sich die Zuhörer/innen mit lang anhaltendem Applaus für die bewegende Aufführung der Lukaspassion.

Kammerchor geht mit auf Zeitreise: 10 Jahre Historische Tanzgruppe Ginsheim

Die Historische Tanzgruppe Ginsheim (HTG) hatte am 19.3.2006 aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens zu einer "Zeitreise" ins Ginsheimer Bürgerhaus eingeladen. Die Wiege des Vereins ist die 450-Jahr-Feier der Evangelischen Kirchengemeinde Ginsheim im Jahre 1993. Am 14.2.1996 gründete sich dann die HTG, um Tänze der Renaissance zu pflegen und zu präsentieren. Inzwischen wurde das Repertoire deutlich ausgedehnt. Anlässlich der "Zeitreise" zum 10-jährigen Bestehen wurden schließlich - jeweils in entsprechenden Kostümen - Tänze der frühen und späten Renaissance, der Barockzeit sowie der Wiener Klassik und des späten 19. Jahrhunderts präsentiert. Musikalisch unterstützt wurde die HTG bei ihrem Jubiläum u.a. vom Kammerchor der Ginsheimer Kantorei. Entsprechend den Stationen der "Zeitreise" erklangen verschiedene Chorsätze, wobei sich der Bogen von Arnold von Bruck (1490-1554) und Baldassare Donati (1530-1603) bis hin zu Friedrich Silcher (1789-1860) und Moritz Hauptmann (1792-1868) spannte.

Orgelfeuerwerk

Am 7. Januar 2006 fand im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken in der evangelischen Kirche Ginsheim ein Neujahrskonzert ganz besonderer Art statt. Das Organistenduo Iris und Carsten Lenz aus Wiesbaden/Ingelheim am Rhein präsentierte festliche und fröhliche Orgelmusik für 4 Hände und 4 Füße. Die Spielanlage der Orgel wurde auf eine Großleinwand im Altarraum übertragen, so dass die Konzertbesucher den Künstlern im wahrsten Sinn des Wortes auf die Finger schauen konnten. Auf dem Programm standen u.a. Kompositionen von Johann Christoph Kellner, Samuel Wesley, Eugene Thayer (Concert Variations on "Auld Lang Syne"), Denis Bédard (Petite Suite), Carsten Lenz (Geburtstags-Miniaturen über "Happy Birthday") und Robin Dinda (Charlie Dog Blues). Nach lang anhaltendem Applaus gab es als besonderes Schmankerl noch ein äußerst virtuoses Pedalsolo für vier Füße. 

 "Virtuoses Drunter und Drüber" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom  10.01.2006

Oratorio de Noël - Musikgottesdienst zum 4. Advent

Mit einer Advents- und Weihnachtsmusik zum 4. Advent stimmte die Ginsheimer Kantorei auf das kurz bevorstehende Weihnachtsfest ein. Im Mittelpunkt des Musikgottesdienstes stand das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Camille Saint-Saëns, der bereits als 22-Jähriger das renommierte Amt des Organisten an der Eglise de la Madeleine in Paris übernehmen durfte, erhielt Anfang Dezember 1858 den Auftrag zur Komposition seines „Oratorio de Noël“. Die Komposition entstand innerhalb von elf Tagen – bis zur Uraufführung in der Weihnachtsnacht 1858 blieb nur noch wenig Zeit. Offensichtlich hat Saint-Saëns das Weihnachtsoratorium für den funktionalen Gebrauch innerhalb des Gottesdienstes konzipiert. Das wohlklingende romantische Werk bringt in wunderschöner Weise die Weihnachtsbotschaft und Weihnachtsfreude zum Ausdruck. Das Oratorium für 4-stimmigen Chor und fünf Gesangssolisten erklang in einer Orgelfassung, welcher der Erstdruck von 1869 zu Grunde liegt. Umrahmt wurde das „Oratorio de Noël“ durch zwei Advent-Motetten von Josef Gabriel Rheinberger, sowie Chorsätze Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Friedrich Silcher. Die Solisten waren: Gesine Fünfgeld (Sopran), Brigitta Schlechta (Mezzosopran), Claudia Rück (Alt), Andreas Klopp (Tenor) und Helmut Frölich (Bariton). Jürgen Rodeland spielte die Orgel. Die musikalisch Leitung hatte Armin Rauch. 

 "Gesangbücher reichen nicht" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 20.12.2005
 "Zum Oratorio de Noël ist die Kirche voll" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom  20.12.2005

Offenes Singen

Singen fördert das Immunsystem, das Herz und den Kreislauf und hellt die Stimmung auf. Was Hobbysänger schon lange vermutet haben, konnten Wissenschaftler inzwischen bestätigen: Menschen, die regelmäßig singen, sind im Vergleich zu „Nicht-Singern“ durchschnittlich signifikant gesünder. Letztlich spielt es zwar keine Rolle, ob man alleine unter der Dusche oder gemeinsam mit Gleichgesinnten singt, allerdings macht das Singen in der Gemeinschaft viel mehr Spaß.
Deshalb hatte die Ginsheimer Kantorei  für Sonntag, den 9. Oktober 2005 erstmals zu einem offenen Singen eingeladen. Viele waren gekommen, um eine Stunde nach Herzenslust und ungezwungen zu singen. Dabei zählte nicht die Leistung, sondern die Freude am gemeinsamen Gesang. 

 "Singen stärkt Immunsystem" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 15.10.2005

"Cantate Domino" - Kirchenkonzert zum Sonntag Kantate

In dem Konzert am 24. April 2005 waren einige nur selten aufgeführte  musikalische Raritäten zu hören. Zu Beginn und Ende erklang jeweils eine Vertonung des 98. Psalms "Singet dem Herrn ein neues Lied" (Cantate Domino):  eine Motette von Lodovico Viadana (ca.1556-1645) sowie eine Liedkantate von Lothar Graap aus dem Jahr 1999.
Im Mittelpunkt des Konzerts stand eine Messe des zu seiner Zeit hochgeschätzten Komponisten und Musikers August Bergt (1771-1837), dessen Musik stark an die Werke des nur 15 Jahre älteren W. A. Mozarts erinnert. Bergt's Musik ist in vielen namhaften europäischen und amerikanischen Musikbibliotheken zu finden, doch werden seine Werke heute leider kaum noch zu Gehör gebracht. 
Daneben erklangen u.a. ein "Jubilate Deo" von dem als Komponist von Klavierwerken bekannten Anton Diabelli (1781-1858), der zwar nur wenig, aber sehr ansprechende Chormusik geschrieben hat, sowie Kantatensätze von Johann Christoph Graupner (1683-1760), einem Schwager von Johann Conrad Lichtenberg, dem Erbauer der Ginsheimer evangelischen Kirche. Graupner war Hofkapellmeister am Hof des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmsatadt und schrieb allein über 1400 Kantaten. Ihm war bereits die Stelle des Thomaskantors in Leipzig zugesichert, doch ließ ihn sein Dienstherr, Ernst Ludwig, nicht ziehen. So bekam Joh. Seb. Bach die Stelle des Thomaskantors.
Ausführende waren neben dem Gesamt- und Kammerchor der Ginsheimer Kantorei: Andrea Klopp und Antje Rauch (Gesang), Monika Schulz und Julia Busch (Violine), Leonie Hartmann (Viola), Günter Schulz (Violoncello) und Martin Schlotz (Orgel). Die Leitung hatte Armin Rauch.

Orgelkonzert des Mainzer Domorganisten Albert Schönberger

Ein ganz besonderes Highlight in der Konzertreihe der „Ginsheimer Kirchenmusiken“ war das Konzert des Mainzer Domorganisten Albert Schönberger am 10. April 2005. Unter dem Motto „Christ ist erstanden“ spielte Schönberger  an der Ginsheimer Oberlinger-Orgel festliche Orgelmusik. Er bezog sich bei seinen Erklärungen zu jedem der von ihm ausgesuchten Werke insbesondere auf das Kreuz, das - wie er sagte - „in der Ginsheimer Kirche den Mittelpunkt des Altarraumes bildet, sich aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Orgel befindet.“ Die Schatten, die das Kreuz und das Kruzifix hier an die Wand werfen, seien gerade durch die Musik, ihre Transparenz und Transzendenz, zu überwinden, so Schönberger weiter. Er spannte den Bogen seiner Musikstücke von Jesu Tod bis zur österlichen Freudenbotschaft, der Auferstehung und weiter zum Pfingstwunder, der Ausgießung des heiligen Geistes. 


Foto: Gerlinde Neumann-Massing

Albert Schönberger bekräftigte seine Aussagen mit Werken von Johann Gottfried Walther, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Karl Norbert Schmid und  Johann Friedrich Stark (dem Mainzer Domorganisten in der Zeit von 1756 bis 1792) sowie mit einer eigenen Phantasie über den Choral „Christ ist erstanden“.  Eine freie Improvisation, über „Wir wollen alle fröhlich sein“ (dieser Choral wurde von einer Konzertbesucherin spontan als Improvisationsthema vorgeschlagen) rundeten das Programm ab. Stehende Ovationen veranlassten den begnadeten Künstler zu einer weiteren Improvisation über „Lobe den Herren“ wobei er zum Abschluss beiden genannten Choräle miteinander verwob.

 "In die Traumwelt der Töne entführt" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 12.4.2005
 "Große Musik aus kleiner Orgel" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 13.4.2005

"Es ist ein Ros entsprungen" - Musikgottesdienst zum 4. Advent

Zum 4. Advent 2004 lud Ginsheimer Kantorei wieder zu einem adventlich-weihnachtlichen Musikgottesdienst ein. Unter dem Titel „Es ist ein Ros entsprungen“ stimmten Kantorei, Kammerchor und Solisten unter der Leitung von Armin Rauch auf das kurz bevorstehende Weihnachtsfest ein. Im Mittelpunkt des Musikgottesdienstes stand eine Vertonung der Weihnachtgeschichte nach Texten des Lukasevangeliums, der Offenbarung des Johannes und des Briefs des Paulus an die Philipper für Chor, Solostimmen, Oboe und Orgel von Peter Bender. Umrahmt wurde diese "musikalische Predigt" von zahlreichen Advents- und Weihnachtsliedern - teilweise zum Mitsingen für die Gemeinde - u.a. in Sätzen von Andreas Raselius, Lukas Osiander und Michael Praetorius. Daneben erklangen u.a. eine Psalmvertonung von Heinrich Schütz und  "Jubilate Deo" von Orlando di Lasso. Solistisch wirkten mit: Andrea Klopp und Antje Rauch (Sopran), Helmut Frölich (Tenor), Ingo Stoffel (Oboe) sowie Dorothea Weber (Orgel).

 "Liebe ist wichtiger als Geschenke - Musikalischer Adventsgottesdienst mit der Ginsheimer Kantorei" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 22.12.2004

Herbstserenade

Nach einer "Serenade zum Wonnemonat Mai" im Jahr 2002 und der "Serenade zum Sonntag Kantate" im Jahr 2003, lud die Ginsheimer Kantorei in diesem Jahr im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken sowie des Musikfestivals "Kirchenklänge 2004" des Kreises Groß-Gerau zu einer "Herbstserenade" ein. Am Abend des 10.Oktober 2004 präsentierten Kantorei, Kammerchor und Solisten unter Leitung von Armin Rauch besinnliche und heitere Musik zur herbstlichen Jahreszeit: Lieder und Chorsätze von der Schönheit der Natur, von der Liebe, von Abschied und Sehnsucht aber auch allerlei Tanz- und Trinklieder. Der musikalische Bogen spannte sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Es erklangen u.a. Chorsätze von Johann Hermann Schein, Erasmus Widmann, Thomas Morley, John Dowland, Baldassare Donati, Arnold von Bruck, Leonhard Lechner, Joseph Haydn, Felix Mendelssohn  Bartholdy und Hans Friedrich Micheelsen. Andrea Klopp und Antje Rauch erfreuten mit den Duetten "Das Ährenfeld" und "Gruß" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Für die instrumentalen Akzente sorgten Jürgen Rodeland (Orgel) mit einer Cantilene von Josef Gabriel Rheinberger sowie Andrea und Andreas Klopp (Blockflöte und Orgel) mit Variationen über "Greensleeves". Zwischendurch wurden Gedichte von Theodor Storm, Theodor Fontane, Friedrich Hebbel, Erich Kästner u.a. rezitiert. Zum Abschluss der Abendmusik wurde für alle ein Gläschen des zuvor vielfach besungenen Weines angeboten. Lang anhaltender Applaus belohnte alle Mitwirkenden für die gelungene Abendmusik.

Fronleichnamsprozession 2004

Wie zuletzt vor zwei Jahren wirkte der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei bei der Fronleichnamsprozession der Katholischen Pfarrgemeinde St. Marien Ginsheim mit. Die Ginsheimer Kantorei will damit ganz bewusst ein Zeichen der gelebten Ökumene setzen und einen Beitrag zum geschwisterlichen Miteinander der christlichen Gemeinden leisten. Unterstützt wird dies von der in der evangelischen Gemeinde Ginsheim verwurzelten Familie Guthmann, in deren Hof nun schon seit einigen Jahren der Altar für die erste Station der Prozession errichtet wird. 

 "Demos haben heute Hochsaison - Fronleichnamsprozession in Ginsheim unterstreicht auch den ökumenischen Aspekt" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 12.6.2004

"Christ ist erstanden" - Musikgottesdienst zur Osterzeit

Am Sonntag, 25.4.2004, luden die Ginsheimer Kantorei und Pfarrer Herbert Olbrich im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken zu einem Musikgottesdienst  zur Osterzeit ein. Neben  "Christ ist erstanden" und "Jubilate Deo" von Orlando di Lasso erklangen u.a. mehrere Werke von Kirchenmusikern des 20. Jahrhunderts, darunter Choralkantaten für Chor, Bläser und Orgel, bei denen teilweise auch die Gemeinde aktiv am Singen beteiligt war. Das Bläserquartett des Evangelischen Posaunenchors Ginsheim (Katrin Frank und Stefan Dürr  - Trompete, Pascal Przybilla - Posaune, Benjamin Scholian - Tuba) überzeugte darüber hinaus mit einem Rondo von Wolfgang Amadeus Mozart. Jürgen Rodeland (Orgel) erfreute die Gottesdienstbesucher mit "Wir glauben all’ an einen Gott", einer Choralbearbeitung Johann Sebastian Bachs für zwei Manuale und Doppelpedal sowie mit dem Concerto h-Moll nach Antonio Vivaldi von Johann Gottfried Walther.

  "Botschaft des Auferstandenen" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 28.4.2004

Fassenacht 2004 bei der Ginsheimer Kantorei

Am Sonntag, 08.02.2004, hatte die Ginsheimer Kantorei zur diesjährigen Fastnachtsparty ins ev. Gemeindehaus eingeladen. Zu Gast war - wie schon einmal vor zwei Jahren - der Historische Tanzkreis Ginsheim. Nach guter Ginsheimer Fastnachtstradition wurde von verschiedenen Mitgliedern des Historischen Tanzkreises und der Kantorei eine unterhaltsame Mischung von närrischen Beiträgen aus Wort, Witz, Gesang und Tanz geboten. Alle Aktiven, die den fastnachtlichen Nachmittag mitgestalteten, erhielten den diesjährigen Fastnachtsorden der Ginsheimer Kantorei. Der Entwurf stammt von Helga Schmidt, die die über dreißig Orden zusammen mit ihrem Mann H.-Günter in Handarbeit fertigte. Der Orden ist untertitelt: „Ginsheimer Kantorei – schlüpft frisch aus dem Ei“ und spielt damit auf die kürzliche Umbenennung des Chores an.

Chormitglieder-Versammlung 2004:
Evangelischer Kirchenchor Ginsheim wird zur Ginsheimer Kantorei

In der Chormitglieder-Versammlung am 21. Januar 2004 standen einige wichtige Entscheidungen an. Neben den üblichen Berichten über das abgelaufene Jahr und Vorstellung und Besprechung der Jahresplanung 2004, war - nachdem Fabian Greschok wegen Umzug von Chor und Chorvorstand Abschied nehmen musste  - ein neuer Beisitzer im Chorvorstand zu wählen. Seine Nachfolgerin wurde Brigitte Ploch, die Wahl erfolgte ohne Gegenstimmen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung war die Entscheidung über eine Namensänderung des Chors. In Anbetracht der jahrelangen erfolgreichen Chorarbeit wurde im Laufe des letzten Jahres überlegt, den Qualitätsanspruch des Evangelischen Kirchenchors Ginsheim auch vom Namen her deutlicher zu machen. Nach zustimmender Beratung durch den Verband der evangelischen Chöre in Hessen und Nassau und eingehender Diskussion im Chorvorstand wurde der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, den Evangelischen Kirchenchor Ginsheim in  "Ginsheimer Kantorei" umzubenennen. Nach ausführlicher Erörterung stimmte die Versammlung dieser Namensänderung mit großer Mehrheit zu.

Abschließend wurden wieder einige Chormitglieder für ihre langjährige - aktive wie auch inaktive - Mitgliedschaft geehrt: Elfriede Raiss und Lieselotte Stoffel für 50 Jahre, Anni Blum für 40 Jahre und Klaus Frey und Sabine Jost für 25 Jahre - wobei die ersten Jahre des Singens von Sabine Jost auf den damaligen Kindersingkreis entfallen.

Die heitere Orgel

Am 18. Januar 2004 fand im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken in der evangelischen Kirche Ginsheim ein außergewöhnliches Orgelkonzert statt. Unter dem Titel „Die heitere Orgel“ präsentierte das Organistenduo Iris und Carsten Lenz aus Wiesbaden/Ingelheim am Rhein festliche und fröhliche Orgelmusik für 4 Hände und 4 Füße. Es war ein Konzert nicht nur zum Hören , sondern auch zum Sehen: die Spielanlage der Orgel wurde auf eine Großleinwand im Altarraum übertragen, so dass die Konzertbesucher auch virtuell an der Virtuosität der beiden Künstler teilhaben konnten. Auf dem Programm standen u.a. Kompositionen von John Marsh (Bearbeitung des großen Halleluja von Händel), Franz Berwald (Ein ländliches Hochzeitsfest), Carsten Lenz (Variationen über "Freude schöner Götterfunken") und Robin Dinda (Ragtime, mit großem Pedalsolo). 

  "So heiter kann die Orgel klingen" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 23.1.2004
  "Duo hat sich in die Herzen aller gespielt" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 22.1.2004

"Tochter Zion, freue dich"  
Musikgottesdienst zum 4. Advent

Am 21. Dezember 2003 lud der Evangelische Kirchenchor Ginsheim zu einem adventlich-weihnachtlichen Musikgottesdienst ein. Unter dem Titel „Tochter Zion, freue dich“ beschritten Gesamtchor, Kammerchor und Solisten unter der Leitung von Armin Rauch einen musikalischen Weg durch die Adventszeit bis zum Weihnachtsfest. U.a. erklangen “Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die zwei Advent-Motetten "Ex Sion" und "Ave Maria" von Josef Gabriel Rheinberger, „Übers Gebirg Maria geht“ von Johann Eccard, „Heilige Nacht“ von Joh. Friedrich Reichardt, „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel und „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ in verschiedenen Sätzen von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Eingeleitet wurde der Musikgottesdienst von Jürgen Rodeland an der Orgel mit "Wachet auf, ruft uns die Stimme" von Johann Sebastian Bach aus der Sammlung der Schübler-Choräle. Die Solisten des Chores waren: Christiane Stoffel (Alt) mit der Introitus-Kantate "Mache dich auf, werde Licht" von Jürgen Becker-Foss, Andrea Klopp und Antje Rauch (Sopran) mit dem geistlichen Konzert für zwei Stimmen und b.c. von Heinrich Schütz, Andreas Klopp (Tenor) mit "Regina coelio" von Josef Gabriel Rheinberger und "Von der Geburt Jesu Christi"aus „Schemellis musicalischem Gesangbuch“ sowie Ingo Stoffel (Oboe) mit der "Gigue gayment" aus der Suite h-Moll von Pierre Danican-Philidor.

"Gregorianik bis Gospel" 

Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken luden der Evangelische Kirchenchor Ginsheim und Pfarrer Herbert Olbrich für Sonntag, den 2. November 2003, zu einem Musikgottesdienst in die evangelische Kirche ein. Unter dem Titel „Gregorianik bis Gospel“ unternahmen Gesamtchor und Kammerchor einen musikalischen Streifzug durch verschiedene christliche Traditionen. Einem gregorianischen Hymnus, einem Messgesang von Giovanni Pierluigi da Palestrina und einer Psalmvertonung von Heinrich Schütz folgten Chorsätze von Melchior Vulpius, Joh. Seb. Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Manfred Schlenker sowie ein Ave Maria von Josef Gabriel Rheinberger. Ein Gospel, Lieder aus Israel und Afrika sowie Gesänge aus der orthodoxen Liturgie rundeten die kirchenmusikalische Zeitreise ab.

Fotos: Toni Reichmann

Cantate Domino - Serenade zum Sonntag Kantate

Ein Frühjahrskonzert gab der Evangelische Kirchenchor Ginsheim am Sonntag, den 18. Mai 2003. In einer Serenade zum Sonntag Kantate präsentierten Kammerchor und Gesamtchor geistliches und weltliches Liedgut verschiedener Stilrichtungen. Dazwischen gab es einige solistische Einlagen. Andrea Klopp und Antje Rauch sangen „Laudamus te“, ein Duett von Vivaldi, begleitet von Jürgen Rodeland an der Orgel, übrigens an diesem Abend der Einzige, der nicht im Chor mit singt. Alle anderen Solisten und Musiker stammen aus den eigenen Reihen des Chores. Andreas Klopp, begleitet von Flöte und Orgel sang Händels „Süße Stille, sanfte Quelle“ und Ingo Stoffel (Oboe) spielte den Satz „Presto“ aus der g-moll Sonate von G. Ph. Telemann.

Es erklangen u.a. Werke bzw. Liedsätze von Heinrich Isaac, Hans Leo Hassler, Melchior Franck, Adam Gumpelzhaimer, Dietrich Buxtehude, Werner Gneist,  Hans Friedrich Micheelsen, Felicitas Kukuck, Christian Lahusen  und Peter Bender. Neben Chorälen und zwei Kantaten standen Liebeslieder, Abschieds- und Abendlieder auf dem Programm, das mit Psalmlesungen und Rezitationen von Gedichten (u. a. von Goethe, Uhland und Eichendorff), die textlich zum Liedgut passten, hervorragend ergänzt wurde. Bereits zu Beginn des Konzertes war das Publikum eingeladen, bei bestimmten Liedstrophen mitzusingen. Dieses Angebot wurde auch gerne angenommen. Das gut konzeptionierte und gelungene Konzert war gleichzeitig das „Einstandskonzert“ von Chorleiter Armin Rauch, der den Chor am 01.01.2003 von Peter Bender übernommen hatte. Reicher Beifall sowohl während als auch am Ende der Serenade belohnte alle Mitwirkenden.

  "Chöre singen dem Herrn und vom Frühling" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 20.5.2003

Trio Minerva

Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken gastierte am Sonntag, den 16. März 2003 das Trio Minerva in Ginsheim. Monika Schulz -Violine, Günter Schulz - Violoncello und Ingo Riether - Klavier, präsentierten in exzellenter Weise das Klaviertrio B-dur KV 502 von Wolfgang Amadeus Mozart, von Ludwig van Beethoven das Klaviertrio B-dur op. 70 Nr. 1 (das sogenannte "Geistertrio") sowie das Klaviertrio g-moll op. 26 von Antonin Dvorák. Die Künstler leisteten mit ihrem großartigen Konzert einen Beitrag zur Finanzierung der neuen Orgel: sie verzichteten ganz bewusst auf eine Gage, damit die Spenden des Kammermusikabends vollständig in den  Finanzierungsfond der Orgel fließen können.

  "Konzert voller Kontraste" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 19.3.2003

Fassenacht beim Kirchenchor

Für Sonntag, den 23. Februar 2003, hatte der Kirchenchor zu seiner jährlichen Fastnachtsfeier eingeladen. Alle die aktiv mitgewirkt haben - sei es zur Gestaltung des närrischen Programms oder bei der Vorbereitung - erhielten den diesjährigen "Orden", der als Laubsägearbeit in liebevoller Kleinarbeit von Helga und Heinz-Günter Schmidt hergestellt wurde. Das Motto des Fastnachtsordens lautet: "Ein Nachen voller Narren. - Im Leben geht es auf und ab, g'rad wie im Weltenmeer, drum närrisch man oft besser fährt, nehmt alles nicht so schwer." In Anlehnung an ein neueres Kirchenlied gibt's dazu noch einen weiteren Vers: "Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, ein Kirchenchor soll sein. Doch singt es sich oft gar nicht gut, wenn dieser ist zu klein; drum rufen wir euch heute zu, wenn eure Stimm' ist fit, singt ihr vielleicht dann noch im Bass, so macht bei uns schnell mit. Denn Singen hält die Seele jung, bringt Frohsinn und Humor, wir fahren all im selben Boot, bei uns im Kirchenchor.

 

Jahresversammlung des Kirchenchors

Am Mittwoch, den 29. Januar 2003 hatte der Chor zu seiner Jahresversammlung eingeladen. Im Mittelpunkt stand die in sechs-jährigem Turnus sattfindende Wahl des Chorvorstandes. Nachdem Armin Rauch zum 1. Januar 2003 die Chorleitung übernommen hat, stellte er sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung. Zwei weitere Vorstandsmitglieder haben nicht mehr kandidiert. Dem neuen Chorvorstand gehören nun an: Sabine Jost (1. Vorsitzende), Wolfgang Stoffel (2. Vorsitzender), Helga Schmidt (Schriftführerin), Armin Rauch sen. (Notenwart), sowie Heino Krug, Christel Kirchner und Fabian Greschok und Chorleiter Armin Rauch. Peter Bender wurde zum Ehrenchorleiter ernannt.

Nach einem Rückblick auf das vergangene Jahr und Vorstellung der Jahresplanung für 2003 konnten auch wieder einige Chormitglieder für ihre langjährige - aktive wie auch inaktive - Mitgliedschaft geehrt werden: 50 Jahre dabei sind Dina Röder, Helga Rodeland und Heinrich Hübner, seit 25 aktiv dabei (anfänglich im früheren Kindersingkreis) ist Christiane Stoffel.

  "Neue Männer braucht der Chor" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 1.2.2003
  "Bässe werden händeringend gesucht" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 5.2.2003

Musikgottesdienst zum 1. Advent
Verabschiedung des langjährigen Chorleiters Peter Bender

Am Sonntag, 1. Dezember 2002 (1. Advent) fand um 17.00 Uhr in der vollbesetzten Ginsheimer Kirche am Damm das Adventsliedersingen des Evangelischen Kirchenchors Ginsheim statt. Mitwirkende waren Brigitta Schlechta, Sopran, Dorothea Herrmann und Andrea Baumeister, Klarinette, Ingo Stoffel, Oboe und Dr. Jürgen Rodeland, Orgel sowie der Ev. Kirchenchor unter Leitung von Peter Bender und der Kammerchor des Ev. Kirchenchors, dieses Mal unter Leitung von Armin Rauch. Die Teilung der Chorleitung hatte auch symbolischen Charakter, da Peter Bender in diesem Gottesdienst offiziell aus seinem Amt als Chorleiter des Ev. Kirchenchors Ginsheim, das er 42 Jahre lang inne hatte und noch bis zum Jahresende ausüben wird, verabschiedet wurde.

Im Gottesdienst mit dem Titel "Nun jauchzet all ihr Frommen" erklangen alte und neue Adventslieder und -Kantaten von Osiander, Raselius, Joh. Seb. Bach, Hammerschmidt, Vivaldi, Arnold Mendelsohn, Brahms, Kodály, Peter Bender, Petzold u. a. Mit einer kleinen Ansprache, Gebeten und Segenswünschen wurde Peter Bender von Pfarrer Ritz offiziell aus seinem langjährigen Chorleiteramt verabschiedet.

Anschließend folgten viele Gottesdienstbesucher der Einladung der Ev. Kirchengemeinde zu einem Empfang für Peter Bender. Susanne Kühn-Benning, Vorsitzende des Kirchenvorstandes, würdigte Peter Benders Verdienste in der Kirchengemeinde und darüber hinaus. Gertraud Lindemann überbrachte gute Wünsche des Dekanats, und dankte Peter Bender für seine Dienste mit einem Quodlibet, bei dem alle Anwesenden gefordert waren. Bürgermeister von Neumann betonte, Benders Name sei eigentlich untrennbar mit dem Kirchenchor verbunden. Er unterstrich, dass Bender auch sehr viel für die weltliche Gemeinde getan hat: Nicht zuletzt durch das von ihm ins Leben gerufene Volksliedersingen habe er den Chor weit über Ginsheims Grenzen bekannt und damit auch Reklame für die Gemeinde Ginsheim gemacht. Hans-Benno Hauf sprach seitens des Posaunenchors Ginsheim und beleuchtete Peter Benders Wirken und Verdienste aus der Sicht eines Kirchenmusikers. Wolfgang Stoffel dankte im Namen des Kirchenchor seinem Chorleiter herzlich für die unzähligen Stunden der Chorarbeit, des Frohsinns, der Vorbereitung von Konzerten, Musikgottesdiensten etc., dem Schreiben der vielen Chor- und Instrumentalsätze, für seine Geduld, seinen Langmut, seinen Teamgeist und seine fachliche Kompetenz, die er aber niemals unterstrich oder herauskehrte. Stoffel unterstrich, wie es schön war, unter Benders Dirigat zu singen. Das sehe man nicht zuletzt daran, dass alle immer gern und freiwillig kamen. Besonderen Dank gab Stoffel auch an Käthi Bender weiter, die ihren Ehegatten in seiner Chorleitertätigkeit immer unterstützte.

Karin Kirsch vom Amt für Kirchenmusik der Landeskirche Hessen-Nassau betonte, dass Peter Bender Kirchenmusiker mit Leib und Seele sei, habe er doch nicht nur den Ginsheimer Kirchenchor geleitet, sondern auch davor bereits sieben Jahre lang die Leitung des Bauschheimer Kirchenchores inne gehabt und dort elf Jahre lang die Orgel gespielt. Den Dankesworten und guten Wünschen für die Zukunft für Peter Bender und seine Frau schlossen sich weiter an Lothar Nachtmann für die Katholische Kirchengemeinde Ginsheim, Siggi Nachtmann als Vertreter der Bigband 82, Anni Blum für die Ev. Frauenhilfe, und Maria Dauborn.

Peter Bender bedankte sich mit einigen Anektoden aus seinem musikalischen Leben für die Ehrungen und gab sinnbildlich den Taktstock - der zwar existiert, aber von Chorleitern allgemein nicht benützt wird - an seinen Nachfolger, Armin Rauch, weiter. Kirchenchor und Kirchengemeinde werden auch in Zukunft auf Peter Bender nicht ganz verzichten müssen. Sein großes Fachwissen wird er bei Bedarf auch weiter zur Verfügung stellen. Peter Bender will in Zukunft aktiv im Kirchenchor mitsingen, um dem "Männernotstand" ein wenig lindern. Und wenn es einmal sein muss, wird er auch beim Dirigieren aushelfen.

Orgelkonzert mit Andreas Zopf

Im Rahmen der "Ginsheimer Kirchenmusiken" gab Andreas Zopf am Sonntag, den 22.09.2002, in der evangelischen Kirche in Ginsheim ein Orgelkonzert. Der aus Ginsheim stammende Organist, der schon als Schüler in Bauschheim als Kirchenmusiker wirkte, studierte an der staatlichen Hochschule für Kirchenmusik in Köln und legte im Februar 1988 sein A-Examen als Kirchenmusiker, zwei Jahre später das Diplom im Fach Orgel ab. Von 1985 bis 1991 war er an der ev. Friedenskirche in Köln-Ehrenfeld tätig. Seit September 1991 ist Andras Zopf Kantor der ev. Petrus-Kirche Leverkusen. Der Erlös des Konzertes (der Künstler verzichtete auf ein Honorar) ergab rund 330,- Euro für die Finanzierung der im Jahr 2000 neu erbauten Orgel.

Die Mainzer Allgemeine Zeitung schrieb in Ihrer Ausgabe vom 25.09.2002:

Von Bach bis Weinberger
Andreas Zopf zieht an der Oberlinger-Orgel alle Register
hkö. GINSHEIM – Andreas Zopf, Kantor der Petrus-Kirche Leverkusen, gab am Sonntag in der evangelischen Kirche ein Konzert auf der Oberlinger-Orgel. Er erfreute damit das Ginsheimer Publikum bereits zum zweiten Mal mit seiner Kunst.
Armin Rauch begrüßte die zahlreichen Gäste und versicherte, dass mit dem Besuch dieses Konzertes, auf jeden Fall die richtige Wahl getroffen sei. Mit dem Praeludium und Fuga h-moll BWV 544 von Johann Sebastian Bach zum Auftakt, ertönte kraftvoll das große Kirchen-Instrument und schlug die Zuhörer in seinen Bann.

Das folgende Duett B-Dur aus „Charakterstücke“ op. 36, entstammte der Feder des weniger bekannten Richard Bartmuss, der als Sohn eines Organisten zunächst zum Lehrer und dann zum Kirchenmusiker ausgebildet wurde. Der ausgeprägte gesangliche Stil seiner Kompositionen ist der hervorragenden Ausbildung seiner Gesangs-Stimme zuzuschreiben, die nicht ohne Einfluss auf sein Schaffen blieb. Seine Stücke waren um die Jahrhundertwende weit verbreitet.

Der nachfolgende „Orgelzyklus Widmung 1954“ des Leipziger Komponisten Jaromir Weinberger ist drei großen Frauengestalten des Alten Testamentes gewidmet: Miriam, der Schwester des Aaron, die mit der Pauke den Siegeszug der Israeliten durchs Rote Meer anführte; Deborah, der Prophetin und Richterin, und Rahel, der Liebenden, die erst verspätet ihr Glück ergreifen kann. Weinberger wird den drei Frauengestalten in signifikanter Weise gerecht: bei Miriam ist Anmut, aber auch Entschlossenheit und Kraft zu spüren, Deborah lässt aufhorchen, sie hat etwas zu verkünden und mitzuteilen, wie das wiederkehrenden Leitmotiv erkennen lässt. Auch Rahels verhaltene Sehnsucht und Entbehrung teilt sich mit.

Mit Johann Sebastian Bachs mächtiger Choralbearbeitung „Dies sind die Heil'gen zehn Gebot“ aus der „Clavierübung“ Dritter Teil, setzte Andreas Zopf das Programm fort. Die Anmerkungen des Künstlers zu Sigfrid Karg-Elerts „Trois Impressions op. 72“, gewährten dem Zuhörer leichteren Zugang. Karg-Elert, (1879-1933) richtete nach seinem ersten Ausland-Besuch im Jahre 1906 seine Stücke impressionistisch aus. In „Harmonies du soir“ schildert er friedvolle Abendstunden, in „Clair de lune“ sind mit silbernem Mondlicht und schwebenden Wolkengebilden der Zauber der Nacht „nachgezeichnet“. In „La nuit“ hat der Komponist sich selbst, dem emsigen Nachtarbeiter, immer in schier undurchdringlichen Tabakrauch gehüllt, ein „Denkmal gesetzt“.

Mit Johann Sebastian Bachs „Paeludium und Fuga e-moll BWV 548 setzte Andreas Zopf einen gewaltigen Schlusspunkt. Das Konzert war ein wirklicher Genuss und das Publikum, das sich bis dahin mit Beifall hatte zurück halten müssen, belohnte den Künstler mit herzlichem Applaus und vielen „Vorhängen“ und erreichte noch eine Zugabe.

Musizieren wie zu Shakespeares Zeit

Am Sonntag, den 8. September, konzertierten die Sopranistin Yvonne Adelmann - sie studiert in Birmingham Gesang mit Schwerpunkt alte Musik - und der Limburger Lautenist Harald Schönenborn in der Evangelischen Kirche in Ginsheim. Sie stellten in ihrem ersten gemeinsamen Soloprogramm „Lighten heavy heart by spright“ geistliche Lieder der englischen Renaissance vor. Im Mittelpunkt stand der Komponist, Lyriker und Arzt Thomas Campion und sein „The First Book of Songs and Ayre“. Daneben erklangen u.a. Werke von Robert Ballard und John Dowland. Das Konzert in der Reihe der Ginsheimer Kirchenmusiken bot Gelegenheit Musik zu hören, die recht selten zur Aufführung gelangt. Leider nutzte nur eine kleine Zuhörerschar dieses Angebot. Das Publikum bedankte sich mit kräftigem Applaus für die beeindruckende musikalische Leistung der beiden Künstler.

Volksliedersingen 2002

Am Sonntag, den 25. August 2002 fand das diesjährige Volksliedersingen der Ginsheimer Chöre statt. Bei herrlichem Sommerwetter gaben sich der evangelische Kirchenchor, die Chorgemeinschaft S.C.H 1842 sowie der evangelische Posaunenchor ein Stelldichein, um die zahlreiche Zuhörer- (und Mitsänger-)schaft musikalisch zu unterhalten.

Das Volksliedersingen wurde vom Ev. Kirchenchor im Jahre 1970 anlässlich seines damals 50-jährigen Jubiläums ins Leben gerufen. In der Anfangszeit wurden dabei von den teilnehmenden Chören nur "echte Volkslieder" gesungen, bei denen das Publikum mitsingen konnte. In den letzten Jahren wurde aus diesem gemeinsamen Singen mehr oder weniger ein "Vorsingen" der Chöre mit populärer Volksmusik aus aller Welt, Schlagern und auch Liedern aus Operette und Musical. Dieses "Vorsingen" war auch diesmal wieder Bestandteil des Volksliedersingens. Daneben wurde verstärkt auf die häufig geäußerten Wünsche der Zuhörer, wieder vermehrt Lieder zum mitsingen einzubringen, eingegangen. So sang der Ev. Kirchenchor u. a. drei Volksliedvertonungen von Philipp Friedrich Silcher (1789 - 1860) sowie drei weitere Lieder in Sätzen von Hans Lang, Robert Unger und Helmut Barbe, bei denen das Publikum mitsingen konnte und mit Begeisterung einstimmte.
Der Kammerchor des ev. Kirchenchores ließ - für das Publikum zum Zuhören - Thema und Variationen über das Schubert-Lied "Die Forelle" von Franz Schöggl sowie ein russisches Volklied im Satz von Chorleiter Peter Bender erklingen.
Im Anschluss an das Singen unterhielt der evangelische Posaunenchor Ginsheim das Publikum in gewohnt erfrischender Weise mit Musik verschiedenster Couleur.

Wie immer hatten Chorgemeinschaft mit großer Getränkeauswahl und Ev. Kirchenchor mit reichhaltigem Imbissangebot bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Der Reinerlös kommt den Hochwasseropfern an der Elbe zu Gute. Zu diesem Zweck war außerdem eine Spendenbox aufgestellt, deren Inhalt sich mit fast 450 Euro sehen lassen kann.



Fotos: Toni Reichmann

Zeichen der Ökumene

Das Fonleichnamsfest der katholischen Christen stammt bereits aus dem Mittelalter, als die Begegnung mit Christus weniger im Vollzug der Messfeier, als im Schauen des eucharistischen Brotes gesucht wurde. Zum ersten Mal im Jahre 1246 gefeiert, wurde eine Prozession zu diesem Fest erstmalig in Köln bezeugt. In Deutschland wurden Elemente der Bittprozession eingefügt und so kam es zu den vier Altären als Stationen für die Fronleichnams-Prozession.
Auch in Ginsheim wurde das Fronleichnamsfest wieder mit einer Prozession gefeiert. Der erste Altar war im Hof von Ortslandwirt Guthmann errichtet worden. Dort wurden die Prozessionsteilnehmer/innen vom Kammerchor des evangelischen Kirchenchores - und etlichen weiteren Gemeindemitgliedern beider Konfessionen - erwartet. Der Chor trug zur musikalischen Mitgestaltung dieser Gottesdienst-Sequenz in der Szenerie eines lebendigen Bauernhofes bei. Pfarrer Selzer unterstrich bei seiner Kurzansprache die Notwendigkeit des geschwisterlichen Miteinanders aller Christen.

Frühlingsserenade zum Wonnemonat Mai

Einen bunten Strauß von Melodien präsentierte der Evangelische Kirchenchor in seinem Konzert am 26. Mai. 2002. Der schöne Frühjahrsabend hatte recht viele Zuhörer in die ev. Kirche am Damm gelockt, wo die Mitglieder des Chores unter Leitung ihres Dirigenten Peter Bender mit einem vielfältigen, weltlichen Programm aufwarteten. Lieder, vorgetragen von Gesamt- bzw. Kammerchor für bis zu sechs Stimmen oder z. B. ein Lied mit Echo-Chor wechselten ab mit Gedichten, textlich passend zu dem Liedgut, einem Solo-Lied, einer Solo-Kantate und Instrumentalstücken für Spinett und Altblockflöte bzw. Spinett und Oboe. Alle Interpreten, auch die Instrumentalisten, singen auch im Chor mit.
Die Musikstücke waren aus allen Epochen des zweiten Jahrtausends entnommen, vom 12. Jahrhundert bis in unsere Tage. Das älteste Lied stammte von Walther von der Vogelweide, allerdings in einer Vertonung von Chorleiter Peter Bender. Ebenfalls von ihm sind ein Satz des Liedes "Die beste Zeit im Jahr ist Mai'n" und der Chorsatz zu dem bekannten russischen Lied "Darogoj dlinoju" von B. Formin.
Vielfältig war das Konzert also nicht nur in Bezug auf die Art des Vortrags - Gesang - Lesungen - Instrumentalmusik - sondern auch durch die gelungene Zusammenstellung alter und neuer Musik, die Werke aus vielen europäischen Ländern von Finnland bis Frankreich aber auch aus Russland und Lateinamerika umfasste. Passend zu der schönen Vollmondnacht endete das Konzert mit dem bekannten Lied "Der Mond ist aufgegangen", bei dem die Zuhörer begeistert mitsangen und einen stimmgewaltigen Schlusschor bildeten. Lang anhaltender Applaus belohnte alle Mitwirkenden für die schöne Serenade.

Zeitreise des Kammerchores zum Nibelungenjahr nach Worms

Am 11. Tage des 5. Mondes im Jahre des Herrn 2002 machte sich die Kumpanei des Kirchspieles zu Gimmensheim, das später den Namen Ginsheim erhielt, in ihrem besten Gewande auf die Reise dem Rhine aufwärts folgend in die Stadt Wormez, um dort dem Volke mit ihrem Gesange Kurzweil zu bieten. In Wormez geleitete Bogner Tom von NibelungThorp zusammen mit dem edlen und mutigen Knappen Nivek die Musici durch die Gassen und bot ihnen seinen Schutz. Auf verschieden Plätzen der Stadt konnten die edlen Herrschaften - gleichermaßen wie manch tumbes Gesindel - sich an den vielen gar lustigen Liedlein über die Minne, die Musica und andre schöne Dinge erfreuen. Bogner Tom, der vortrefflich mit dem Feuer umzugehen vermag, spie mit dem Munde Feuerwolken, so hoch wie die Türme des Domes, in den Himmel. Gar manches Mal kam es zwischen der singend Kumpanei und dem Recken zum Streit, wem die Huldigung des Volkes gebühre. Derweil dieser Streit nur mit den Mäulern ausgefochten wurde, trugen Bogner Tom und der Knappe manchen Streit im Kampfe aus. Sie ließen die Schwerter kreuzen und den Kampfstab schwingen und am Ende fand sich Bogner Tom vom Knappen geschlagen auf dem Boden wieder. Nach dem geselligen Treiben in den Gassen und auf den Plätzen brachte die Kumpanei im ehrwürdigen Dom noch einige Lieder zum Lobe Gottes dar.

Singet dem Herrn ein neues Lied

Der Gottesdienst am Sonntag "Kantate", dem 28.04.2002, wurde traditionsgemäß vom evangelischen Kirchenchor musikalisch gestaltet. Eingerahmt wurde der Gottesdienst vom Kammerchor mit einer Vertonung des 98. Psalms "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Hans Friedrich Micheelsen (1902 - 1973). Vom Anfangswort dieses Psalms (lateinisch "Cantate") hat der Sonntag seinen Namen. Pfarrer Herbert Olbrich legte diesen Psalm auch seiner von zwei Chorälen unterbrochenen Predigt zugrunde. Vom Gesamtchor erklangen - z.T. im Wechsel mit der Gemeinde - "Lobt Gott getrost mit singen" in Sätzen von Adam Gumpelzhaimer (1559 - 1625) und Karl Marx (1897 - 1985), "Die beste Zeit im Jahr ist mein", "Ich singe dir mit Herz und Mund" von Johann Crüger (1598 - 1662) und "Singe, meine Seele singe" im Satz von Paul Ernst Ruppel (geb. 1913). Der Kammerchor sang noch eine Vertonung des 92. Psalms "Es ist ein köstlich Ding" von Johann Staden (1581 - 1634).

Konzert des Ensembles "Florilegium" aus Regensburg 

Einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen servierte das Ensemble „Florilegium“ aus Regensburg den Zuhörern am 10. März 2002 in der ev. Kirche Ginsheim. Beate Knobloch, Blockflöte, Verena Kronseder, Viola da Gamba und Blockflöte und Günther Kronseder, Spinett und Orgel, beherrschen ihre Instrumente meisterhaft und erzeugten eine ungeahnte Klangfülle. Dabei stellten sie jeweils mehrere Vertreter ihrer Instrumentenfamilie vor: So waren außer der „normalen“ C-Flöte auch Alt-, Tenor- und Bassblockflöte in zum Teil ganz besonderer Bauweise zu hören sowie eine Sopran- und eine Bassgambe, ebenfalls beide in einer besonderen Ausführung.
Das Repertoire der drei Künstler umfasste bei dem Konzert die Klangwelt des italienischen Frühbarock sowie zwei Werke der japanischen/koreanischen Moderne (von Isang Yun und Ryohei Hirose). Beides passt überraschend gut zusammen; in einem dieser Werke fanden sich Anklänge an einen gregorianischen Choral.

Der Schwerpunkt des Abends lag in der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts, einer zu dieser Zeit sehr modernen, expressiven Musik, die stark emotional geprägt ist. Abrupte Stimmungswechsel lösen in schneller Folge einander ab: Getragene, fast wehmütig anmutenden Passagen gehen spontan in schnelle, frohe Tanzrhythmen über. Auf dem Programm standen Werke von Montalbano, Uccellini, Castello, Vitali und Stradella, fast ausschließlich in der Besetzung Flöte, Viola da Gamba und Spinett. Eine Ausnahme bildete ein Werk Frescobaldis: Günther Kronseder musizierte auf der neuen Ginsheimer Orgel die Toccata Quinta.
Armin Rauch bedankte sich bei dem exzellenten Trio im Namen der Kirchengemeinde und überreichte als Erinnerung an das Ginsheimer Konzert Orgelpfeifen der alten Ginsheimer Orgel. Doch der lange nicht enden wollende Beifall der Zuhörer war sicher der schönste Lohn für die Musiker, deren grandioses Spiel man eigentlich mit Worten nicht beschreiben kann – man musste es einfach gehört haben.

Jahresversammlung der Chores

Am Mittwoch, den 06.02.2002 fand die diesjährige Jahresversammlung des Kirchenchores statt. Nach einem kurzen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und einem Ausblick auf das Programm des Jahres 2002 stand die Euro-bedingte Änderung des Chorbeitrages auf der Tagesordnung. Es bedurfte keiner langen Diskussion, diesen zukünftig auf Euro 5,- im Jahr (statt bisher DM 10,-) festzusetzen. Anschließend wurde einigen Chormitgliedern für ihre langjähriger Treue zum Chor gedankt: Katharina Ittner für 70jährige und Johanna Goldner für 40jährige Mitgliedschaft. Beide ehemaligen Sängerinnen konnten leider ihre Urkunde nicht persönlich entgegennehmen. Für 25jährige Chorzugehörigkeit - zunächst im ehemaligen Kindersingkreis, später im Kirchenchor und Kammerchor - wurde Bettina Stoffel geehrt. Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" kam der jährliche Chorausflug zur Sprache, der auch in diesem Jahr voraussichtlich wieder am 3. Oktober stattfinden soll. Der "offizielle" Teil der Jahresversammlung endete mit einem Dank von Pfarrer Wilfried Ritz an den Chor und dessen Leiter. Besonderer Dank wurde Helga Schmidt und Ingo Stoffel zuteil, die über ihr Mitwirken im Chor hinaus auch im letzten Jahr viel Kraft und Arbeit in die Organisation und Durchführung des Basar-Nachmittages der Kirchengemeinde investiert haben. Ein fröhliches Lied aus dem 17. Jahrhundert leitete dann zur Fastnachtspaty über.

Fastnacht beim Kirchenchor

In der Fastnachstzeit macht die Narretei auch vor dem Kirchenchor nicht Halt. So wurde auch in diesem Jahr wieder zünftig gefeiert.

Nach einer kleinen Schunkelrunde "zum Aufwärmen"stürmte zur Überraschung des Chores der historische Tanzkreis Ginsheim, zusammen mit Mitgliedern des Tanzkreises "Terpsichore" aus Bad Kreuznach und Bad Münster den Saal. In phantasievolle Kostüme gehüllt präsentierten sie einen närrischen Reigen, in den bei der Zugabe auch das Publikum einbezogen wurde.

Es folgte ein musikalisches Protokoll der Bänkelsängerinnen Helga Schmidt und Erna Rauch. Pointiert ließen die beiden das Chorleben im letzten Jahr Revue passieren. Nach "Lollipop" und "Mister Sandman", vorgetragen von einigen Mitgliedern des Kammerchores, gelang es Frank Rieckenberg und Rosemarie Schaub alias Herr Müller und Frau Meyer mit ihrem Geplauder über das Leben und Werk Schillers das Zwechfell erschüttern zu lassen. Anschließend stieg Dirigent Peter Bender als Kurgast in die Bütt. In Rap-Manier beklagte er den Stress eines "Kurtages", verursacht durch die ständige Notwendigkeit sich umzuziehen. Nach drei närrischen Liedern des Quartetts "Taktlos" (Andrea und Andreas Klopp sowie Armin und Antje Rauch) sangen und spielten die Mitglieder des Kammerchores "Maskenball bei Scotland Yard".

 

Die kleine Geschichte über einen mißglückten Banküberfall wurde gekonnt in Szene gesetzt.

Als "Ginsheimer Sängerknabe" stieg Armin Rauch auf die närrische Bühne. Gespickt waren seine gereimten Verse mit dem Lied "Alle meine Entchen", das in allen möglichen Variationen - vom gregorianischen Choral über Händel, Schubert, Beatles, Hofsänger und anderen bis zum Rap - dargeboten wurde. Anschließend betrat spontan Heinz Schmitt die Bütt, um mit einem aus dem Stegreif gehaltenen Vortrag die Stimmung weiter am Kochen zu halten. Ebenso verdiente sich Heinrich Kuhl mit seinen spontanen "Heiteren Erzählungen" den Dank des närrischen Publikums. Zu bereits vorgerückter Stunde bildete "Kerweborsch" Rudolf Guthmann mit einem herrlichen Streifzug durch die Ginsheimer Geschichte den Schlusspunkt einer gelungenen "escht Ginsemer Fassenachtsfeier".

Alle Akteure erhielten den von Helga Schmidt kreierten, selbstgebastelten Hausorden, der dem Zwei-Euro-Stück nachempfunden ist. Auf der Rückseite ist das diesjährige Motto festgehalten: Was dem Euro soll gelinge, tut die Musik schon lang vollbringe 'World wide' die Note man versteht, drum ist schlau wer singe geht. Un wer zum Kirchechor sich g'sellt 'reist' singend durch die ganze Welt."

"In dulci jubilo"
Weihnachtskonzert des Kirchenchores

Am 4. Advent 2001 hatte der Evangelische Kirchenchor Ginsheim zu einem Konzert "In dulci jubilo" - Weihnachtsmusik aus fünf Jahrhunderten eingeladen. Neben zwei Instrumentalstücken von Tartini und Fauré für Klarinette und Orgel erklangen die Kantaten "Fröhlich soll mein Herze springen" von Friedrich Zipp, "Willkommen süßer Bräutigam" von Vincent Lübeck und "Ihr lieben Hirten fürchtet euch nicht" von Andreas Hammerschmidt, das Weihnachtskonzert für zweistimmigen Frauenchor und Instrumente "Ich verkündige euch große Freude" von Johann Vierdanck sowie Werke von Cornelius Freundt (Wie schön singt uns der Engel Schar), Johann Seb. Bach (Choral "Vom Himmel hoch" aus dem Weihnachtsoratorium), Michael Praetorius (Psallite), Peter Cornelius (Die Könige) und Georg Friedrich Händel (Tochter Zion). Es musizierten: Andrea Klopp (Sopran), die ganz kurzfristig für die erkrankte Sopranistin Brigitta Schlechta eingesprungen ist, Dorothea Herrmann (Klarinette), Thomas und Christine Winkler (Violine), Markus Meyer-Benz (Violoncello), Ingo Stoffel (Oboe), Jürgen Rodeland (Orgel) sowie Gesamtchor und Kammerchor des evangelischen Kirchenchores Ginsheim. Die Leitung hatte Peter Bender.

In der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 27.12.2001 war über das Konzert zu lesen:

Musikalische Seelenmassage
In Ginsheim hatten Chor und Kammerchor der evangelischen Gemeinde zusammen mit Instrumentalisten zu einem Weihnachtskonzert eingeladen, das ein Labsal für die Ohren und Gefühle war.

mal. GINSHEIM - "Das Magische an der Musik ist, dass sie heilt, Freude bringt und uns trösten kann", sagte einmal der amerikanische Violinist und Dirigent Yehudi Menuhin. Vielleicht war es gerade diese Gabe, die am Wochenende so viele Menschen zum traditionellen Weihnachtskonzert in die evangelische Kirche lockte.

Der Andrang war um ein Vielfaches größer als in den vergangenen Jahren, schnell waren alle Sitzbänke belegt, so dass Zusatzstühle aufgebaut werden mussten. Fast schien es so, als ob es nach den Monaten des Schreckens und der Trauer besonders viele Menschen zu Beginn des Weihnachtsfestes nach Friede und Harmonie dürstete. Und dieses innige Bedürfnis sollte befriedigt werden. Das Weihnachtskonzert wurde zum Inbegriff von andächtiger und friedvoller Seelenmassage.

Melodien voller Liebe und Hingabe, gepaart mit engelsgleichem Gesang und dem zärtlichen Spiel exzellenter Instrumentalisten beflügelten die Träume von einer besinnlichen Weihnacht im Kreise der Familie - genau die richtige Einstimmung für die kommenden Festtage. Musikalisch führte die Konzertreise durch fünf Jahrhunderte sakral-klassischer Kompositionen und schien dabei immer wieder ein und dieselbe Botschaft übermitteln zu wollen: Feiert voller Freude! Den Anfang machte ein moderneres Werk von Friedrich Zipp mit dem Titel "Fröhlich soll mein Herz springen". Und der Titel war Programm: Voller Enthusiasmus schienen die Töne durch die Luft zu schweben, getragen von den kraftvollen Stimmen des Chors.

Erster instrumentalistischer Höhepunkt dann das "Concertino" für Orgel und Klarinette aus der Feder von Giuseppe Tartini, Das zarte Spiel der beiden Instrumente wirkte fast wie der Tanz eines frisch verliebten Pärchens, zu Beginn noch ein wenig zurückhaltend, bedächtig, gen Ende dann voll übermütiger, fast kindlicher Verspieltheit. Bei "Willkommen süßer Bräutigam" von Vincent Lübeck hatte dann Sopran-Solistin Andrea Klopp ihren ersten großen Auftritt. Die etatmäßige Vokalistin, Brigitta Schlechta, hatte kurzfristig wegen Krankheit absagen müssen und so wurde Andrea Klopp aus dem Chor quasi ins kalte Wasser geworfen. Doch die Hobbysolistin machte ihre Aufgabe gut und entpuppte sich mit fortschreitendem Nachmittag als würdige Vertreterin der renommierten Brigitta Schlechta.

Der Chor durfte seinerseits erstmals bei Cornelius Freundts "Wie schön singt uns der Engel Schar" in voller Pracht glänzen. Die reine "a cappella"-Komposition ohne Instrumentalbegleitung war für den eingespielten Kirchenchor natürlich kein Problem, der auch dieses mal in bewährter Manier fast schlafwandlerisch sicher und überzeugend agierte. Nach Kompositionen von Johann Vierdank und Andreas Hammerschmidt widmeten sich Sänger und Ensemble bekannten Tönen: Mit "Vom Himmel hoch" wurde eines der wohl bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslieder angestimmt, vorgetragen in einer Variation von Johann Sebastian Bach. Und die Handschrift des Meisters der Orgelmusik und Kirchenkantaten war nicht zu überhören. Groß angelegte Eingangshalle mit polyphoner Verquickung von Chor und Instrumentalpartien gaben dem Stück ein unverwechselbares Gepräge. Und auch die Gemeinde durfte bei der bekannten Melodie mit einstimmen.

Anschließend brillierten Instrumentalisten und Chor noch einmal im Alleingang. Zunächst Orgel und Klarinette bei "Aprés un rêve" von Gabriel Fauré, gefolgt von den Vokalisten, die mit Michael Praetorius' "Psalite" einen wahrhaftigen Engelsgesang intonierten. "In dulci jubilo", komponiert von Dietrich Buxtehude, und Peter Cornelius' "Könige" ebneten schließlich den Weg zum Grande Finale des Konzerts, das mit dem unvergesslichen "Tochter Zion, freue Dich" aus der Feder von Georg Friedrich Händel seinen krönenden Abschluss fand. Musik als perfekter Willkommensgruß für das Fest der Liebe.

Kirchenchor beteiligte sich am Basar-Nachmittag

Das große Zusammenspiel der Gemeindegruppen der Ginsheimer evangelischen Kirche hat wieder stattgefunden. Am 18. November waren von 14:00 bis 17:30 Uhr die Verkaufsstände vieler Gruppen offen, zahlreiche Besucher füllten den Saal und die Kassen der Stände und an den gedeckten Tischen ließ man sich gemütlich zu Kaffee und Kuchen nieder. 60 Kuchen wurden an diesem Nachmittag verzehrt und ca. 350 Tassen Kaffee getrunken! Viele ließen sich diese Gelegenheit, an den Ständen zu bummeln, Nützliches oder Nettes zu kaufen und einen schönen Plaudernachmittag zu genießen nicht entgehen.

Die Gruppen waren durchweg zufrieden mit dem Ergebnis, teilweise verbuchten sie sogar höhere Einnahmen als im Vorjahr. Der Erlös aus Kaffee und Kuchen konnte in diesem Jahr um rund 400 DM gesteigert werden: über 2200 DM sind eingegangen und fließen in die Finanzierung der neuen Orgel mit ein.

Aber auch abgesehen von dem finanziellen Nutzen hat der Basar eine wichtige integrative Rolle: Unsere Gemeinde hat eine große Zahl starker Gruppen, die alle zu recht sehr verschieden sind: Frauenhilfe, Pfadfinder, Kirchenchor, Bastelkreis, Kindergottesdienstkreis, Basis eV, Nachbarschaftshilfe, Aktion 365,... ...: Alle vereinigen auf sich unterschiedliche Menschen unserer Gemeinde.
Nur wenige Ereignisse aber gibt es im Jahr, die unseren Zusammenhang deutlich werden lassen: Wir gehören alle zu einer Gemeinde und sind auch in der Lage, einen gemeinsamen schönen Nachmittag zu verbringen, zu dem sich alle Beteiligten einbringen: durch Kreativität für die Verkaufsstände, Kuchenbacken, Kaffeekochen, Verkaufen, Servieren, Geschirrspülen, Auf- und Abbau der Saaleinrichtung und nicht zuletzt auch einfach durch das Kommen und Dabeisein!

Bach zum Träumen 

In der Reihe der "Ginsheimer Kirchenmusiken" wurden am 22. September 2001 wieder musikalische Kostbarkeiten geboten: Reinhard Zalewski spielte auf der Gitarre selten gehörte Lautenwerke von Johann Sebastian Bach, Monika Zalewski wartete mit einer freien Improvisation über B-A-C-H für Fagott solo auf.

Monika Zalewski studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen Fagott und Klavier. Nach Abschluss des Studiums spielte sie in verschiedenen Orchester- und Kammermusikvereinigungen und wirkte bei zahlreichen Aufführungen sowie Rundfunk- und CD-Produktionen mit. Neben einer Lehrtätigkeit tritt sie fast ausschließlich solistisch mit Werken aus der gesamten Fagott-Literatur auf. Bei ihrer Improvisation bezog die Künstlerin den Kirchenraum mit ein, indem sie im Vorraum der Kirche begann und so das musikalische Thema in den Raum hineinschweben ließ. Teils melancholisch, teils fröhlich und bestimmend nahmen die warmen Töne des Fagotts den Raum schließlich ganz in ihren Besitz. Die Fagottistin verstand es, auf beeindruckende Weise die Klangvielfalt ihres Instrumentes wirken zu lassen.

Lautenmusik führt in der Kulturszene bedauerlicherweise ein Schattendasein. Umso erfreulicher ist es, dass sich Reinhard Zalewski dieser Musik angenommen hat. Er präsentierte Bachs Lautenkompositionen und -transkriptionen impulsiv, unkompliziert und klar. Bei ihm sind Ratio und Emotion eins. Der Künstler scheint technisch wie auch musikalisch keine Grenzen zu kennen. Sein Sinn für Struktur und Dynamik und seine Ausdruckskraft verdeutlichten den Zuhörern verborgene Details und mit seiner Empfindungsfähigkeit offenbarte er die Tiefe der Kompositionen Bachs.

Reinhard Zalewski begann nach seinem Studium in Berlin, Düsseldorf und Köln eine Lehrtätigkeit, die sich durch eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland ergänzt. Wiederkehrende Einladungen in bedeutende Kirchen (Aachener Dom, Berliner Dom, Ulmer Münster, Limburger Dom, Altenburger Dom u.a.) und zu renommierten Musikfesten wie den Bachwochen in Greifswald, Ulm, Heidelberg, den Schweriner Kammermusiktagen, dem Quedlinburger Musiksommer sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen (WDR, ZDF) bezeugen das große Interesse an diesem Gitarristen.

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