Ginsheimer Kantorei |
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Chorprojekte zum Mitsingen!
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Für den Inhalt der CD
bitte anklicken! Der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei gab am 19.09.2009 in der Evangelischen Mauritius-Kirche Essenheim ein Gastkonzert mit heiteren und besinnlichen a-cappella-Werken von der Renaissance bis zur Romantik: Lieder zum Lob Gottes und der Musik, über Liebe, Abschied und Sehnsucht, aber auch Tanz- und Trinklieder. Die vorliegende Aufnahme beinhaltet einen Mitschnitt dieses Konzerts. 1 CD 12;- €, ab 3 CD's je 10,- € (Bestellung hier) Hörproben: Cantate Domino canticum novum - Ludovici Viadana Exultate iusti in Domino - Ludovici Viadana Sing we and chant it - Thomas Morley Tourdion - Pierre Attaingnant Komm zurück! Herzallerliebste mein - John Dowland Gott bhüte dich -Leonhard Lechner All mein Gedanken die ich hab - Joh. Brahms Ich fahr dahin - Joh. Brahms Nun ruhen alle Wälder - Joh. Seb. Bach Bleib bei uns wenn der Tag entweicht - J. S. Bach Hinunter ist der Sonnen Schein - Melchior Vulpius |
Offenes Singen
Nach
fünfjähriger Pause war es endlich wieder soweit: Zum
Ferienende am 15. August 2010 lud die Ginsheimer Kantorei
erneut zu einem offenen Singen ein. In einer kurzweiligen
Stunde konnte man dem Grau des verregneten Sonntags entfliehen
und in lockerer und fröhlicher Atmosphäre nach
Herzenslust singen und dabei die Seele baumeln lassen. Was
zählte, war nicht die Leistung, sondern die Freude am
gemeinsamen Gesang. Auf dem Programm standen insbesondere viele
witzige Kanons, die auch ohne jegliche
"Gesangs-Erfahrung" leicht mitzusingen waren und in
wohlklingenden Harmonien mündeten: Vom Froschkonzert im See, über
einen Zungenbrecher zum Thema "Bahnfahrt im
Liegewagen", den Zug einer Karawane in der Wüste bis hin
zum Gespenstertreiben im gruseligen "Finster Finster".
Am Ende waren sich alle einig, dass bis zum nächsten offenen
Singen nicht wieder fünf Jahre vergehen dürfen.
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Volksliedersingen im Jubiläumsjahr 2010
"Sonnenschein
ist unsre Wonne, wie er lacht am hellen Tag! Doch es geht auch
ohne Sonne, wenn sie mal nicht scheinen mag…" sang die
Ginsheimer Kantorei im Schlusslied des Volksliedersingens am
20.Juni 2010, ganz, als hätte man bereits bei der Planung
gewusst, das die "Schafskälte" das Wetter beim
Volksliedersingen bestimmen würde. Trotz relativ niedriger
Temperaturen mit nur wenigen Sonnenstrahlen konnte Verena
Scholian, Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Ginsheimer
evangelischen Kirchengemeinde viele Zuhörer auf dem Platz vor
dem Gemeindehaus am Damm begrüßen. Getreu dem Motto, dass
Sprache nicht so viel auszudrücken vermag als Musik übergab
sie sogleich an den Kinderchor "Happy Young Voices"
unter Leitung von Christiane Maier, der den bunten
Melodienstrauß eröffnete. Bereits beim ersten Lied "Pomp
& Circumstance" durften die Zuhörer mitsingen.
Spätestens beim nächsten Beitrag "Geh aus mein Herz"
war ein stimmgewaltiger Besucherchor zu hören, gab es doch für
alle ein Liedblatt, auf dem die Texte der Lieder abgedruckt
waren. Nach weiteren Liedbeiträgen des Kinderchores,
unterstützt durch Instrumente und Eltern begeisterte der
gemischte Chor der Chorgemeinschaft S.C.H.1842 unter Leitung von
Silvia Tollkien-Seibold das Publikum mit einer bunten Palette
von Volksliedern zum Mitsingen wie u. a. "Das Wandern ist
des Müllers Lust" oder "Kein schöner Land" und
sehr passend zur Jahreszeit "Und wieder blühet die
Linde". Den Abschluss des Singens bestritt die Ginsheimer
Kantorei. Das Volksliedersingen, initiiert vom damaligen
Chorleiter Peter Bender zum 50-jährigen Jubiläum der
Ginsheimer Kantorei, gehörte in seinem 40. Jahr
selbstverständlich zu den Veranstaltungen zum 90-jährigen
Chorjubiläum der Ginsheimer Kantorei. Diese sang - gemeinsam
mit dem Publikum - Lieder mit einem gewissen Bezug zur See wie
"Ick heff mol en Hamborger Veermaster sehn", "My
Bonnie is over the ocean" oder "Winde wehn, Schiffe
gehn". Zwischen den einzelnen Strophen des
"Lummerland-Liedes" stellte Chorleiter Armin Rauch
Fragen zu den Figuren aus "Jim Knopf und Lukas der
Lokomotivführer". Die drei schnellsten Rater durften sich
über eine CD des Kammerchors der Ginsheimer Kantorei freuen,
die man auch käuflich erwerben konnte. Im Anschluss an des
Singen der Chöre wartete der Ginsheimer Evangelische
Posaunenchor unter Leitung von Michaela Heimann mit zünftiger
und schwungvoller Blasmusik auf, zu der das Publikum begeistert
mitsang und -klatschte.
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Gelebte Ökumene
Inzwischen
ist es zu einer guten Tradition geworden, dass die Ginsheimer
Kantorei einen musikalischen Beitrag zur Fronleichnamsprozession
der katholischen Schwestergemeinde St. Marien Ginsheim leistet.
Wie in vielen Jahren zuvor, erwartete der Chor bei dem bei der
Landwirtfamilie Guthmann aufgebauten Altar den Prozessionszug.
Die dort zelebrierte Gottesdienst-Sequenz umrahmte die Kantorei
mit einer Vertonung des "Tantum ergo" von Anton
Bruckner und dem Spiritual "My Lord, what a Morning"
in einem Satz von Traugott Fünfgeld.
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Ginsheimer Kantorei feiert 90-jähriges Chorjubiläum
Mit einem
beeindruckenden und ergreifenden Gottesdienst feierte die
Ginsheimer Kantorei am Sonntag, 30. Mai 2010, ihre 90-jährige
Chorgeschichte. Auf den Tag genau vor 90 Jahren - also am 30.
Mai 1920 (ebenfalls ein Sonntag) - trat der damalige
"Evangelische Kirchengesangverein Ginheim zum ersten Mal
öffentlich in einem Gottesdienst auf. Der Tag ist in den
Annalen auch als der Gründungstag des Chores vermerkt.
"Durch Pflege des Gesangs ist dem kirchlichen Gemeindeleben
in Gottesdiensten und bei eigenen Veranstaltungen zu
dienen" - so steht es in der damaligen Satzung. Ein
Auftrag, der im Prinzip auch heute noch gilt, wobei der Chor
immer schon auch der weltlichen Musik verpflichtet war. 1933
musste der Chor den Namen "Evangelischer Kirchenchor"
annehmen, im Hinblick auf die langjährige erfolgreiche
Chorarbeit erhielt er im Januar 2004 den Namen "Ginsheimer
Kantorei". Neben dem
Bundesminister a.D. und Mitglied des Deutschen Bundestages Dr.
Franz Josef Jung, dem Mitglied des Hessischen Landtages
Patrick Burghardt, Ginsheims Bürgermeister Richard von
Neumann und Dekan Kurt Hohmann erwiesen viele Vertreter
aus Politik, Kirche und Vereinen der Ginsheimer Kantorei im
Festgottesdienst und beim anschließenden Festempfang ihre
Referenz. In Ihren Grußworten würdigten sie die erfolgreiche
Arbeit des "jung gebliebenen" Chores, verbunden mit
dem Wunsch, dass sich die Kantorei in zehn Jahren zum 100.
Geburtstag genauso jung und frisch präsentieren möge.
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Fotos: Verena Scholian |
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Konzert zum Sonntag Kantate: "Von Gregorianik bis Gospel"
Im Rahmen
der Ginsheimer Kirchenmusiken lud die Ginsheimer Kantorei am
Sonntag Kantate (2. Mai 2010) zu einem Chorkonzert ein.
Unter dem Titel "Von Gregorianik bis Gospel"
präsentierten Kantorei und Projektchor in der voll besetzten
Kirche einen musikalischen Streifzug durch verschiedene Epochen
und christliche Traditionen. Nach dem Einzug der Sängerinnen
und Sänger zu einem Loblied des Xhosa-Volkes erklangen
Chorsätze vom 15. bis ins 20. Jahrhundert. Bei dem Weg durch
die Kirchenmusikgeschichte wurde nicht chronologisch vorgegangen,
vielmehr orientierte sich die Programmfolge am Ablauf eines
Gottesdienstes bzw. einer Messfeier: Beginnend mit einem
Morgenlied, bei dem die einzelnen Strophen in Sätzen
verschiedener Komponisten aus unterschiedlichen Epochen gesungen
wurde, folgten Psalmvertonung und Lobgesang, das Luther-Lied
"Erhalt uns Herr bei deinem Wort" (symbolisch für die
Predigt, also die Verkündigung von Gottes Wort - ebenfalls in
Sätzen verschiedener Komponisten) und mehrere Vertonungen des
"Vater unser" und "Tantum ergo". Besondere
Bedeutung wurde dem Luther-Lied "Verleih uns Frieden
gnädiglich", das bis heute Bestandteil vieler
Evangelischer Gottesdienste ist, beigemessen. Das Lied, das eine
zentrale und eindringliche Bitte des christlichen Glaubens in
Worte fasst, erklang in sieben Versionen - von der
gregorianischen Antiphon über eine fünfstimmige Motette von
Heinrich Schütz bis zu Sätzen von Felix Mendelssohn Bartholdy
und Hugo Distler. Zum Abschluss der "Zeitreise" sang
der Chor drei Gospels bzw. Spirituals in Sätzen von Traugott
Fünfgeld aus den Jahren 2007 und 2008. Das Konzert bildete den
Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen und besonderer
Gottesdienste zum Jubiläumsjahr 2010, in dem die Kantorei ihre
90-jährige Chorgeschichte feiern darf. Der Chor stellte
eindrucksvoll seine große musikalische Bandbreite unter Beweis.
Das Publikum dankte mit "standing ovations". |
"Bach - Buxtehude - Händel"
Konzert zum 4. Advent mit barocken Vokalwerken und Instrumentalmusik
Am frühen
Abend des vierten Advent (20. Dezember 2009) lud die Ginsheimer
Kantorei ein zu einem vokalen wie instrumentalen Reigen barocker
Meister. Zu Gehör gebracht wurden die Kantate "Nun komm
der Heiden Heiland" (BWV 61) von Johann Sebastian Bach, das
5-stimmige "Magnificat anima mea“ von Dietrich Buxtehude,
sowie zwei Chorsätze aus Georg Friedrich Händels Messias:
"O du, die Wonne verkündet in Zion" und "Öffnet
das Tor". Die instrumentale Umrahmung bildeten das
"Concerto grosso per il Santissimo Natale" op. 3 No.
12 von Francesco Manfredini, dargebracht von einem
fünfköpfigen Streicherensemble (Monika Schulz und Hristo
Maritchkov - Violine, In Young Cheon und Benjamin Weise - Viola, Günter
Schulz - Violoncello) und Jürgen Rodeland an der Orgel sowie
das Orgelwerk „Passacaglia d-Moll“, ebenfalls von Buxtehude.
Die Solopartien der Bach Kantate übernahmen der Bariton Jens
Pokora und die Sopranistin Antje Rauch. Das Konzert bildete den
gelungenen Abschluss eines weiteren Chorprojektes, ein
mittlerweile schon Tradition gewordenes Mittel, Sängerinnen und
Sänger temporär für die gemeinsame Chorarbeit zu gewinnen und
den Stammchor auf Konzertstärke zu bringen. Ohne die
Unterstützung der Projektteilnehmer/innen - viele von ihnen
konnte der Chor bereits zum wiederholten Mal in seinen Reihen
willkommen heißen - wäre ein guter Teil der Chorwerke nicht
aufführbar. Mit noch mehr Klangvolumen stimmten zum Abschluss
des Konzertes Chor und die Konzertbesucher/innen gemeinsam die
Lieder "Macht hoch die Tür" und "Tochter Zion,
freue dich" an.
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Aachener Kammerchor zu Gast in Ginsheim
Am 4.
Oktober 2009 waren der Aachener
Kammerchor unter Leitung von Martin te Laak sowie der
Cellist Walter Mengler zu Gast in Ginsheim. Im Rahmen des
"Musikfestivals Kirchenklänge im Kreis Groß-Gerau"
sowie der "Ginsheimer Kirchenmusiken 2009"
präsentiert das renommierte Gesangsensemble unter dem Titel
"Canticum Canticorum" u.a. verschiedene
Vertonungen aus dem Hohen Lied der Liebe. Auf dem Programm standen
Werke von Melchior Franck (1580 - 1639), Daniel Lesur (1908 -
2002), Jürg Baur (*1918), Maurice Duruflé (1902-1986),
Benjamin Laur (1984), Gilad Hochman (*1982), Georg Schumann
(1866-1952) und des estnischen Komponisten Cyrillus Kreek
(1889-1962). Einen Einer der Höhepunkte des Konzerts war
"Et She Ahava Nafshi" des jungen israelischen
Komponisten Gilad Hochman: ein Dialog für Chor und Violoncello.
Das Werk entstand 2008/2009 als Auftragskomposition der ersten
Aachener Chorbiennale, es wurde vom Aachener
Kammerchor im Juni 2009 uraufgeführt. |
Foto: Aachener Kammerchor |
Serenade des Kammerchors der Ginsheimer Kantorei
Auf
Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Essenheim gab der Kammerchor der
Ginsheimer Kantorei dort am 19. September 2009 ein Gastkonzert. Der Kammerchor
unter der Leitung von Armin Rauch präsentierte auf hohem musikalischen Niveau
heitere und besinnliche a-cappella-Werke: Lieder und Chorsätze zum Lob Gottes
und der Musik, von Liebe, Abschied, Sehnsucht aber auch allerlei Tanz- und
Trinklieder. Der musikalische Bogen spannte sich dabei vom 16. bis zum 20.
Jahrhundert. Es erklangen Chorsätze u.a. von Viadana, Orlando di Lasso, Schein,
Dowland, Donati, Morley, Brahms, Wolters und Rheinberger. Das Ginsheimer
Gesangsensemble zeichnete sich durch Intonationssicherheit und eine feinfühlige
Interpretation - sei es in der dynamischen Abstufung oder in der Textausdeutung
- aus. Zwischen den Chorstücken wurden von den Sängerinnen und Sängern einige
Gedichte rezitiert. Die leider nur recht kleine Zuhörerschar bedankte sich mit
anhaltendem Beifall für die beeidruckende Leistung des Chores.
Das Konzert wurde am 13. November.2009 in der
Katholischen Herz-Jesu-Kirche in Gustavsburg mit großem Erfolg wiederholt. Der
Kammerchor setzte damit auch ein Zeichen eines freundschaftlichen Miteinanders
der Kirchengemeinden in der Mainspitze: Der Erlös des Benefizkonzerts kommt der
Kongo-Hilfe von Kaplan Abbé Corneille Makaba Mbadu und dem Neubau des
katholischen Gemeindezentrums Gustavsburg zugute.
Ein Live-Mitschnitt des Essenheimer Konzerts steht als CD zur
Verfügung!
Lieder, Legenden und Geschichten aus Irland mit Hilary O'Neill
Am 10.
September 2009 gastierte Hilary O'Neill
im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken zum dritten Mal in der
Evangelischen Kirche Ginsheim. Mit Harfe, Liedern und
Geschichten entführte die Künstlerin ihr Publikum wieder zu
einer außergewöhnlichen musikalischen Reise in das Land der
Feen, Kobolde, Zwerge, Riesen und jahrhundtalter Legenden - mal
fröhlich, mal melancholisch. Ihre Lieder sprachen von neuer und
vergangener Liebe, vom Verlassen der geliebten Heimat und dem
Wunsch, eines Tages dorthin zurückzukehren. Hilary's glasklarer
und ausdrucksvoller Mezzosopran sowie ihr einzigartiger Humor
und Charme erweckten die reiche keltische Kultur wieder zu neuem
Leben. Hilary O'Neill, der drei Zugaben abverlangt wurde, konnte
ihr Publikum wie in den ersten beiden Konzerten wieder
begeistern und verzaubern.
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![]() Foto: O'Neill |
Passionskonzert mit Werken von Heinrich Schütz
Die
Johannespassion (SWV 481) von Heinrich Schütz stand auf dem Programm des ersten
offenen Chorprojekts des Jahres 2009, welches am
29.03.2009 in einem Passionskonzert im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken in vollbesetzter
Kirche seinen Abschluss fand. Heinrich Schütz als einer der bedeutendsten
Komponisten des 17. Jahrhunderts nimmt eine überragende Bedeutung in der
deutschen Kirchenmusikgeschichte ein. Daher ist es naheliegend, zum Ende
der Passionszeit ein Konzert mit Werken des großen Meisters zu gestalten, bei
dem eine der drei Passionsvertonungen im Mittelpunkt steht. Die für
Zuhörer und Sänger gleichermaßen anspruchsvolle Passion - Schütz verzichtete
auf jegliche instrumentale Begeleitung - wurde von Chor und Solisten unter der
Leitung von Armin Rauch souverän und ausdrucksstark dargeboten. Besonders
hervorzuheben ist die große Leistung der Solisten Andreas Klopp (Evangelist),
Jens Pokora (Jesus-Worte) und Dieter Müller (Pilatus). Neben der Passion
erklangen die Motette für fünfstimmigen Chor "Herr, auf dich traue
ich" (SWV 377) sowie - von Jens Pokora einfühlsam interpretiert -
"Ich liege und schlafe" (SWV 310) und "o süßer, o
freundlicher, o
gütiger Herrr Jesu Christe" (SWV285) aus den "Kleinen Geistlichen
Konzerten".
"Meisterwerk
gelungen dargebracht" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 01.04.2009
Gabriel Fauré: Requiem
Am Ewigkeitssonntag (23.11.2008) führte die
Ginsheimer Kantorei – unterstützt durch Mitglieder eines offenen
Chorprojektes – das Requiem op. 48 von Gabriel Fauré auf. Den Orgelpart übernahm
der Mainzer Organist Jürgen Rodeland, der die schwierige Transkription des
ursprünglich für Orchester ausgelegten Werkes meisterhaft umsetzte. Die
Solo-Partien sangen der Madrider Bariton Jens Pokora und die Sopranistin Antje
Rauch. Neben dem Requiem erklangen der Hymnus
„Angelis suis“ von Josef Gabriel Rheinberger für Bariton, Chor und
Orgel sowie die Cantilene aus Rheinbergers 11. Orgelsonate. Das Konzert wurde
von den zahlreichen Konzertbesucher/innen in der nahezu vollbesetzten Kirche mit
Begeisterung aufgenommen, wie nicht zuletzt durch den stürmischen Applaus nach
Verklingen der Totenglocke im Anschluss an das Requiem zum Ausdruck kam.
Posaunenquartett Opus 4: "Von Bach bis Gershwin"
Am 4. Oktober 2008 gastierte im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken 2008 sowie des Musikfestivals „Kirchenklänge im Kreis Groß-Gerau“ in der Ev. Kirche Ginsheim das renommierte Posaunenquartett „Opus 4“ mit Mitgliedern des weltbekannten Gewandhausorchesters zu Leipzig. Jörg Richter (der auch Mitglied im Blechbläserensemble von Prof. Ludwig Güttler ist), Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Stefan Schmicker präsentierten auf höchstem Niveau einen musikalischen Streifzug durch fünf Jahrhunderte Bläsermusik. Beginnend mit Monteverdis "Gloria und Exultent Coeli" für 4 Posaunen folgten Bearbeitungen von Werken u.a. von Johann Schein, Josquin de Pres, und Hans Leo Hassler. Dabei kamen auch Posaunen zum Einsatz, die historischen Instrumenten nachgebaut waren. Es folgten verschiedene Werke von Johann Sebastian Bach, - unter anderem eine Transkription für 4 Posaunen über die Orgel-Fuge g-moll, die äußerst virtuos dargeboten wurde - und Anton Bruckner - wie z.B. ein Ave Maria, dessen sanfte und einfühlsame Interpretation zum Träumen einlud. Das weitere Programm - nun kam auch die weltliche Musik zu ihrem Recht - umfasste Werke des zeitgenössischen polnischen Komponisten Kazimierz Serocki, von Philipp G. Clapp (Mistrel Show), Milton Dietrich (The Octopus) und Daniel Sutton (Bearbeitung von "Ein Amerikaner in Paris" von Gorge Gershwin). Der nicht enden wollende Beifall der Zuhörer belohnte die Musiker, die den Dank mit mehreren Zugaben (u.a. dem Säbeltanz von Alexander Chatschaturjan) erwiderten. Zum Abschluss erklang - in höchster musikalischer Vollendung - eine Choralbearbeitung von Johann Sebastian Bach - dem Komponisten, dem sich das Leipziger Posaunenquartett Opus 4 in besonderem Maße verbunden fühlt. |
Serenadenkonzert
Ein weiter
musikalischer und lyrischer Bogen wurde im jüngsten Konzert im Rahmen der
Ginsheimer Kirchenmusiken gespannt. In einem Serenadenkonzert am 14. Juni 2008
in der Evangelischen Kirche Ginsheim präsentieren Brigitta Schlechta (Sopran)
und Derek Blyth (Orgel und Klavier) geistliche und weltliche Arien und Lieder
sowie Orgelstücke u.a. von Mozart, Vivaldi, Lehar, Brahms sowie eigene
Kompositionen von Derek Blyth. Zwischen den Musikstücken rezitierte Gertraud
Lindemann besinnliche und heitere Texte: angefangen mit einem modernen
Glaubensbekenntnis und dem Sonnengesang des Hl. Franziskus über die großen
Dichter Goethe, Schiller, Lessing und Brentano bis hin zu Kästner, Hüsch und
Reitz-Sbresny. Im Zentrum des geistlichen Teils stand eine Lesung sowie eine
Vertonung aus dem Hohen Lied der Liebe. Letztere - "Song of Songs" -
komponierte Derek Blyth im Jahr 2006 für die Sopranistin Brigitta Schlechta.
Einer der Höhepunkte der Abendmusik war das Duett "Bei Männern, welche
Liebe fühlen" aus Mozart's Zauberflöte, bei dem der aus Schottland
stammende Derek Blyth nicht nur den Tenorpart, sondern gleichzeitig auch die
Klavierbegleitung übernahm. Erläuternd zum Duett zitierte Gertraud Lindemann
aus einem Brief von Eric-Emmanuel Schmitt aus "Mein Leben mit Mozart".
Mit Hanns Dieter Hüsch's "So gegen 21:30 Uhr" neigte sich - gegen
21:30 Uhr - ein wunderschöner und stimmungsvoller Konzertabend dem Ende zu. Das
Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus für diesen
Hörgenuss.
Musikalische Reise durch das Kirchenjahr
Auch im
Jahr 2008 nahm die Ginsheimer Kantorei den Sonntag Kantate (20. April) zum
Anlass, im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken ein ein Konzert zu gestalten. Die
Abendmusik unter dem Titel "Musikalische Reise durch das
Kirchenjahr" bildete den Abschluss eines Mitte Januar gestarteten
Chorprojekts. Es erklangen Chorsätze (a cappella) aus verschiedenen Epochen von
der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert u.a. von Hans Leo Hassler, Johann
Hermann Schein, Johann Sebastian Bach, Carl Loewe, Peter Cornelius, Anton
Bruckner, Felicitas Kukuck, Arnold Mendelssohn und Felix Mendelssohn Bartholdy.
Dabei wurde - beginnend und endend mit dem Sonntag Kantate - ein Weg durch das
gesamte Kirchenjahr beschritten. Stationen auf der Reise waren die wichtigen
kirchlichen Festtage beider großen christlichen Konfessionen: Ob z.B.
Pfingsten, Fronleichnam, Reformation, Weihnachten, Karfreitag oder Ostern - zu
jedem Anlass wurde ein entsprechender, oftmals auch sehr typischer Chorsatz
gesungen. Pfarrer Wilfried Ritz bereicherte das Kirchenkonzert mit
verschiedenen Lesungen, welche - die Liedtexte aufgreifend - einzelne Stationen
inhaltlich vertieften. Schließlich durften bei der Reise durch das
Kirchenjahr auch die Glocken einen Beitrag leisten: So läutete nach dem
"Requiem aeternam" von Cornelius das Totenglöcklein und mit dem
letzten Ton von "Christ ist erstanden" in einem Satz von J. S. Bach
setzte ein Ostergeläut ein. Am Ende der Reise angekommen, durften bei "Singt
dem Herrn ein neues Lied" von Georg Friedrich Händel (nach der bekannten
Melodie von "Tochter Zion") die Konzertbesucher/innen mit einstimmen.
Den Schlusspunkt des Konzertes bildete das "Abendlied" von Josef Gabriel
Rheinberger.
"Abendlied als
kleine Überraschung" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 22.04.2008
Orgeltastenzauber - ein Orgelfeuerwerk zum Jahresabschluss
Am 30.
Dezember 2007 gastierte das Orgelduo Iris und Carsten Lenz aus Wiesbaden im
Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken zum dritten Mal in der Evangelischen Kirche
in Ginsheim, für ein "vierhändiges und vierfüßiges Konzert" auf
der Oberlinger-Orgel. In der vollbesetzten Kirche lauschten die Zuhörer dem
spritzigen und virtuos dargebotenen Programm, das von Mozart bis Ragtime viele
abwechslungsreiche und selten gespielte Kleinode der Orgelmusik umfasste. Um den
Bezug zum näheren Umfeld zu halten, kam zum Beispiel auch der Walzer "Am
schönen Rhein gedenk ich Dein" von Béla Kéler zu Gehör, in dem das
Thema des Lorelei-Liedes von Silcher verarbeitet wurde. Ein anderes
Kabinettstückchen war der "Oberingelheimer Rheinländer" von Seydel,
der laut Carsten Lenz "eigentlich nur auf den Orgeln in Niederingelheim
spielbar ist". Das komplette Konzert wurde wieder direkt auf eine im
Altarraum aufgebaute Großleinwand übertragen, so dass das faszinierte Publikum
den Organisten direkt auf die Finger und Füße schauen konnte und so nicht nur
einen akustischen, sondern auch optischen Eindruck der Musik erhielt. Lange
anhaltender Applaus dankte dem Ehepaar Lenz nach einem etwas vorgezogenen
Silvesterkonzert, das einem virtuosen akustischen Feuerwerk glich und hoffen
lässt, dass die beiden noch häufiger mit ihrem umfangreichen Repertoire in
Ginsheim zu Gast sein werden. (SJ)
"Fliegende
Finger und flinke Füße" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 02.01.2008
Weihnachten in aller Welt
Unter dem
Titel "Weihnachten in aller Welt", gestalteten der Projektchor
der Ginsheimer Kantorei ( Leitung: Armin Rauch) und das Ensemble für Liturgie
und Gottesdienst der Rüsselsheimer Lutherkirche (Leitung: Martin Schlotz) den
Musikgottesdienst am 23.12.07 in der evangelischen Kirche Ginsheim. Und dass
fremde Musikkulturen durchaus zu ungewohnten Konzerterlebnissen führen können,
zeigte schon der erste Programmpunkt: "Siku rin gwana Hosi", ein
Weihnachtslied aus Südafrika, diente zum rhythmisch beschwingten Einzug der
Chöre durch das Kirchenschiff zum Altarraum, und auch das folgende
"Halleluja Yesus" aus Tansania wurde schwingend und Finger schnipsend
vorgetragen. Immer neue, kontrastierende Klangfarben brachten die weiteren
Stationen der musikalischen Weihnachtsweltreise: Feierlich getragen das
"Macht hoch die Tür" im anspruchsvollen Satz von Max Reger,
gefühlvoll das "O Bethlehem, du kleine Stadt" aus England,
tiefgründig das "Regem natum" aus Slowenien, melancholisch das
russische "Schlaf mein Kindlein", romantisch das "Veni Jesu"
von Luigi Cherubini (Italien), barock verspielt das "Uns ist ein Kind
geboren" aus Deutschland. Und immer wieder wurde in Texten und Melodien
voller Freude die Botschaft von der Geburt des Heilands verkündet: "In
dulci jubilo" (Deutschland/Österreich), "Die Botschaft"
(England), "Hört der Engel helle Lieder" (Frankreich), "Freu
dich, Erd und Sternenzelt" (Böhmen/Tschechien), "Sing ye praise"
und "Go tell it on the mountain" (USA)‚ "Grünet Felder,
grünet Wiesen" (Österreich). Zwischen den Chorstücken wurden
Gemeindelieder angestimmt und aus dem Lukasevangelium gelesen. Dekanatskantor
Martin Schlotz brillierte mit variantenreichen Improvisationen auf der
Orgel . Die Flötisten Corinne McKenzie und Paul Murphy aus Australien
bereicherten mit Ihrem Spiel das Konzert und brachten eine weitere
internationale Note in die Darbietung. (BP)
"Auch Publikum
wird zu Sängern" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 27.12.2007
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Zwischen Himmel und Erde
Für den 28. Oktober 2007 hatte die Evangelische Kirchengemeinde Ginsheim zu einem besonderen Konzert eingeladen: Kirsten Schierbaum (Sopran) und Dr. Georg Hilfrich (Orgel) präsentierten unter dem Titel "Zwischen Himmel und Erde" Werke u.a. von R. Wagner, L. Vierne und A. Dvorák. Bei dem Konzert im Rahmen der "Ginsheimer Kirchenmusiken 2007" sowie des "Musikfestivals Kirchenklänge" des Kreises Groß-Gerau handelte es sich um einen Liederabend in eher ungewöhnlicher Besetzung, denn selten hört man außerhalb der üblichen kirchlichen Liturgie Lieder mit Orgel. Die weltlichen und geistlichen Lieder spiegelten einerseits die Auseinandersetzung mit irdischem Leid, Sünde und Reue wider und auf der anderen Seite die Hoffnung und Bitte auf himmlische, göttliche Vergebung und Erlösung. Die aus Ginsheim stammende Sopranistin Kirsten Schierbaum widmet sich seit Jahren in besonderem Maße dem Liedgesang. Mit ihrer warmen Sopranstimme und großem, facettenreichen Ausdrucksvermögen verstand sie es, jedem Lied seine ihm innewohnende Stimmung zu entlocken. Begleitet wurde sie an der Orgel von Dr. Georg Hilfrich, der als Begleiter u.a. von J. Kalpers und als Chorleiter hoch geschätzt wird. Im Zentrum des Konzertes standen drei Liedzyklen: Die "Fünf Gedichte für Frauenstimme und Klavier" von Richard Wagner, heute allgemein bekannt als "Wesendonk-Lieder". Der üppigen Tonsprache Wagners standen die eher schlichten und im Volkston gehaltenen biblischen Lieder von Antonín Dvorák mit Texten aus dem Buch der Psalmen gegenüber. Die beiden in ihrer Originalfassung für Klavier geschrieben Zyklen wurden von Dr. Georg Hilfrich für die Orgel bearbeitet. Der dritte Liederzyklus " Les Angélus" von Louis Vierne ist eine Originalkomposition für Orgel und Gesang. Abgerundet wurde der Liederabend mit Werken von J. B. Foerster, J. Alain, C. Gounod und C. Saint-Saens. Dr. Georg Hilfrich brillierte solistisch mit C.Francks "Prelude h-Moll" und einem Satz aus einer Orgelsonate von F. Mendelssohn-Bartholdy. |
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Geistliche Chormusik aus der Zeit des Schwedenkönigs Gustav Adolf
Im Rahmen
des "Musikfestivals Kirchenklänge" des Kreises Groß-Gerau sowie der
Veranstaltungsreihe "375 Jahre Schwedenkönig Gustav Adolf"
präsentierte der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei unter Leitung von Armin
Rauch am 16. September 2007 geistliche Chorwerke (a cappella) aus der Zeit von
Gustav Adolf. Bei dem Konzert in der Gustav-Adolf-Kirche Gustavsburg erklangen
vorwiegend liturgische Stücke sowie Psalmvertonungen. Inhaltlich wurde dabei
eine Messe bzw. ein Abendmahlsgottesdienst nachgezeichnet. Im Mittelpunkt stand
eine vierstimmige Mess-Vertonung von Claudio Monteverdi (1547-1643). Daneben
wurden Motetten von Lodovico Viadana (ca. 1560-1645) sowie Chorsätze von
Heinrich Schütz (1585-1672), Melchior Franck (1579-1639), Orlando di Lasso (um
1532 - 1594), Leonhart Schröter (um 1532 - 1601), Johann Hermann Schein (1586 -
1630), Melchior Vulpius (um 1560-1615), Giovanni Croce (1557 - 1609) und Felice
Anerio (1560-1614) gesungen. Die Zwischentexte steuerte Rainer Beier,
Evangelischer Stadtkirchenpfarrer von Mainz, bei.
"Musik im
Umbruch" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 18.09.2007
Informationen zu der Veranstaltungsreihe "Wer das Schwert nimmt..." aus Anlass des 375. Todestages von Gustav II. Adolf finden Sie unter www.wer-das-schwert-nimmt.de
Abendmusik
Mit einer Abendmusik bereicherte der aus Ginsheim stammende Leverkusener Kantor Andreas Zopf gemeinsam mit seinem Blockflötenensemble "Flautiamo" und der Sopranistin Birgit Hoppe am 1. September 2007 die Konzertreihe der Ginsheimer Kirchenmusiken. Birgit Hoppe präsentierte mit ihrer wohltuenden Stimme ausdrucksstark und intonatorisch sicher die Arien von Johann Sebastian Bach: "Et exultavit spiritus meus" aus dem Magnificat (BWV 243) sowie "Schafe können sicher weiden" aus der Kantate "Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd" (BWV 208) sowie das Geistliche Konzert "Das ist meine Freude" von Johann Rosenmüller (1619-1684). Das Blockflötenensemble "Flautiamo" brillierte u.a. mit einer Suite d-moll von Georg Philipp Telemann (1681-1767), einem Adagio und Allegro d-moll für vier Tenorflöten und eine Bassflöte von Jos. Bodin de Boismortier (1689-1755) und der Capriol-Suite von Peter Warlock (1894-1930). Andreas Zopf rundete das Konzert meisterhaft mit zwei Orgelwerken ab: Präludium und Fuge fis-moll von Dietrich Buxtehude (1637-1707) und Choral a-moll von César Franck (1822-1890). Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Beifall für das wunderschöne Konzert und ließ die Künstler/innen erst nach zwei Zugaben die Abendmusik beenden. |
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Hilary O'Neill: Lieder, Legenden und Geschichten aus Irland
Am 22. Mai
2007 gab Hilary O'Neill - die zum zweiten Mal in Ginsheim gastierte -
wieder einen akustischen Einblick in die irische Kultur. Mit Worten und
Musik nahm die irische Sängerin und Harfenistin ihr Publikum mit in ein
zauberhaftes Land voll von Feen, Kobolden, Riesen und Jahrhunderten voller
Lebensweisheiten. Mit Legenden, Erzählungen vom Verlassen der geliebten
Heimat und der Sehnsucht berührte sie die Herzen ihrer Zuhörer/innen. Einige
Lieder, mehr spiritueller Natur, sprachen direkt aus den tiefsten Ebenen der
Seele. Auf einzigartige Weise brachte die Künstlerin unterschiedliche
Musikgenres zusammen, indem Sie Ihren warmen Mezzosopran mit den gefühlvollen
Tönen der keltischen Harfe und innewohnendem Verständnis für die
traditionelle keltische Musik und Folklore verbindet. Mit ihrem charmanten
irischen Akzent erläuterte und kommentierte Hilary O'Neill die teils
sinnlichen, teils heiteren Texte der in englischer und gälischer Sprache
vorgetragenen Lieder. Lang anhaltender Applaus war Lohn für ein begeisterndes
Konzert.
"Über die
Menschen von der grünen Insel" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 24.05.2007
Frühlingsserenade zum Sonntag Kantate
Im Rahmen
der Ginsheimer Kirchenmusiken lud die Kantorei am
Sonntag Kantate (6. Mai 2007) zu einer Frühlingsserenade in
die Evangelische Kirche Ginsheim ein. Das Konzertprogramm wurde von den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern des jüngsten Chorprojekts gemeinsam mit der
Kantorei unter der Leitung von Armin Rauch erarbeitet. Es erklangen geistliche
und weltliche Chorsätze (a cappella) aus Renaissance, Frühbarock und Romantik,
u.a. von Heinrich Schütz, Giovanni Croce, Thomas Morley, Orlando di Lasso, John Dowland,
Johannes Brahms und Josef Rheinberger. Das Lob Gottes für die Schönheiten der
Erde, die Freude über das Frühlingserwachen, Liebe und Sehnsucht bildeten den
thematischen Rahmen der Abendmusik. Zwischen den Chorstücken erfolgten kurze
Lesungen und es wurden Gedichte rezitiert.
"Chorliteratur
von Renaissance bis zu Romantik" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 08.05.2007
"Meine Seele erhebet den Herren" - Musikgottesdienst zum 3. Advent
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Das
deutsche Magnificat "Meine Seele erhebet den Herren"
für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo von Johann Ernst
Bach bildete den Mittelpunkt eines konzertanten
Musikgottesdienstes, zu dem die Ginsheimer Kantorei zusammen mit
Pfarrer Wilfried Ritz für den 17.12.2006 eingeladen hatte.
Verstärkt wurde die "Stammbesetzung" der Kantorei
durch zahlreiche singbegeisterte Frauen und Männer, die im
Rahmen des inzwischen dritten offenen Chorprojektes seit Mitte
September die ansprechenden und anspruchsvollen Chorwerke mit
einstudiert haben. |
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Der 1722 in Eisenach geborene und schon 1777 verstorbene Johann
Ernst Bach erhielt seine musikalische Ausbildung unter anderem
von seinem Patenonkel Johann Sebastian Bach. Bereits 1741
übernahm der Musiker und Advokat Johann Ernst das
Kirchenmusikeramt an der Eisenacher Georgenkirche. Von J. E.
Bach sind etwa zwanzig kantatenhafte Werke erhalten, die sich
oft – wie auch seine Motette "Meine Seele erhebet den
Herren" – durch ihre kontrapunktischen
Satztechniken auszeichnen.Zu den Vorbildern Johann Ernst Bachs
gehörte u.a. Georg Philipp Telemann (1682 – 1767), dessen
Kantate für Soli, Chor und Streicher/B.c "Nun komm, der
Heiden Heiland" musiziert wurde. Daneben erklangen von
Johann Christoph Frauenholtz (1684 - 1754), der langjähriger
Kirchenmusiker in Straßburg war, zwei Weihnachtsmusiken für
Soli, Chor und Instrumente. Abgerundet wurde der
Musikgottesdienst durch eine Sonate für zwei Violinen, Viola
und Violoncello von Georg Philipp Telemann und dem
Divertimento D-Dur, KV136, von Wolfgang Amadeus
Mozart. |
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Hilary O'Neill: Lieder, Legenden und Geschichten aus Irland
Am 7.
September 2006 wurde im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken
wieder ein besonderer musikalischer Akzent gesetzt: Hilary O'Neill
präsentierte Lieder, Legenden und Geschichten aus Irland. Das
reiche Repertoire der irische Sängerin und Harfenistin beruht
auf einem weitgespannten Hintergrund von klassischen Liedern
sowie alten, mündlich überlieferten Geschichten und Legenden.
Die Lieder in gälischer und englischern Sprache wurden von der
Sängerin, die sich selbst auf der keltischen Harfe begleitet,
humorvoll ins Deutsche übersetzt. Die Künstlerin, die in
London, Hamburg, Berlin und Adelaide Gesang studierte,
entführte mit ihrer klaren Stimme und ihrem zauberhaften
Harfenspiel die Konzertbesucher gedanklich auf die grüne
Insel. Mit lang anhaltendem Beifall bedankte sich das Publikum
bei Hilary O'Neill für einen großartigen Musikabend.
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![]() Foto: O'Neill |
Heinrich Schütz: Lukaspassion
Eine beeindruckende Passionsvertonung erlebten die
zahlreichen Konzertbesucher/innen, die am Sonntag, 26.03.2006 in die ev.
Kirche Ginsheim gekommen waren. Die Ginsheimer Kantorei unter Leitung
von Armin Rauch brachte die Lukaspassion von Heinrich Schütz, ein
selten gesungenes, reines a-capella-Werk, zu Gehör. Im Rahmen einer
Projektarbeit hatte die Kantorei eingeladen, dieses Werk einzustudieren.
Eine gelungene Aufführung belohnte die Sängerinnen und Sänger für
die seit Mitte Januar geleistete intensive und mitreißende Probearbeit.
Die
„Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands Jesu
Christi nach dem Evangelisten Lukas“ ist die erste der drei Passionen
von Heinrich Schütz. Sie wird auf „nach 1653“ datiert, die genaue
Entstehungszeit ist nicht bekannt. Außer dem Schlusschor – einer
epilogartigen Vertonung eines Choralverses - und dem Introitus, der in
das Passionsgeschehen einführt, beschränkte sich Schütz bei der
Vertonung des Lukasevangeliums auf den reinen Bibeltext. Dabei
verzichtete Schütz auf jegliche musikalische Begleitung. Vielleicht
wollte er, wie Armin Rauch zu Beginn des Konzertes erläuterte, einem
alten kirchlichen Brauch Rechnung tragen, der in der Karwoche die
Instrumente schweigen ließ. Für den Vortrag des Evangeliums schuf
Heinrich Schütz für die damalige Zeit eine völlig neue Form: ein frei
geformter, dem rhythmischen und melodischen Eigenleben des Wortes aufs
vollkommenste angepasster deklamierender Gesang von höchster
Ausdrucksprägnanz. Auch die Passagen des Chores sind ganz aus der
Bildhaftigkeit des Wortes und aus der dramatischen Situation heraus
konzipiert: Das gläubige Vertrauen der Jünger, gefühlloser Spott des
Volkes, einerseits scheinheiliges Wohlwollen, andererseits demagogisch-überreiztes
Eifern der Hohepriester und Schriftgelehrten; schließlich das fanatisch
wilde Geschrei der „ganzen Schar“.
Als Solisten wirkten mit als Evangelist: Christoph
Hellmann (Tenor) und in der Rolle des Jesus Stefan Querbach (Bass).
Weitere kleinere Solopartien wurden von Sängerinnen und Sängern der
Kantorei bestritten: Brigitte Ploch, Antje Rauch, Jörg Dirbach, Helmut
Frölich, Reinhard Grundmann und Ingo Stoffel. Solisten und Chor sorgten
mit exakter Aussprache und einer die verschiedenen Stimmungs- bzw. Gefühlslagen
gut vermittelnden Ausdrucksweise dafür, dass man das Passionsgeschehen
fast greifbar miterleben konnte, wie z.B. bei der wilden Forderung des
Volkes im „Kreuzige ihn!“ oder „Hinweg mit ihm und gib uns Barabam
frei!“ oder beim flehentlichen Ruf „Vater vergib ihnen, denn sie
wissen nicht was sie tun“ und der folgenden Stille nach dem Tod Jesu.
Nach kurzem Innehalten bedankten sich die Zuhörer/innen mit lang
anhaltendem Applaus für die bewegende Aufführung der Lukaspassion.
Kammerchor geht mit auf Zeitreise: 10 Jahre Historische Tanzgruppe Ginsheim
Die Historische Tanzgruppe Ginsheim (HTG) hatte am 19.3.2006 aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens zu einer "Zeitreise" ins Ginsheimer Bürgerhaus eingeladen. Die Wiege des Vereins ist die 450-Jahr-Feier der Evangelischen Kirchengemeinde Ginsheim im Jahre 1993. Am 14.2.1996 gründete sich dann die HTG, um Tänze der Renaissance zu pflegen und zu präsentieren. Inzwischen wurde das Repertoire deutlich ausgedehnt. Anlässlich der "Zeitreise" zum 10-jährigen Bestehen wurden schließlich - jeweils in entsprechenden Kostümen - Tänze der frühen und späten Renaissance, der Barockzeit sowie der Wiener Klassik und des späten 19. Jahrhunderts präsentiert. Musikalisch unterstützt wurde die HTG bei ihrem Jubiläum u.a. vom Kammerchor der Ginsheimer Kantorei. Entsprechend den Stationen der "Zeitreise" erklangen verschiedene Chorsätze, wobei sich der Bogen von Arnold von Bruck (1490-1554) und Baldassare Donati (1530-1603) bis hin zu Friedrich Silcher (1789-1860) und Moritz Hauptmann (1792-1868) spannte.
Orgelfeuerwerk
Am 7. Januar
2006 fand im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken in
der evangelischen Kirche Ginsheim ein Neujahrskonzert ganz besonderer
Art statt. Das Organistenduo Iris
und Carsten Lenz aus Wiesbaden/Ingelheim am Rhein präsentierte festliche und fröhliche
Orgelmusik für 4 Hände und 4 Füße. Die
Spielanlage der Orgel wurde auf eine Großleinwand
im Altarraum übertragen,
so dass die Konzertbesucher den Künstlern im wahrsten Sinn des Wortes
auf die Finger schauen konnten. Auf dem Programm standen
u.a. Kompositionen von Johann Christoph Kellner, Samuel Wesley, Eugene
Thayer (Concert Variations on "Auld Lang Syne"), Denis Bédard
(Petite Suite), Carsten Lenz (Geburtstags-Miniaturen über "Happy
Birthday")
und Robin Dinda (Charlie Dog Blues). Nach lang anhaltendem
Applaus gab es als besonderes Schmankerl noch ein äußerst virtuoses
Pedalsolo für vier Füße.
"Virtuoses
Drunter und Drüber" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 10.01.2006
Oratorio de Noël - Musikgottesdienst zum 4. Advent
Mit einer Advents- und Weihnachtsmusik zum 4. Advent stimmte die
Ginsheimer Kantorei auf das kurz bevorstehende Weihnachtsfest ein. Im
Mittelpunkt des Musikgottesdienstes stand das
Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns. Camille Saint-Saëns, der bereits als 22-Jähriger das renommierte Amt des
Organisten an der Eglise de la Madeleine in Paris übernehmen durfte, erhielt
Anfang Dezember 1858 den Auftrag zur Komposition seines „Oratorio de Noël“.
Die Komposition entstand innerhalb von elf Tagen – bis zur Uraufführung in
der Weihnachtsnacht 1858 blieb nur noch wenig Zeit. Offensichtlich hat Saint-Saëns
das Weihnachtsoratorium für den funktionalen Gebrauch innerhalb des
Gottesdienstes konzipiert. Das wohlklingende romantische Werk bringt in
wunderschöner Weise die Weihnachtsbotschaft und Weihnachtsfreude zum Ausdruck.
Das Oratorium für 4-stimmigen Chor und fünf Gesangssolisten erklang in einer
Orgelfassung, welcher der Erstdruck von 1869 zu Grunde liegt. Umrahmt wurde das „Oratorio de Noël“ durch
zwei Advent-Motetten von Josef Gabriel
Rheinberger, sowie Chorsätze Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und
Friedrich Silcher. Die Solisten waren: Gesine Fünfgeld (Sopran),
Brigitta Schlechta (Mezzosopran), Claudia Rück (Alt),
Andreas Klopp (Tenor) und Helmut Frölich (Bariton). Jürgen Rodeland spielte
die Orgel. Die musikalisch Leitung hatte Armin Rauch.
"Gesangbücher reichen nicht" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 20.12.2005
"Zum
Oratorio de Noël ist die Kirche voll" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom
20.12.2005
Offenes Singen
Singen fördert
das Immunsystem, das Herz und den Kreislauf und hellt die Stimmung auf. Was
Hobbysänger schon lange vermutet haben, konnten Wissenschaftler inzwischen bestätigen:
Menschen, die regelmäßig singen, sind im Vergleich zu „Nicht-Singern“
durchschnittlich signifikant gesünder. Letztlich spielt es zwar keine Rolle, ob man alleine unter der Dusche oder gemeinsam mit Gleichgesinnten singt,
allerdings macht das Singen in der Gemeinschaft viel mehr Spaß.
Deshalb hatte die Ginsheimer Kantorei für Sonntag, den 9. Oktober 2005
erstmals zu einem offenen Singen eingeladen. Viele waren gekommen, um eine
Stunde nach Herzenslust und ungezwungen zu singen. Dabei zählte nicht die
Leistung, sondern die Freude am gemeinsamen Gesang.
"Singen
stärkt Immunsystem" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 15.10.2005
"Cantate Domino" - Kirchenkonzert zum Sonntag Kantate
In dem Konzert
am 24. April 2005 waren einige nur selten aufgeführte musikalische Raritäten
zu hören. Zu Beginn und Ende erklang jeweils eine Vertonung des 98.
Psalms "Singet dem Herrn ein neues Lied" (Cantate Domino): eine Motette von
Lodovico Viadana (ca.1556-1645) sowie eine Liedkantate von Lothar Graap aus dem
Jahr 1999.
Im Mittelpunkt des Konzerts stand eine Messe des zu seiner
Zeit hochgeschätzten Komponisten und Musikers August Bergt (1771-1837), dessen
Musik stark an die Werke des nur 15 Jahre älteren W. A. Mozarts erinnert.
Bergt's Musik ist in vielen namhaften europäischen und amerikanischen
Musikbibliotheken zu finden, doch werden seine Werke heute leider kaum noch zu
Gehör gebracht.
Daneben erklangen u.a. ein "Jubilate Deo" von dem als
Komponist von Klavierwerken bekannten Anton Diabelli (1781-1858), der zwar nur
wenig, aber sehr ansprechende Chormusik geschrieben hat, sowie Kantatensätze von
Johann Christoph Graupner (1683-1760), einem Schwager von Johann Conrad
Lichtenberg, dem Erbauer der Ginsheimer evangelischen Kirche. Graupner war
Hofkapellmeister am Hof des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmsatadt und
schrieb allein über 1400 Kantaten. Ihm war bereits die Stelle des Thomaskantors
in Leipzig zugesichert, doch ließ ihn sein Dienstherr, Ernst Ludwig, nicht
ziehen. So bekam Joh. Seb. Bach die Stelle des Thomaskantors.
Ausführende
waren neben dem Gesamt- und Kammerchor der Ginsheimer Kantorei: Andrea Klopp
und Antje Rauch (Gesang), Monika Schulz und Julia Busch (Violine), Leonie
Hartmann (Viola), Günter Schulz (Violoncello) und Martin Schlotz (Orgel). Die
Leitung hatte Armin Rauch.
Orgelkonzert des Mainzer Domorganisten Albert Schönberger
Ein ganz besonderes Highlight in der Konzertreihe der „Ginsheimer Kirchenmusiken“ war das Konzert des Mainzer Domorganisten Albert Schönberger am 10. April 2005. Unter dem Motto „Christ ist erstanden“ spielte Schönberger an der Ginsheimer Oberlinger-Orgel festliche Orgelmusik. Er bezog sich bei seinen Erklärungen zu jedem der von ihm ausgesuchten Werke insbesondere auf das Kreuz, das - wie er sagte - „in der Ginsheimer Kirche den Mittelpunkt des Altarraumes bildet, sich aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Orgel befindet.“ Die Schatten, die das Kreuz und das Kruzifix hier an die Wand werfen, seien gerade durch die Musik, ihre Transparenz und Transzendenz, zu überwinden, so Schönberger weiter. Er spannte den Bogen seiner Musikstücke von Jesu Tod bis zur österlichen Freudenbotschaft, der Auferstehung und weiter zum Pfingstwunder, der Ausgießung des heiligen Geistes. |
Foto: Gerlinde Neumann-Massing |
Albert Schönberger bekräftigte seine Aussagen mit Werken von Johann Gottfried Walther, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Karl Norbert Schmid und Johann Friedrich Stark (dem Mainzer Domorganisten in der Zeit von 1756 bis 1792) sowie mit einer eigenen Phantasie über den Choral „Christ ist erstanden“. Eine freie Improvisation, über „Wir wollen alle fröhlich sein“ (dieser Choral wurde von einer Konzertbesucherin spontan als Improvisationsthema vorgeschlagen) rundeten das Programm ab. Stehende Ovationen veranlassten den begnadeten Künstler zu einer weiteren Improvisation über „Lobe den Herren“ wobei er zum Abschluss beiden genannten Choräle miteinander verwob. |
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"In die Traumwelt der Töne entführt" - Bericht
in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 12.4.2005
"Große
Musik aus kleiner Orgel" - Bericht im Rüsselsheimer Echo vom 13.4.2005
"Es ist ein Ros entsprungen" - Musikgottesdienst zum 4. Advent
Zum 4.
Advent 2004 lud Ginsheimer Kantorei wieder zu
einem adventlich-weihnachtlichen Musikgottesdienst ein. Unter dem
Titel „Es ist ein Ros entsprungen“ stimmten Kantorei, Kammerchor
und Solisten unter der Leitung von Armin Rauch auf das kurz bevorstehende
Weihnachtsfest ein. Im Mittelpunkt des Musikgottesdienstes stand eine Vertonung
der Weihnachtgeschichte nach Texten des Lukasevangeliums, der Offenbarung des
Johannes und des Briefs des Paulus an die Philipper für Chor, Solostimmen, Oboe
und Orgel von Peter Bender. Umrahmt wurde diese "musikalische Predigt"
von zahlreichen Advents- und Weihnachtsliedern - teilweise zum Mitsingen für
die Gemeinde - u.a. in Sätzen von Andreas Raselius, Lukas Osiander und Michael
Praetorius. Daneben erklangen u.a. eine Psalmvertonung von Heinrich Schütz
und "Jubilate Deo" von Orlando di Lasso. Solistisch wirkten mit: Andrea Klopp und Antje Rauch (Sopran),
Helmut Frölich (Tenor), Ingo Stoffel (Oboe) sowie Dorothea Weber (Orgel).
"Liebe
ist wichtiger als Geschenke - Musikalischer Adventsgottesdienst mit der Ginsheimer Kantorei" - Bericht in
der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 22.12.2004
Herbstserenade
Nach einer "Serenade zum Wonnemonat Mai" im Jahr 2002 und der "Serenade zum Sonntag Kantate" im Jahr 2003, lud die Ginsheimer Kantorei in diesem Jahr im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken sowie des Musikfestivals "Kirchenklänge 2004" des Kreises Groß-Gerau zu einer "Herbstserenade" ein. Am Abend des 10.Oktober 2004 präsentierten Kantorei, Kammerchor und Solisten unter Leitung von Armin Rauch besinnliche und heitere Musik zur herbstlichen Jahreszeit: Lieder und Chorsätze von der Schönheit der Natur, von der Liebe, von Abschied und Sehnsucht aber auch allerlei Tanz- und Trinklieder. Der musikalische Bogen spannte sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Es erklangen u.a. Chorsätze von Johann Hermann Schein, Erasmus Widmann, Thomas Morley, John Dowland, Baldassare Donati, Arnold von Bruck, Leonhard Lechner, Joseph Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy und Hans Friedrich Micheelsen. Andrea Klopp und Antje Rauch erfreuten mit den Duetten "Das Ährenfeld" und "Gruß" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Für die instrumentalen Akzente sorgten Jürgen Rodeland (Orgel) mit einer Cantilene von Josef Gabriel Rheinberger sowie Andrea und Andreas Klopp (Blockflöte und Orgel) mit Variationen über "Greensleeves". Zwischendurch wurden Gedichte von Theodor Storm, Theodor Fontane, Friedrich Hebbel, Erich Kästner u.a. rezitiert. Zum Abschluss der Abendmusik wurde für alle ein Gläschen des zuvor vielfach besungenen Weines angeboten. Lang anhaltender Applaus belohnte alle Mitwirkenden für die gelungene Abendmusik.
Fronleichnamsprozession 2004 Wie
zuletzt vor zwei Jahren wirkte der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei
bei der Fronleichnamsprozession der Katholischen Pfarrgemeinde St.
Marien Ginsheim mit. Die Ginsheimer Kantorei will damit ganz bewusst
ein Zeichen der gelebten Ökumene setzen und einen Beitrag zum
geschwisterlichen Miteinander der christlichen Gemeinden leisten.
Unterstützt wird dies von der in der evangelischen Gemeinde Ginsheim
verwurzelten Familie Guthmann, in deren Hof nun schon seit einigen
Jahren der Altar für die erste Station der Prozession errichtet wird. |
"Christ ist erstanden" - Musikgottesdienst zur Osterzeit Am
Sonntag, 25.4.2004, luden die Ginsheimer Kantorei und Pfarrer Herbert
Olbrich im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken zu einem Musikgottesdienst
zur Osterzeit ein. Neben "Christ ist erstanden" und
"Jubilate Deo" von Orlando di Lasso erklangen u.a. mehrere Werke
von Kirchenmusikern des 20. Jahrhunderts, darunter Choralkantaten für
Chor, Bläser und Orgel, bei denen teilweise auch die Gemeinde aktiv
am Singen beteiligt war. Das Bläserquartett des Evangelischen
Posaunenchors Ginsheim (Katrin Frank und Stefan Dürr -
Trompete, Pascal Przybilla - Posaune, Benjamin Scholian - Tuba)
überzeugte darüber hinaus mit einem Rondo von Wolfgang Amadeus
Mozart. Jürgen Rodeland (Orgel) erfreute die Gottesdienstbesucher mit
"Wir glauben all’ an einen Gott", einer Choralbearbeitung
Johann Sebastian Bachs für zwei Manuale und Doppelpedal sowie mit dem
Concerto h-Moll nach Antonio Vivaldi von Johann Gottfried Walther. |
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Fassenacht 2004 bei der Ginsheimer Kantorei |
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Am Sonntag, 08.02.2004, hatte die Ginsheimer Kantorei zur diesjährigen Fastnachtsparty ins ev. Gemeindehaus eingeladen. Zu Gast war - wie schon einmal vor zwei Jahren - der Historische Tanzkreis Ginsheim. Nach guter Ginsheimer Fastnachtstradition wurde von verschiedenen Mitgliedern des Historischen Tanzkreises und der Kantorei eine unterhaltsame Mischung von närrischen Beiträgen aus Wort, Witz, Gesang und Tanz geboten. Alle Aktiven, die den fastnachtlichen Nachmittag mitgestalteten, erhielten den diesjährigen Fastnachtsorden der Ginsheimer Kantorei. Der Entwurf stammt von Helga Schmidt, die die über dreißig Orden zusammen mit ihrem Mann H.-Günter in Handarbeit fertigte. Der Orden ist untertitelt: „Ginsheimer Kantorei – schlüpft frisch aus dem Ei“ und spielt damit auf die kürzliche Umbenennung des Chores an. |
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Chormitglieder-Versammlung
2004: In der
Chormitglieder-Versammlung am 21. Januar 2004 standen einige wichtige
Entscheidungen an. Neben den üblichen Berichten über das abgelaufene
Jahr und Vorstellung und Besprechung der Jahresplanung 2004, war -
nachdem Fabian Greschok wegen Umzug von Chor und Chorvorstand Abschied
nehmen musste - ein neuer Beisitzer im Chorvorstand zu wählen.
Seine Nachfolgerin wurde Brigitte Ploch, die Wahl erfolgte ohne
Gegenstimmen. |
Die heitere Orgel Am 18. Januar 2004 fand im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken in
der evangelischen Kirche Ginsheim
ein außergewöhnliches Orgelkonzert statt. Unter dem Titel „Die
heitere Orgel“ präsentierte das Organistenduo Iris
und Carsten Lenz aus Wiesbaden/Ingelheim am Rhein festliche und fröhliche
Orgelmusik für 4 Hände und 4 Füße. Es war
ein Konzert nicht nur zum Hören , sondern auch zum Sehen: die
Spielanlage der Orgel wurde auf eine Großleinwand
im Altarraum übertragen,
so dass die Konzertbesucher auch virtuell an der Virtuosität der
beiden Künstler teilhaben konnten. Auf dem Programm standen
u.a. Kompositionen von John Marsh (Bearbeitung des großen Halleluja von
Händel), Franz Berwald (Ein ländliches Hochzeitsfest), Carsten Lenz
(Variationen über "Freude schöner Götterfunken")
und Robin Dinda (Ragtime, mit großem Pedalsolo).
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"Tochter
Zion, freue dich" Am 21.
Dezember 2003 lud der Evangelische Kirchenchor Ginsheim zu
einem adventlich-weihnachtlichen Musikgottesdienst ein. Unter dem
Titel „Tochter Zion, freue dich“ beschritten Gesamtchor, Kammerchor und Solisten unter der Leitung von Armin Rauch einen
musikalischen Weg durch die Adventszeit bis zum Weihnachtsfest. U.a. erklangen “Wachet auf,
ruft uns die Stimme“ aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die zwei Advent-Motetten "Ex Sion"
und "Ave Maria" von Josef Gabriel Rheinberger, „Übers
Gebirg Maria geht“ von Johann Eccard, „Heilige Nacht“ von Joh.
Friedrich Reichardt, „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel
und „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ in verschiedenen Sätzen
von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Eingeleitet
wurde der Musikgottesdienst von Jürgen Rodeland an der Orgel mit "Wachet
auf, ruft uns die Stimme" von Johann Sebastian Bach aus der Sammlung der Schübler-Choräle. Die Solisten des Chores waren:
Christiane Stoffel (Alt) mit der Introitus-Kantate "Mache dich auf, werde Licht" von Jürgen
Becker-Foss, Andrea Klopp und Antje Rauch (Sopran) mit dem geistlichen Konzert für zwei
Stimmen und b.c. von Heinrich Schütz, Andreas Klopp (Tenor)
mit "Regina coelio" von Josef Gabriel Rheinberger und "Von der Geburt Jesu
Christi"aus „Schemellis musicalischem Gesangbuch“ sowie Ingo Stoffel (Oboe) mit der "Gigue
gayment" aus der Suite h-Moll von Pierre Danican-Philidor.
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"Gregorianik bis Gospel" |
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Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken luden der Evangelische Kirchenchor Ginsheim und Pfarrer Herbert Olbrich für Sonntag, den 2. November 2003, zu einem Musikgottesdienst in die evangelische Kirche ein. Unter dem Titel „Gregorianik bis Gospel“ unternahmen Gesamtchor und Kammerchor einen musikalischen Streifzug durch verschiedene christliche Traditionen. Einem gregorianischen Hymnus, einem Messgesang von Giovanni Pierluigi da Palestrina und einer Psalmvertonung von Heinrich Schütz folgten Chorsätze von Melchior Vulpius, Joh. Seb. Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Manfred Schlenker sowie ein Ave Maria von Josef Gabriel Rheinberger. Ein Gospel, Lieder aus Israel und Afrika sowie Gesänge aus der orthodoxen Liturgie rundeten die kirchenmusikalische Zeitreise ab. |
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Fotos: Toni Reichmann |
Cantate Domino - Serenade zum Sonntag Kantate Ein
Frühjahrskonzert gab der Evangelische Kirchenchor
Ginsheim am Sonntag, den 18. Mai 2003. In einer Serenade zum
Sonntag Kantate präsentierten Kammerchor und Gesamtchor geistliches und weltliches Liedgut verschiedener Stilrichtungen. Dazwischen gab es
einige solistische Einlagen. Andrea Klopp und Antje Rauch sangen „Laudamus te“,
ein Duett von Vivaldi, begleitet von Jürgen Rodeland an der Orgel, übrigens an
diesem Abend der Einzige, der nicht im Chor mit singt. Alle anderen Solisten
und Musiker stammen aus den eigenen Reihen des Chores. Andreas Klopp, begleitet
von Flöte und Orgel sang Händels „Süße Stille, sanfte Quelle“ und Ingo Stoffel (Oboe)
spielte den Satz „Presto“ aus der g-moll Sonate von G. Ph. Telemann. |
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Trio Minerva |
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Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken gastierte am Sonntag, den 16. März 2003 das Trio Minerva in Ginsheim. Monika Schulz -Violine, Günter Schulz - Violoncello und Ingo Riether - Klavier, präsentierten in exzellenter Weise das Klaviertrio B-dur KV 502 von Wolfgang Amadeus Mozart, von Ludwig van Beethoven das Klaviertrio B-dur op. 70 Nr. 1 (das sogenannte "Geistertrio") sowie das Klaviertrio g-moll op. 26 von Antonin Dvorák. Die Künstler leisteten mit ihrem großartigen Konzert einen Beitrag zur Finanzierung der neuen Orgel: sie verzichteten ganz bewusst auf eine Gage, damit die Spenden des Kammermusikabends vollständig in den Finanzierungsfond der Orgel fließen können. |
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Fassenacht beim Kirchenchor |
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Für Sonntag, den 23. Februar 2003, hatte der Kirchenchor zu seiner jährlichen Fastnachtsfeier eingeladen. Alle die aktiv mitgewirkt haben - sei es zur Gestaltung des närrischen Programms oder bei der Vorbereitung - erhielten den diesjährigen "Orden", der als Laubsägearbeit in liebevoller Kleinarbeit von Helga und Heinz-Günter Schmidt hergestellt wurde. Das Motto des Fastnachtsordens lautet: "Ein Nachen voller Narren. - Im Leben geht es auf und ab, g'rad wie im Weltenmeer, drum närrisch man oft besser fährt, nehmt alles nicht so schwer." In Anlehnung an ein neueres Kirchenlied gibt's dazu noch einen weiteren Vers: "Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, ein Kirchenchor soll sein. Doch singt es sich oft gar nicht gut, wenn dieser ist zu klein; drum rufen wir euch heute zu, wenn eure Stimm' ist fit, singt ihr vielleicht dann noch im Bass, so macht bei uns schnell mit. Denn Singen hält die Seele jung, bringt Frohsinn und Humor, wir fahren all im selben Boot, bei uns im Kirchenchor. |
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Jahresversammlung des Kirchenchors Am
Mittwoch, den 29. Januar 2003 hatte der Chor zu seiner
Jahresversammlung eingeladen. Im Mittelpunkt stand die in
sechs-jährigem Turnus sattfindende Wahl des
Chorvorstandes. Nachdem Armin Rauch zum 1. Januar 2003
die Chorleitung übernommen hat, stellte er sein Amt als
1. Vorsitzender zur Verfügung. Zwei weitere
Vorstandsmitglieder haben nicht mehr kandidiert. Dem
neuen Chorvorstand gehören nun an: Sabine Jost (1.
Vorsitzende), Wolfgang Stoffel (2. Vorsitzender), Helga
Schmidt (Schriftführerin), Armin Rauch sen. (Notenwart),
sowie Heino Krug, Christel Kirchner und Fabian Greschok
und Chorleiter Armin Rauch. Peter Bender wurde zum
Ehrenchorleiter ernannt.
Musikgottesdienst zum 1. Advent Am
Sonntag, 1. Dezember 2002 (1. Advent) fand um 17.00 Uhr
in der vollbesetzten Ginsheimer Kirche am Damm das
Adventsliedersingen des Evangelischen Kirchenchors
Ginsheim statt. Mitwirkende waren Brigitta Schlechta,
Sopran, Dorothea Herrmann und Andrea Baumeister,
Klarinette, Ingo Stoffel, Oboe und Dr. Jürgen Rodeland,
Orgel sowie der Ev. Kirchenchor unter Leitung von Peter
Bender und der Kammerchor des Ev. Kirchenchors, dieses
Mal unter Leitung von Armin Rauch. Die Teilung der
Chorleitung hatte auch symbolischen Charakter, da Peter
Bender in diesem Gottesdienst offiziell aus seinem Amt
als Chorleiter des Ev. Kirchenchors Ginsheim, das er 42
Jahre lang inne hatte und noch bis zum Jahresende
ausüben wird, verabschiedet wurde.
Orgelkonzert mit Andreas Zopf Im Rahmen der "Ginsheimer Kirchenmusiken" gab Andreas Zopf am Sonntag, den 22.09.2002, in der evangelischen Kirche in Ginsheim ein Orgelkonzert. Der aus Ginsheim stammende Organist, der schon als Schüler in Bauschheim als Kirchenmusiker wirkte, studierte an der staatlichen Hochschule für Kirchenmusik in Köln und legte im Februar 1988 sein A-Examen als Kirchenmusiker, zwei Jahre später das Diplom im Fach Orgel ab. Von 1985 bis 1991 war er an der ev. Friedenskirche in Köln-Ehrenfeld tätig. Seit September 1991 ist Andras Zopf Kantor der ev. Petrus-Kirche Leverkusen. Der Erlös des Konzertes (der Künstler verzichtete auf ein Honorar) ergab rund 330,- Euro für die Finanzierung der im Jahr 2000 neu erbauten Orgel. Die Mainzer Allgemeine Zeitung schrieb in Ihrer Ausgabe vom 25.09.2002: Von Bach bis Weinberger |
Musizieren wie zu Shakespeares Zeit |
Am Sonntag, den 8. September, konzertierten die Sopranistin Yvonne Adelmann - sie studiert in Birmingham Gesang mit Schwerpunkt alte Musik - und der Limburger Lautenist Harald Schönenborn in der Evangelischen Kirche in Ginsheim. Sie stellten in ihrem ersten gemeinsamen Soloprogramm Lighten heavy heart by spright geistliche Lieder der englischen Renaissance vor. Im Mittelpunkt stand der Komponist, Lyriker und Arzt Thomas Campion und sein The First Book of Songs and Ayre. Daneben erklangen u.a. Werke von Robert Ballard und John Dowland. Das Konzert in der Reihe der Ginsheimer Kirchenmusiken bot Gelegenheit Musik zu hören, die recht selten zur Aufführung gelangt. Leider nutzte nur eine kleine Zuhörerschar dieses Angebot. Das Publikum bedankte sich mit kräftigem Applaus für die beeindruckende musikalische Leistung der beiden Künstler. |
Volksliedersingen 2002 Am
Sonntag, den 25. August 2002 fand das diesjährige
Volksliedersingen der Ginsheimer Chöre statt. Bei
herrlichem Sommerwetter gaben sich der evangelische
Kirchenchor, die Chorgemeinschaft S.C.H 1842 sowie der
evangelische Posaunenchor ein Stelldichein, um die
zahlreiche Zuhörer- (und Mitsänger-)schaft musikalisch
zu unterhalten. |
Fotos: Toni Reichmann |
Zeichen der Ökumene Das
Fonleichnamsfest der katholischen Christen stammt bereits
aus dem Mittelalter, als die Begegnung mit Christus
weniger im Vollzug der Messfeier, als im Schauen des
eucharistischen Brotes gesucht wurde. Zum ersten Mal im
Jahre 1246 gefeiert, wurde eine Prozession zu diesem Fest
erstmalig in Köln bezeugt. In Deutschland wurden
Elemente der Bittprozession eingefügt und so kam es zu
den vier Altären als Stationen für die
Fronleichnams-Prozession. Frühlingsserenade zum Wonnemonat Mai Einen
bunten Strauß von Melodien präsentierte der
Evangelische Kirchenchor in seinem Konzert am 26. Mai.
2002. Der schöne Frühjahrsabend hatte recht viele
Zuhörer in die ev. Kirche am Damm gelockt, wo die
Mitglieder des Chores unter Leitung ihres Dirigenten
Peter Bender mit einem vielfältigen, weltlichen Programm
aufwarteten. Lieder, vorgetragen von Gesamt- bzw.
Kammerchor für bis zu sechs Stimmen oder z. B. ein Lied
mit Echo-Chor wechselten ab mit Gedichten, textlich
passend zu dem Liedgut, einem Solo-Lied, einer
Solo-Kantate und Instrumentalstücken für Spinett und
Altblockflöte bzw. Spinett und Oboe. Alle Interpreten,
auch die Instrumentalisten, singen auch im Chor mit. Zeitreise des Kammerchores zum Nibelungenjahr nach Worms Am 11. Tage des 5. Mondes im Jahre des Herrn 2002 machte sich die Kumpanei des Kirchspieles zu Gimmensheim, das später den Namen Ginsheim erhielt, in ihrem besten Gewande auf die Reise dem Rhine aufwärts folgend in die Stadt Wormez, um dort dem Volke mit ihrem Gesange Kurzweil zu bieten. In Wormez geleitete Bogner Tom von NibelungThorp zusammen mit dem edlen und mutigen Knappen Nivek die Musici durch die Gassen und bot ihnen seinen Schutz. Auf verschieden Plätzen der Stadt konnten die edlen Herrschaften - gleichermaßen wie manch tumbes Gesindel - sich an den vielen gar lustigen Liedlein über die Minne, die Musica und andre schöne Dinge erfreuen. Bogner Tom, der vortrefflich mit dem Feuer umzugehen vermag, spie mit dem Munde Feuerwolken, so hoch wie die Türme des Domes, in den Himmel. Gar manches Mal kam es zwischen der singend Kumpanei und dem Recken zum Streit, wem die Huldigung des Volkes gebühre. Derweil dieser Streit nur mit den Mäulern ausgefochten wurde, trugen Bogner Tom und der Knappe manchen Streit im Kampfe aus. Sie ließen die Schwerter kreuzen und den Kampfstab schwingen und am Ende fand sich Bogner Tom vom Knappen geschlagen auf dem Boden wieder. Nach dem geselligen Treiben in den Gassen und auf den Plätzen brachte die Kumpanei im ehrwürdigen Dom noch einige Lieder zum Lobe Gottes dar. Singet dem Herrn ein neues Lied Der Gottesdienst am Sonntag "Kantate", dem 28.04.2002, wurde traditionsgemäß vom evangelischen Kirchenchor musikalisch gestaltet. Eingerahmt wurde der Gottesdienst vom Kammerchor mit einer Vertonung des 98. Psalms "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Hans Friedrich Micheelsen (1902 - 1973). Vom Anfangswort dieses Psalms (lateinisch "Cantate") hat der Sonntag seinen Namen. Pfarrer Herbert Olbrich legte diesen Psalm auch seiner von zwei Chorälen unterbrochenen Predigt zugrunde. Vom Gesamtchor erklangen - z.T. im Wechsel mit der Gemeinde - "Lobt Gott getrost mit singen" in Sätzen von Adam Gumpelzhaimer (1559 - 1625) und Karl Marx (1897 - 1985), "Die beste Zeit im Jahr ist mein", "Ich singe dir mit Herz und Mund" von Johann Crüger (1598 - 1662) und "Singe, meine Seele singe" im Satz von Paul Ernst Ruppel (geb. 1913). Der Kammerchor sang noch eine Vertonung des 92. Psalms "Es ist ein köstlich Ding" von Johann Staden (1581 - 1634). |
Konzert des Ensembles
"Florilegium" aus Regensburg
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Einen
ganz besonderen musikalischen Leckerbissen servierte das
Ensemble Florilegium aus Regensburg den
Zuhörern am 10. März 2002 in der ev. Kirche Ginsheim.
Beate Knobloch, Blockflöte, Verena Kronseder, Viola da
Gamba und Blockflöte und Günther Kronseder, Spinett und
Orgel, beherrschen ihre Instrumente meisterhaft und
erzeugten eine ungeahnte Klangfülle. Dabei stellten sie
jeweils mehrere Vertreter ihrer Instrumentenfamilie vor:
So waren außer der normalen C-Flöte auch
Alt-, Tenor- und Bassblockflöte in zum Teil ganz
besonderer Bauweise zu hören sowie eine Sopran- und eine
Bassgambe, ebenfalls beide in einer besonderen
Ausführung. |
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Der
Schwerpunkt des Abends lag in der Musik des 16. und 17.
Jahrhunderts, einer zu dieser Zeit sehr modernen,
expressiven Musik, die stark emotional geprägt ist.
Abrupte Stimmungswechsel lösen in schneller Folge
einander ab: Getragene, fast wehmütig anmutenden
Passagen gehen spontan in schnelle, frohe Tanzrhythmen
über. Auf dem Programm standen Werke von Montalbano,
Uccellini, Castello, Vitali und Stradella, fast
ausschließlich in der Besetzung Flöte, Viola da Gamba
und Spinett. Eine Ausnahme bildete ein Werk Frescobaldis:
Günther Kronseder musizierte auf der neuen Ginsheimer
Orgel die Toccata Quinta. |
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Jahresversammlung der Chores Am Mittwoch, den 06.02.2002 fand die diesjährige Jahresversammlung des Kirchenchores statt. Nach einem kurzen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und einem Ausblick auf das Programm des Jahres 2002 stand die Euro-bedingte Änderung des Chorbeitrages auf der Tagesordnung. Es bedurfte keiner langen Diskussion, diesen zukünftig auf Euro 5,- im Jahr (statt bisher DM 10,-) festzusetzen. Anschließend wurde einigen Chormitgliedern für ihre langjähriger Treue zum Chor gedankt: Katharina Ittner für 70jährige und Johanna Goldner für 40jährige Mitgliedschaft. Beide ehemaligen Sängerinnen konnten leider ihre Urkunde nicht persönlich entgegennehmen. Für 25jährige Chorzugehörigkeit - zunächst im ehemaligen Kindersingkreis, später im Kirchenchor und Kammerchor - wurde Bettina Stoffel geehrt. Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" kam der jährliche Chorausflug zur Sprache, der auch in diesem Jahr voraussichtlich wieder am 3. Oktober stattfinden soll. Der "offizielle" Teil der Jahresversammlung endete mit einem Dank von Pfarrer Wilfried Ritz an den Chor und dessen Leiter. Besonderer Dank wurde Helga Schmidt und Ingo Stoffel zuteil, die über ihr Mitwirken im Chor hinaus auch im letzten Jahr viel Kraft und Arbeit in die Organisation und Durchführung des Basar-Nachmittages der Kirchengemeinde investiert haben. Ein fröhliches Lied aus dem 17. Jahrhundert leitete dann zur Fastnachtspaty über. Fastnacht beim Kirchenchor
|
| In
der Fastnachstzeit macht die Narretei auch vor dem
Kirchenchor nicht Halt. So wurde auch in diesem Jahr
wieder zünftig gefeiert. | Die
kleine Geschichte über einen mißglückten Banküberfall
wurde gekonnt in Szene gesetzt. |
"In dulci jubilo" Am 4. Advent 2001 hatte der Evangelische Kirchenchor Ginsheim zu einem Konzert "In dulci jubilo" - Weihnachtsmusik aus fünf Jahrhunderten eingeladen. Neben zwei Instrumentalstücken von Tartini und Fauré für Klarinette und Orgel erklangen die Kantaten "Fröhlich soll mein Herze springen" von Friedrich Zipp, "Willkommen süßer Bräutigam" von Vincent Lübeck und "Ihr lieben Hirten fürchtet euch nicht" von Andreas Hammerschmidt, das Weihnachtskonzert für zweistimmigen Frauenchor und Instrumente "Ich verkündige euch große Freude" von Johann Vierdanck sowie Werke von Cornelius Freundt (Wie schön singt uns der Engel Schar), Johann Seb. Bach (Choral "Vom Himmel hoch" aus dem Weihnachtsoratorium), Michael Praetorius (Psallite), Peter Cornelius (Die Könige) und Georg Friedrich Händel (Tochter Zion). Es musizierten: Andrea Klopp (Sopran), die ganz kurzfristig für die erkrankte Sopranistin Brigitta Schlechta eingesprungen ist, Dorothea Herrmann (Klarinette), Thomas und Christine Winkler (Violine), Markus Meyer-Benz (Violoncello), Ingo Stoffel (Oboe), Jürgen Rodeland (Orgel) sowie Gesamtchor und Kammerchor des evangelischen Kirchenchores Ginsheim. Die Leitung hatte Peter Bender. In der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 27.12.2001 war über das Konzert zu lesen: Musikalische Seelenmassage Kirchenchor beteiligte sich am Basar-Nachmittag Das
große Zusammenspiel der Gemeindegruppen der Ginsheimer
evangelischen Kirche hat wieder stattgefunden. Am 18.
November waren von 14:00 bis 17:30 Uhr die
Verkaufsstände vieler Gruppen offen, zahlreiche Besucher
füllten den Saal und die Kassen der Stände und an den
gedeckten Tischen ließ man sich gemütlich zu Kaffee und
Kuchen nieder. 60 Kuchen wurden an diesem Nachmittag
verzehrt und ca. 350 Tassen Kaffee getrunken! Viele
ließen sich diese Gelegenheit, an den Ständen zu
bummeln, Nützliches oder Nettes zu kaufen und einen
schönen Plaudernachmittag zu genießen nicht entgehen. Bach
zum Träumen |
In der Reihe der "Ginsheimer Kirchenmusiken" wurden am 22. September 2001 wieder musikalische Kostbarkeiten geboten: Reinhard Zalewski spielte auf der Gitarre selten gehörte Lautenwerke von Johann Sebastian Bach, Monika Zalewski wartete mit einer freien Improvisation über B-A-C-H für Fagott solo auf. | |
Monika
Zalewski studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen
Fagott und Klavier. Nach Abschluss des Studiums spielte
sie in verschiedenen Orchester- und
Kammermusikvereinigungen und wirkte bei zahlreichen
Aufführungen sowie Rundfunk- und CD-Produktionen mit.
Neben einer Lehrtätigkeit tritt sie fast ausschließlich
solistisch mit Werken aus der gesamten Fagott-Literatur
auf. Bei ihrer Improvisation bezog die Künstlerin den
Kirchenraum mit ein, indem sie im Vorraum der Kirche
begann und so das musikalische Thema in den Raum
hineinschweben ließ. Teils melancholisch, teils
fröhlich und bestimmend nahmen die warmen Töne des
Fagotts den Raum schließlich ganz in ihren Besitz. Die
Fagottistin verstand es, auf beeindruckende Weise die
Klangvielfalt ihres Instrumentes wirken zu lassen. | |
Reinhard Zalewski begann nach seinem Studium in Berlin, Düsseldorf und Köln eine Lehrtätigkeit, die sich durch eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland ergänzt. Wiederkehrende Einladungen in bedeutende Kirchen (Aachener Dom, Berliner Dom, Ulmer Münster, Limburger Dom, Altenburger Dom u.a.) und zu renommierten Musikfesten wie den Bachwochen in Greifswald, Ulm, Heidelberg, den Schweriner Kammermusiktagen, dem Quedlinburger Musiksommer sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen (WDR, ZDF) bezeugen das große Interesse an diesem Gitarristen. | |
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