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Corona-Virus:  Absage von Veranstaltungen - bis auf Weiteres keine Proben

Festgottesdienst zum Chorjubiläum
Wegen der Corona-Panemie mussten/müssen - beginnend mit dem für den 21. März 2020 vorgesehenen Festgottesdienst mit anschließendem Festempfang zum 100-jährigen Chorjubiläum - alle für das Jubiläumsjahr geplanten Chor-Projekte und -Veranstaltungen abgesagt werden.

Man ist aber fest entschlossen, möglichst im nächsten Jahr alles nachzuholen. Einer der Termine steht bereits fest: das ursprünglich für Mai 2020 geplante Konzert soll am Sonntag "Jubilate" (25. April) stattfinden. Es handelt sich um den Abschluss eines Chorprojekts zum Mitsingen, das nun im Laufe des Januar 2021 starten soll.  Alle weiteren Termine sind derzeit noch in Planung (s. auch unten zu "Chorprojekte").

Wann wieder Chorproben möglich sind bzw. wann wir wieder mit einer auch nur ansatzweise sinnvollen Chorabeit beginnen können, ist derzeit leider überhaupt nicht einzuschätzen. Dies u.a. vor dem Hintergrund verschiedener Vorgaben seitens der Landeskirche und des Zentrums Verkündigung:
-  "Grundsätze zum Schutz der Gesundheit in gottesdienstlichen Versammlungen und Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau" (Stand 09.07.2020). Darin heißt es u.a.: "In Hessen wird weiterhin dringend empfohlen, auf Gemeindegesang und Chorgesang zu verzichten." Bei Gottesdiensten im Freien gilt: "Gemeindegesang, Chorgesang und das Spielen der Posaunenchöre sind möglich. Unter allen Singenden und Musizierenden muss ein Mindestabstand von 3 Metern eingehalten werden."
- "Grundsätze für das kirchliche Leben zum Schutz der Gesundheit in Versammlungen und Veranstaltungen von Kirchengemeinden, Dekanaten und Einrichtungen sowie Rahmenbedingungen für ein Infektionsschutz-Konzept vor Ort in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau" (Stand: 06.07.2020): Bei Chören ist ein Infektionsrisiko gerade auch bei steigender Gruppengröße erhöht. Darauf weist auch das Robert-Koch-Institut nach wie vor hin. Deshalb empfehlen wir, vom Chorsingen in geschlossenen Räumen noch abzusehen. Dennoch können bei großem Abstand der Chormitglieder Proben ... möglich sein. Chorkonzerte ... sind ... seit dem 22. Juni in Hessen wieder möglich. Sie sollen nach Möglichkeit im Freien stattfinden. In Hessen wird empfohlen, bei Chören in Singrichtung ein Abstand von mindestens 6 m und seitlich von mindestens 3 m einzuhalten." 
- "Orientierung und Hinweise zur kirchenmusikalischen Arbeit unter Schutzbestimmungen", (Stand: 13.07.2020): "Das Robert-Koch-Institut weist nach wie vor darauf hin, darauf hin, dass sich für Chöre mit steigender Gruppengröße das Infektionsrisiko erhöht. Deshalb gilt weiterhin die Empfehlung, vom Chorsingen in
geschlossenen Räumen noch abzusehen. ...In der Landesverordnung Hessen finden Chöre ... keine ausdrückliche Erwähnung. Auch hier ist die Wiederaufnahme des Probenbetriebs wieder möglich. Empfohlen wird, nach Möglichkeit im Freien zu proben. Chören wird empfohlen einen Mindestabstand von 6 Metern in Singrichtung und seitlich von 3 Metern einzuhalten. Es ist eine verbindliche Sitzordnung festzulegen. Zu beachten ist jedoch, dass in kirchlichen Chören, ... vielfach Menschen mitwirken, die zu den besonders gefährdeten Risikogruppen (Alter, Vorerkrankungen) gehören. Es wird daher empfohlen, den Probenbetrieb – in jedem Fall für Angehörige von Risikogruppen – noch nicht wieder aufzunehmen. Es wird weiterhin empfohlen, sich mit den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern in Verbindung zu setzen, ob für die jeweiligen Kommunen spezielle Regelungen gelten. Der Kirchenvorstand muss in jedem Fall ein Schutzkonzept beschließen, dass von den Veranstaltenden zu erarbeiten ist. Dazu gehören die Dokumentation der Teilnehmenden, die Hygiene, die Wahrung des Abstandes zwischen den Teilnehmenden (... bei Chören  mind. 3 Meter), die zeitliche Begrenzung der gemeinsamen Arbeit (Einheiten von 30 Minuten) sowie ein ausreichendes Zeitfenster von mindestens 15 Minuten für Stoßlüftung und ggf. Desinfektion. Noten, Notenständer, Bleistift, ..., Stühle dürfen nicht von mehreren Personen berührt werden. ... Das Betreten und Verlassen des Probengebäudes ist zu dokumentieren und gemeinsam mit der Liste der Teilnehmenden dem Kirchenvorstand zu übergeben, wo die Unterlagen einen Monat lang aufzubewahren sind, um Infektionsketten nachvollziehen zu können. ... Bei Proben im Freien sollen die Anwohnenden vorher Informiert werden."

- Auf der Gundlage des Vorgenannten und unter Berücksichtgung der Vorgaben des Landes Hessen hat der Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Ginsheim ein Schutzkonzept zu Gottesdiensten sowie ein Schutzkonzept zur Gemeindehausnutzung erarbeit.

Unter Berücksichtigung all dieser Ausführungen ist zwar theoretisch eine gewisse Chorarbeit in Kleingruppen durchführbar, allerdings ist in Anbetracht aller einzuhaltenden (Abstands-)Regeln und (Dokumetations-)Pflichten ein auch nur halbwegs vernünftiges Proben (auch auf dem Platz vor dem Gemeindehaus) nahezu unmöglich.

Wie riskant Chorsingen in Zeiten von Corona ist, wird durchaus kontrovers diskutiert. Fakt ist, dass sich im Rahmen einer Chorprobe 60 von 80 Mitglieder der Berliner Domkantorei (einschließlich Chorleiter und Korrepetitorin) mit dem Coronavirus infiziert haben, wobei die genauen Infektionswege letztlich nicht abchließend geklärt sind. Auch vor diesem Hintergrund ist fraglich, wann eine Rückkehr in den gewohnten "Choralltag" möglich sein wird. Zu diesem Thema einige Links auf entsprechende Veröffentlichungen: Süddeutsche Zeitung Deutschlandfunk Kultur  NDR Kultur NDR Kultur "Neue Studie" Charité Berlin Hochschule für Musik Freiburg Universität der Bundeswehr München

Sobald absehbar ist, wann die Probearbeit - evtl. auch in Kleingruppen - wieder aufgenommen werden kann, wird dies u.a. über die Website der Kantorei kommuniziert.

Hier noch jeweils ein Link auf die aktuellen Hinweise der Landeskirche Hessen-Nassau sowie der Stadt Ginsheim-Gustavsburg im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie:    Landeskirche EKHN    Stadt Ginsheim-Gustavsburg

Jubiläum »100 Jahre Ginsheimer Kantorei«

Festgottesdienst zum Chorjubiläum
Festschrift als pdf-Download
Im Jahr 2020 feiert die Ginsheimer Kantorei ihr 100-jähriges Bestehen. Gegründet im Jahr 1920 als „Evangelischer Kirchengesangverein Ginsheim“, ist die Kantorei bis heute fester Bestandteil der Kirchengemeinde Ginsheim. Sie sieht ihren Auftrag in der musikalischen Mit- bzw. Ausgestaltung von Gottesdiensten, insbesondere an kirchlichen Fest- und Feiertagen, sowie in der Durchführung von Kirchenkonzerten. Letztere werden in aller Regel in Form von offenen Chorprojekten durchgeführt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Das Spektrum an chormusikalischen Stilrichtungen ist dabei breit gefächert. Der Kammerchor der Kantorei tritt gelegentlich auch über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus mit wechselnden Programmen auf.

Das für das Jubiläumsjahr vorgesehene Festprogramm kann aufgrund der Corona-pandemie leider nicht wie geplant sattfinden. So musste u.a. der für den 21. März vorgesehene Festgottesdienst und Festempfang zum 100. Chorgeburtstag auf einen derzeit noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollte auch die Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum präsentiert werden. Während die gedruckten Exemplare jetzt darauf warten, verteilt zu werden, steht die Festschrift nun auch als pdf-Version zur Verfügung. Und hier geht es direkt zu den Grußworten:
Dekanin Birgit Schlegel   Pfarrer Wilfried Ritz   Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha   Chorleiter Armin Rauch

Die zum Jubiläumsjahr der Kantorei ursprünglich geplanten Veranstaltungen finden sich auf der Website unter "Termine/Veranstaltungen". Sobald Ausweichtermine feststehen, werden diese dort bekannt gegeben.


Ein besonderer Dank gilt all denen, die durch finanzielle oder sonstige Unterstützung dazu beitragen, das Jubiläum gebührend zu begehen:

Buchhandlung in der Villa Herrmann    Gemeinnützige Baugenossenschaft Mainspitze     Wohnbau Mainspitze GmbHStadt Ginsheim-Gustavsburg    Stiftung Ev. Kirche Ginsheim   Volksbank Mainspitze

Chorprojekte zum Mitsingen - 2020 "Zwangspause durch Corona"

Die Ginsheimer Kantorei bietet regelmäßig offene Chorprojekte an. Dabei besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit der Kantorei ein Konzertprogramm zu erarbeiten und aufzuführen, ohne sich langfristig zu binden. Gerade auch singbegeisterte Menschen, die bereits in einem Chor aktiv sind, haben damit die Chance, sich für einen zeitlich begrenzten und überschaubaren Zeitraum zusätzlich gesanglich zu betätigen.

Leider musste das erste Projekt im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie abgebrochen werden. Geplant war, Werke für ein Konzertprogramm unter dem Titel "Cantate Domino - Musik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart" zu erarbeiten. Allerdings soll das Projekt im nächsten Jahr neu aufgelegt werden. Projektstart wird im Laufe des Januar 2021 sein, das abschließende Konzert ist für den Sonntag "Jubilate" (25. April 2021) vorgesehen. Das Programm bleibt unverändert: u.a. Werke von Giovanni Croce, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Oskar Gottlieb Blarr, Rolf Schweizer, Zsolt Gárdonyi, Karl Jenkins. (vollständiges Programm als pdf-Datei)

Auch das zweite für das Jahr 2020 vorgesehene Projekt (Bach: Weihnachtsoratorium, Kantaten 1,3,5,6) kann in Anbetracht der Maßnahmen zum Schutz vor einer Corona-Infektion nicht wie geplant durchgeführt werden. Derzeit wird geprüft, ob dieses Projekt auf nächstes Jahr verschoben werden kann. Projektstart wäre direkt nach Ende der Sommerferien 2021. Das abschließende gemeinsame Konzert mit der Dekanatskantorei Rüsselsheim und dem Evangelischen Kirchenchor Hochheim würde dann am Sonntag, 19. Dezember 2021 (4. Advent) in der Evang. Kirche Ginsheim stattfinden.

Weitere Einzelheiten zu den Projekten s. unter "Termine/Proben"



Gospel-Workshop mit Gesine und Traugott Fünfgeld - Töne des Friedens

Gesine und Traugott Fünfgeld
Foto: Fünfgeld
Aus Anlass ihres 100. Geburtstags hatte die Ginsheimer Kantorei für den 8. Februar 2020 zu einem eintägigen Gospel-Workshop eingeladen. Über 50 Frauen, Männer und Kinder waren der Einladung gefolgt, um sich vom Geist der Spirituals und Gospels inspirieren zu lassen und den Tag mit fröhlichem Singen zu verbringen. Unter der professionellen Leitung von Gesine und Traugott Fünfgeld wurden sechs Spirituals und Gospels eingeübt: Ein Kanon sowie fünf vierstimmige Arrangements aus der Feder von Traugott Fünfgeld.

Der Offenburger Bezirkskantor Traugott Fünfgeld hat sich neben seinem Wirken als Kirchenmusiker und Organist mit zahlreichen Kompositionen, insbesondere für Chor sowie für Blechbläser, einen Namen gemacht. Seine Chorsätze zu Spirituals und Gospels sind Ausdruck einer innigen wie auch swingend fröhlichen Glaubensverkündigung über konfessionelle Grenzen hinweg. Die freischaffende Musikerin Gesine Fünfgeld ist u.a. Leiterin des im Ortenaukreis beheimateten Gospelchors "Gospel Generation". Gemeinsam mit ihrem Ehemann führt sie regelmäßig Gospelworkshops und -projekte durch, die sich bundesweit großer Beliebtheit erfreuen.

Seinen Abschluss fand der Workshop am späten Nachmittag im Rahmen einer Gospel-Vesper in der evangelischen Kirche Ginsheim. In dem musikalisch geprägten Gottesdienst unter dem Leitwort „Töne des Friedens“ präsentierten die Teilnehmenden des Workshops das überwältigende und mitreißende Ergebnis dessen, was am Tag über erarbeitet wurde.

Der Gospel-Workshop bildete den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen der Ginsheimer Kantorei. Alle weiteren Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr finden sich unter "Termine/Veranstaltungen".



»Die Orgel tanzt - Walzer, Tango, Boogie und Co.«
Neujahrskonzert zum 20. Orgeljubiläum

Neujahrskonzert: »Die Orgel Tanzt«

Weitere Infos zu den Künstlern:
www.lenz-musik.de
Erneut gastierte am 5. Januar 2020 das Organistenduo Iris und Carsten Lenz in Ginsheim. Sie eröffneten mit einem humorvollen Orgel-Neujahrskonzert mit 4 Händen und 4 Füßen, "bei dem die Pfeifen tanzen" beschwingt das Jubiläums-Jahr zum 20. Geburtstag der Oberlinger-Orgel und zum 100. Geburtstag der Ginsheimer Kantorei. Wie bei den vergangenen Konzerten wurde die Orgel-Spielanlage per Video auf eine große Leinwand im Kirchenraum übertragen.

Es erklang originale Tanzmusik für Pfeifenorgel von 1500 bis heute. Bereits in der Frühzeit der Orgelmusik wurden neben geistlichen Kompositionen auch Tänze für Orgel komponiert. Schon in den ersten Orgel-Notenbüchern im 14. Jahrhundert sind erste Orgel-Tänze überliefert. Auch in Klöstern der Barockzeit entstand Orgel-Tanzmusik oder im 19. Jahrhundert in der Schweiz die berühmten Toggenburger Hausorgeltänze. Heute wird diese Tradition mit viele neuen Orgelstücken im Swing- und Jazz-Stil fortgesetzt. Die Konzertbesucher in der voll besetzten Kirche durften sich erfreuen an Tänzen, Märschen, Walzer, Tango, Polka, Ländler, Swing, Blues, Cha Cha Cha, Boogie und Co. u.a. von Elias Nikolaus Ammerbach, Giovanni Morandi, Elsbeth Forrer, Thomas P. Westendorf, Julien Bret, Robin Dinda (Charlie Dog Blues). Mit den abschließenden Geburtstags-Tänzen zu “Happy Birthday” von Carsten Lenz gratulierte das Organisten-Duo in besonderer musikalischer Weise zum 20. Orgel- und 100. Chor-Geburtstag 2020.

Die beiden Orgel-Virtuosen Iris und Carsten Lenz gelten gelten zurzeit als eines der führenden Orgel-Duos in Europa. Sie sind Organisten an der großen und bedeutenden Skinner-Orgel in Ingelheim am Rhein. Bisher haben sie zahlreiche Konzerte in vielen Ländern Europas, in Russland und in den USA gespielt, rund 30 CD-Einspielungen und 3 Video-DVDs vorgelegt sowie bei Radio- und TV-Produktionen mitgewirkt.

Als "kleines Vorprogramm" gab Carsten Lenz wieder eine kurze Orgel-Vorführung, bei der die Besucher Einblicke in die Funktionsweise und Klangmöglichkeiten der Orgel bekommen konnten. Er führte dabei aus: “Wir kennen die Ginsheimer Orgel schon seit vielen Jahren und haben daran schon mehrere Konzerte gespielt. Der Standort der Orgel vorne im Altarraum ist wirklich ideal für ein Konzert. Das wirkt sich auch besonders positiv auf die Konzertatmosphäre aus und wir bekommen einen wesentlich besseren Kontakt zu den Besuchern als bei Orgeln, die auf Emporen stehen.”.


Ruf in den Advent 2019

Seit nunmehr acht Jahren gehört er zum festen Bestandteil des Konzertgeschehens in der Evangelischen Kirche Ginsheim und ist inzwischen nicht mehr wegzudenken: Der »Ruf in den Advent« bei dem ein Bläserensemble des Evangelischen Posaunenchors Ginsheim (Leitung: Hans-Benno Hauf) und der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei (Leitung: Armin Rauch) am Vorabend des 1. Advent musikalisch auf die Adventszeit einstimmen. Dieses Jahr war es am 30. November wieder soweit. So viele waren dem "Ruf" gefolgt, dass fast alle Plätze in der Kirche besetzt waren. Mit Chorsätzen und Arrangements vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart konnten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer inspirieren lassen. Und sie durften auch selbst in die Musik mit einstimmen, gleich zu Beginn zu zwei bekannten Adventschorälen und schließlich am Ende bei  "Tochter Zion", das von allen gemeinsam musisziert wurde.


»Requiem« und »Klarinettenkonzert A-Dur« von Wolfgang Amadeus Mozart

Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken fand am Ewigkeitssonntag 2019 (24. November) in der bis auf den letzten Platz gefüllten Evangelischen Kirche Ginsheim ein ganz besonderes Konzertereignis statt, bei dem das Requiem d-Moll (KV 626) von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung kam. Das Werk erklang in der von Franz Xaver Süßmayr vervollständigten Version, die Mozart historisch wohl am nächsten stehen dürfte. Mozart selbst verstarb am 05. Dezember 1791, ohne seine Komposition vollenden zu können.

Dem Requiem vorangestellt war Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur (KV 622). Dieses ist das einzige Konzert, das Mozart für dieses Instrument geschrieben hat. Es ist gleichzeitig eines seiner letzten Werke, die er - im Gegensatz zum Requiem - noch selbst vollenden konnte. Das in drei Sätze unterteilte Konzert wurde vom Solo-Klarinettisten Christopher Woods und der »Cappella Francoforte« (Konzertmeisterin Katrin Ebert) auf historischen Instrumenten in vorzüglicher Weise virtuos und nuancenreich präsentiert.

Für die Aufführung des Mozarts-Requiems kam es erstmals zu einer Kooperation zwischen der durch Projektsängerinnen und -sänger verstärkten Ginsheimer Kantorei (Einstudierung: Armin Rauch) mit der Dekanatskantorei Rüsselsheim und dem Evangelischen Kirchenchor Hochheim (Einstudierung: Jens Lindemann). Die auf gleichermaßen hohem Niveau agierenden Chöre verschmolzen unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor Jens Lindemenn zu einem homogenen Klangkörper von rund einhundert Sängerinnen und Sängern, wobei die präzise Artikulation und die gut herausgearbeitete große dynamische Breite besonders zu erwähnen sind.

Das Solistenensemble mit Marion E. Bücher-Herbst (Sopran), Jud Perry (Altus), Ralf Emge (Tenor), Christoph Kögel (Bass) begeisterte mit einer fein aufeinander abgestimmten klaren und schlanken Stimmführung ebenso wie das von Katrin Ebert zusammengestellte grandios musizierende Barockorchester.


Irische Harfe, Gesang und Geschichten mit Hilary O'Neill

Hilary O'Neill
Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken war am Dienstag, 17. September 2019, Hilary O'Neill erneut in der Evangelischen Kirche Ginsheim zu Gast.

Mit den Klängen ihrer irischen Harfe und ihrem glaskaren, von hoher Ausdrucksstärke und großer dynamischer Breite geprägten Mezzosporan verzauberte Hilary regelrecht ihr Publikum. Mit viel Charme und Humor nahm Sie die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikaliche Reise in ihre irische Heimat, ein Land das geprägt ist von Feen, Kobolden, Zwergen, Riesen und jahrhundertalten Legenden.

Wie auch in denVargangenen Konzerten sang die Künstlerin in englisch und gälisch und erzählte die begleitenden Geschichten und Gedichte auf deutsch. Ihre Lieder handelten von neuer und vergangener Liebe, vom Verlassen der geliebten Heimat und dem Wunsch, eines Tages dorthin zurückzukehren. Aber auch lustige Geschichten von gestern und heute mit frechem Witz hatten Platz in ihrem diesjährigen Programm.

Mit anhaltedem Applaus bedankte sich das begeisterte Publikum bei Hilary O'Neill.
Weitere Infos zur Künstlerin: www.hilaryoneill.com


Serenade zum Tag des Denkmals - Kammerchor der Kantorei zu Gast in Partenheim

Seit vielen Jahren ist es in der Evangelischen Kirche St. Peter in Partenheim zur Tradition geworden, am Ende des internationalen Denkmaltages ein Konzert zu veranstalten. In diesem Jahr durfte zu diesem Anlass am Sonntag, 8. September 2019, 18:00 Uhr, der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei zu Gast in der Partenheimer Kirche sein.

In der "Serenade zum Tag des Denkmals" ließ der Chor unter der Leitung von Armin Rauch heitere und besinnliche a-cappella-Werke erklingen: Lieder und Chorsätze zum Lob Gottes und der Musik, Tanz- und Trinklieder, Lieder von Liebe, Abschied, Sehnsucht, sowie Abendlieder. Der musikalische Bogen spannte sich dabei vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Es erklangen Chorsätze u.a. von Orlando di Lasso, Schein, Dowland, Morley, Lechner, Bach, Graun, Brahms, Wolters und Rheinberger.
Instrumentalstücke präsentiert von Hans-Roland Schneider (Gitarre) und Thomas Herwig (Orgel) rundeten das Programm ab.


»Virtuoses Akkordeon mit russischer Seele«

Alexandre Bytchkov
Am Samstag, 25. Mai 2019, gastierte Alexandre Bytchkov mit einem Akkordeon-Solokonzert in der Evangelischen Kirche Ginsheim. Unter dem Titel »Virtuoses Akkordeon mit russischer Seele - Klassik und viel mehr von Alexandre Bytchkov« präsentierte der Künstler ein Musikprogramm mit höchstem künstlerischen Anspruch. Bereits mit der zum Konzertbeginn musizierten Toccata und Fuge d-Moll, BWV 565, wusste Alexandre Bytchkov sein Publikum zu begeistern, einerseits durch seine außerordentliche Virtuosität, andererseits durch eine klanglich facettenreiche und dynamisch hervorragend abgestufte Interpretation der bekannten Bach'schen Komposition für Orgel. Im weiteren Konzertverlauf führte der Akkordeonist die Zuhörerinnen und Zuhörer durch unterschiedliche Musikgattungen. Ob klassische Werke, leichte Musettwalzer, spritzige Tangos oder gefühlvolle russische Romanzen: Alexandre Bytchkov faszinierte mit seinem überaus räzisen und von hohem musikalischen Einfühlungsvermögen geprägtem Spiel.

Der Künstler stammt aus Sankt Petersburg (Russland). Das Musikstudium an der "Staatlichen Hochschule für Kultur" seiner Heimatstadt beschloss er mit dem Diplom als Dirigent, Akkordeonlehrer und Konzertakkordeonist. Seit zwanzig Jahren lebt der Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe mit seiner Familie in Mainz. Er ist als Dozent am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium sowie als freischaffender Musiker tätig.


Konzert zur Passionszeit

Am Sonntag, 7. April 2019, hatte die Ginsheimer Kantorei zu einem Konzert zur Passionszeit in die Evangelische Kirche Ginsheim eingeladen. Im Mittelpunkt des Konzerts stand die Matthäus-Passion für Soli, vierstimmigen gemischten Chor und Basso continuo von Johann Georg Kühnhausen (1640-1741). Vom kompositorischen Schaffen von Johann Georg Kühnhausen ist bisher nur dessen »Matthäus-Passion« bekannt. Der Komponist war seit 1661 bis zu seinem Tod Hofmusicus und Sänger der Hofkapelle und gleichzeitig Stadtkantor in Celle. Die bewundernswerte Gesamtanlage der Komposition Kühnhausens mit ihrem Wechsel zwischen Turbae, Chorälen, Arien, den Soliloquenten und den Rezitativen bekundet, dass es sich um ein meisterliches Werk handelt, das in der Geschichte der Passionsvertonungen einen würdigen Platz beansprucht. 

Das Werk Kühnhauses wurde von Andreas Koppelmann (Evangelist), Klaus Uwe Ludwig (Jesus-Worte), Günter Schulz (Violoncello), Charlotte Adelsberger (Orgel) sowie der Ginsheimer Kantorei mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Chorprojekts (Leitung: Armin Rauch) musikalisch ausdrucksstark dargeboten.

Als Hinführung zu Kühnhausens Passion erklang zu Beginn des Konzert die fünfstimmige Motette »Tristis est anima mea« die Johann Kuhnau (1660-1722) zugeschrieben wird. Der Text der Motette knüpft an Kapitel 26, Vers 38 des Matthäusevangeliums an: »Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir!«

Eindruckvoll und ergreifend waren die besinnlichen Texte von Christine Ganß und Elena Nowak als vebindende und  überleitende Elemente zwischen den beiden musikalischen Werken bzw. den beiden Teilen der Passionsvertonung.
In ihren dankenden Worten im Namen des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Ginsheim nahm Karin Langendorf Bezug auf das Motto "Schlüsselmusik" der aktuellen Impulspost der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau: Musik als ein Schlüssel, der Türen zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zu Gott aufschließt, als ein himmlisches Geschenk, als einen Zugang zu Gott und zu uns selbst und zu anderen Menschen. Musik als Himmelsöffnerin, Seelenventil und Klangverbindung.


Konzert „nach einem Traum…“

Am Sonntag, 17. März 2019, konzertieren Julia Shlayfer (Querflöte), Dorothea Herrmann (Klarinette) und Vladlena Porozki (Orgel und Klavier) in der Evangelischen Kirche Ginsheim. Unter dem Titel Konzert „nach einem Traum…“ bezauberten die drei Musikerinnen mit einem facettenreichen und ausdrucksstarken Programm. Im Zusammenspiel mit den verschiedenen Instrumenten und deren individuellem Timbre erzeugten die Künstlerinnen eine Vielzahl ganz besonderer Klangfarben und bereiteten ihrem Publikum in der gut besetzten Kirche ein außergewöhnliches Hörerlebnis. Es erklangen musikalische Kostbarkeiten aus der Welt der Klassik, der Romantik, dem Impressionismus bis ins 21. Jahrhundert: u.a. Franz Danzi's Concertante in B-Dur, op.41, eine Melodie aus Orpheus von Christoph Willibald Gluck, ein Concerto von Domienico Cimarosa, Georg Bizet's Entracte" aus Carmin und zwei Interludes von Jacques Ibert. Einen grandiosen Abschluss bildete die "Suite gotique" op. 25 von Leon Boëllmann.



Ruf in den Advent 2018

Am 1. Dezember 2018 hatten ein Bläserensemble des Evangelischen Posaunenchors Ginsheim (Leitung: Hans-Benno Hauf) und der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei (Leitung: Armin Rauch) - wie es nun seit sieben Jahren zu einer gewissen Tradition geworden ist - zum "Ruf in den Advent" eingeladen, um musikalisch auf die Adventszeit einzustimmen. Und das ist den beiden Ensembles mit einer Mischung aus Chorsätzen und Bläserarrangements vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart wieder bestens gelungen. Seitens des Kammerchors standen in diesem Jahr auf dem Programm: "Wir sagen euch an, den lieben Advent" im Satz von Traugott Fünfgeld, "E’en So, Lord Jesus, Quickly Come" von Paul Manz, "Ave Maria" in einem Satz von Tomás Luis de Victoria, "Dixit Maria" im Satz von Hans Leo Hassler, „Maria durch ein Dornwald ging“ im Satz von Heinrich Kaminski und "Hosianna dem Sohne Davids" aus den „Deutschen Evangeliensprüchen für das Kirchenjahr“ von Melchior Franck.


Maurice Duruflé: »Requiem« - Konzert zum Ewigkeitssonntag


Proramm (pdf)
Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken hatte die Ginsheimer Kantorei am 25. November 2018 zu einem Konzert zum Ewigkeitssonntag eingeladen. Die beiden zentralen Werke des gut besuchten Konzerts in der Evangelischen Kirche Ginsheim waren der von Klaus Uwe Ludwig facettenreich und eindrucksvoll dargbebotene "Choral Nr. 3 a-moll" für Orgel von César Franck sowie das Requiem op. 9 von Maurice Duruflé in der Fassung für Soli, Chor und Orgel. Bei der komplexen Komposition, die eine hohe Anforderung an den Chor stellt, beeindruckten die Sängerinnen und Sänger mit sicherer Intonation und viel Einfühlungsvermögen.

Bei den wenigen Kompositionen von Maurice Duruflé stehen die Orgel- und Geistlichen Werke an erster Stelle. Dieses knappe Oeuvre sichert ob seiner Genialität und Musikalität Duruflé mit seiner starken und gedankenreichen Künstlerpersönlichkeit einen herausragenden Platz. Seine Musik blüht nicht zuletzt auf Grund ihrer Gemütsbewegungen und poetischen Wirkungen - eine wunderbare Synthese zwischen gregorianischem Choral, impressionistisch reicher Farbgebung und oft schwereloser Anmut. Das Requiem op. 9  entstand ab 1941. An Allerheiligen 1947 wurde es erstmals in der Fassung mit Soli, Chor, großem Orchester und Orgel aufgeführt, 1948 folgte eine Fassung  für Orgel statt Orchester, 1961 eine Fassung für Kammerorchester.

Duruflés Requiem will vorwiegend trösten und nimmt dafür die eigentlich nicht zum Requiem-Text gehörigen "Libera me" und "In paradisum" hinzu. Besonders im Requiem hat Duruflé eine geniale Verknüpfung von Gregorianischem Choral und seiner eigenen Tonsprache gefunden, die vor allem romantisch-impressionistische Farben leuchten lassen. Duruflé selbst schrieb dazu: "Das ... Requiem basiert gänzlich auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal habe ich den exakten Notentext übernommen, ..., an anderen Stellen diente er mir lediglich als Anregung... Im allgemeinen war ich bestrebt, meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der gregorianischen Themen durchdringen zu lassen." Alle Sätze enden ruhig und still ergeben. So stellen sich die Höhepunkte in Dynamik und Dramatik umso einschneidender dar. Das gesamte Werk schließt mit einem Sept-Non-Akkord in Fis-Dur - himmlischer kann es kaum sein.

Aufführende waren Ruth Zetzsche (Mezzo-Sopran), Klaus Uwe Ludwig (Orgel) sowie die Ginsheimer Kantorei und Teilnehmer/innen des Chorprojektes (Leitung: Armin Rauch).


Kammerchor zu Gast in Essenheim

Am 30. September 2018 war der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei zu Gast in der Evangelische Mauritius-Kirche Essenheim. Dort wurde der Abendgottesdienst musikalisch mitgestaltet.

Es erklangen die Spirituals »Great day«, »Good news in the Kingdom« und »This little light of mine« in Bearbeitungen von Traugott Fünfgeld sowie »Aller Augen warten auf dich» von Heinrich Schütz, »Ach Herr, ich bin nicht wert« von Melchior Franck, »Verleih uns Frieden gnädiglich« von Felix Mendelssohn Bartholdy und »Hinunter ist der Sonnen Schein« von Melchior Vulpius.

Der Gottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls wurde geleitet von Pfarrer Simon Meister.


Duo Armonia: »Tango & Co«

Im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken konzertierte am Sonntag, 27. Mai 2018 das »Duo Armonia«  in der Evangelischen Kirche Ginsheim. Ziel des 2013 gegründeten Duos war es, dem interessanten Zusammenklang verschiedener Flöten mit der Gitarre nachzuspüren und mit ihrem abwechslunsgreichen Programm unter dem Titel »Tango & Co« ihr Publikum regelrecht zu verzaubern. Und dies ist der Flötistin Norma Lukoschek  und dem Gitarristen Hans-Roland Schneider in vorzüglicher Weise gelungen: Sei es u.a. mit Astor Piazollas » Libertango«, Ragtimes von Scott Joplin, Bearbeitungen bekannter Kompositionen von Johann Sebastian Bach, der »Suite de los Buenos Aires« von Claudia Montero oder einer »Sommersuite« von Alfonso Carlos Miguel. Das begeisterte Publikum forderte mit stehendem Applaus mehrere Zugaben von Norma Lukoschek und Hans-Roland Schneider, deren hinreißendes Musizieren bei den Zuhörerinnen und Zuhörern wohl noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

 "Sphärische Klänge der Flöte - DUO ARMONIA - Programm aus Tangoklängen, Ragtimes und Bach-Klassikern in der evangelischen Kirche" - Bericht in der Mainspitze  vom 29.05.2018


»Jubilate Deo« - Festliche Chor- und Orgelmusik zum Sonntag Jubilate


Proramm (pdf)
Sonntag, 22. April 2018 - Konzert zum Sonntag »Jubilate«
Die stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde Karin Langendorf brachte es in ihren Schluss- und Dankesworten am Ende des festlichen Chor- und Orgelkonzertes der Ginsheimer Kantorei mit ihrer Formulierung "Ich bin voller Musik" auf den Punkt. Sie hatte damit die Empfindungen der zahlreichen Besucherinnen und Besucher in der Evangelischen Kirche Ginsheim sehr treffend beschrieben und wiedergegeben. Die neunzigminütige von Orgel, Chor und Gesangssolistinnen geprägte "göttliche Musik" interpretierte in allen Varianten maßgeschneidert den Sonntag »Jubilate«.

Chorleiter Armin Rauch musste zu Beginn des Konzertes über eine geringfügige Änderung des Programms wegen des krankheitsbedingten sehr kurzfristigen Ausfalls des ursprünglich vorgesehenen Organisten informieren. Er dankte dabei unter Beifall des Publikums sehr herzlich Andreas Karthäuser, u.a. Organist in der Thalkirche in Wiesbaden-Sonnenberg, der eingesprungen war. Letztlich war nur eine gemeinsame Probe von Chor, Solistinnen und Organist möglich, die jedoch die Qualität der musikalischen Darbietungen in keiner Weise schmälerte. Es war ein in jeder Beziehung musikalisch hervorragend gestaltetes und rundum sehr gelungenes Konzert. Neben den großartigen Leistungen des Organisten beeindruckten in gleicher Weise die mit Engagement und wahrnehmbarer Freude am Singen auf hohem Niveau dargebotenen Präsentationen des 40-köpfigen Projektchores mit einer ausgewogenen Zahl von Männer- und Frauenstimmen sowie den Solistinnen Brigitta Schlechta und Antje Rauch (Sopran) und Ruth Zetzsche (Alt). Der langanhaltende und sehr emotionale Beifall des Publikums galt abschließend auch dem Chorleiter Armin Rauch dem es wiederum gelungen war ein wunderbares Konzert zu gestalten. (Wolfgang Stoffel)

 "Besucher erleben „göttliche Musik“ bei Konzert in der evangelischen Kirche Ginsheim" - Bericht in der Mainspitze  vom 26.04.2018


Ruf in den Advent 2017

Feierlicher und stimmungsvoller Beginn der Adventszeit am 02.12.2017 in der Evangelischen Kirche in Ginsheim
Die Adventszeit ist von ihrer Bedeutung und ihrem Inhalt die Zeit, in der sich die Christenheit auf die Ankunft Jesu Christi vorbereitet. Hierzu gehören sowohl vorweihnachtliche Bräuche als auch Möglichkeiten zur Einkehr, Ruhe und Besinnlichkeit bei vollen Terminkalendern. Da kam der musikalische "Ruf in den Advent" am Vorabend zum 1. Advent genau zur rechten Zeit. Bereits zum sechsten Male in Folge hatten der Ginsheimer Kammerchor der evangelischen Kantorei und ein Bläserensemble des evangelischen Posauenchores zu einem gemeinsamen Konzert eingeladen. Die gut besuchte Evangelische Kirche bot dabei auch diesmal wieder die von den Besucherinnen und Besuchern erwartete besondere Atmosphäre. So konnten die dargebotenen adventlichen Klänge und Liedtexte vortrefflich genossen und verinnerlicht werden. Kammerchor und Bläserensemble brachten dabei abwechselnd, sehr gut aufeinander abgestimmt und in musikalisch hervorragender Weise die von den beiden Chorleitern Armin Rauch (Kammerchor) und Hans Benno Hauf (Posaunenchor) ausgewählten Lieder und Musikstücke zu Gehör. Sie umfassten barocke, romantische und zeitgenössische Werke bekannter Komponisten aus mehreren Jahrhunderten. Hilfreich und informativ waren in diesem Zusammenhang auch die kurzen Erläuterungen der beiden Chorleiter. Eine gute Idee war es auch das Publikum bei der Interpretation der beiden Chorwerke "Wie soll ich dich empflangen" und "Macht hoch die Tür" einzubeziehen. Langanhaltender und intensiver Applaus war die Belohnung für die gelungene Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit. (Wolfgang Stoffel)

Hineinhören in den "Ruf in den Advent 2017"
- Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901): »Ex sion«
- Anonymus (ehem. John Redford (+1547) zugeordnet):   »Rejoice in the Lord alway«
- Andreas Hammerschmidt (1612-1675):  »Machet die Tore weit«
- Hans Kunz: »O komm, o komm, du Morgenstern«
- Johann Crüger (1598-1662): »Wie soll ich dich empfangen«
- Friedrich Silcher (1789-1860): »Macht hoch die Tür«


Herbst-Serenade


Proramm (pdf)
Im Rahmen der "Ginsheimer Kirchenmusiken" hatte die Ginsheimer Kantorei am 12. November 2017 zu einem Konzert in die Evangelische Kirche in Ginsheim eingeladen. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher trafen an diesem wettermäßig tristen und regenreichen Sonntag mit dem Besuch der "Herbst-Serenade" die richtige Entscheidung. Sie genossen heitere und besinnliche Musik aus mehreren Jahrhunderten und von vielen Komponisten (siehe Programmblatt) zur herbstlichen Jahreszeit. Das von dem Chorleiter Armin Rauch ausgewählte unterhaltsame und abwechslungsreiche Programm berührte alle Gemüts- und Gefühlsfacetten von Fröhlichkeit bis Nachdenklichkeit. Teilweise war Gänsehaut angesagt. Hierzu trug in besonderer Weise auch die hervorragende Qualität des Chores und der Solisten bei. Es war einfach Genuss pur zuzuhören. Die verschiedenen Darbietungen waren sehr gut aufeinander abgestimmt und ermöglichten einen Spannungsbogen, der gebanntes Zuhören und Mitfühlen initiierte. Diese Stimmung bestimmte das gesamte fast neunzigminütige Konzert und war auch nach dessen Ende in vielfältiger Weise sehr deutlich zu spüren.

Außergewöhnlich war bereits der Beginn des Konzertes. Im Bereich des Altarraumes standen zunächst nicht - wie gewohnt - die Mitglieder des Projektchores der Kantorei und die Solisten sondern Thomas Herwig als Dudelsackbläser und Konrad Stoffel als Begleiter an der Trommel. Sie intonierten die inzwischen berühmte Melodie "Highland Cathedral" die sogar zur schottischen Nationalhymne vorgeschlagen worden war. Während dieser eindrucksvollen Darbietung hielt das gesamte Ensemble mit den nahezu fünfzig Mitgliedern sowie den weiteren Ausführenden Jens Pokora (Bariton) und Andreas Arneke (Piano) Einzug und nahm im Altarraum Aufstellung. Brigitte Ploch, die der Kantorei auch als Sängerin angehört, führte sodann als Moderatorin durch das Programm. Sie gab Erläuterungen zu den Themenbereichen des Konzertes und zitierte dabei auch passende Gedichte zu den inhaltlichen thematischen Schwerpunkten geistlicher und weltlicher Lieder der Serenade: "Musik im Herbst", "Freundschaft, Frohsinn und Gesang", "Im Tanz", "Musik", "Abendsegen" und "Abendfrieden". 

Zum hervorragenden musikalischen Gelingen der Serenade trugen neben den gesanglichen Darbietungen des Chores in gleicher Weise der Bariton Jens Pokora sowie der Pianist Andreas Arneke bei. Beide nahmen das Publikum zunächst auf eine kleine fröhliche musikalische Wanderung mit der Darbietung des von Franz Schubert vertonten Gedichtes "Der Musensohn" von Johann Wolfgang von Goethe mit. Weitere begeisternde Beiträge der beiden Solisten waren: "Schon eilet froh der Wandersmann" aus dem Oratorium "Die Jahreszeiten" von Joseph Haydn, "Lust der Sturmnacht" nach Robert Schumanns Vertonung eines Gedichtes von Justinus Kerner", "Am Brunnen vor dem Tore" in einer Version von Franz Schubert", "Über sieben Brücken musst du gehn" sowie "Guten Abend, gut‘ Nacht" von Johannes Brahms. Den krönenden und besonders gefühlsbetonten und fesselnden Abschluss der Herbstserenade bildeten die musikalischen Beiträge zu den Themen "Abendsegen" und "Abendfrieden". Schlusspunkt war dabei das allseits bekannte Lied "Der Mond ist aufgegangen". bei dem alle Anwesenden im Kirchraum mitsingen durften. Langanhaltender, intensiver und stehender Applaus des Publikums für alle Interpreten und Armin Rauch als Chorleiter waren der verdiente Lohn. (Wolfgang Stoffel)

 "Projektchor der Ginsheimer Kantorei veranstaltet Herbst-Serenade" - Bericht in der Mainzer Allgemeinen Zeitung  vom 14.11.2017


Kammerchor singt zum Lutherjahr

Aus Anlass des diesjährigen Reformationsjubiläums hat der Kammerchor der Ginsheimer Kantorei im Oktober 2017 zwei besondere Gottesdienste musikalisch mitgestaltet: am 22.10.2017 den Abend-Gottesdienst unter dem Titel "Allein durch den Glauben ... " in der Evangelischen Kirche Bauschheim und am 31.10.2017 den Reformations-Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Ginsheim.

Am Anfang der Gottesdienste stand jeweils der Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" - die Verse 1 und 3 als Motetten von Hans Leo Hassler (1564-1612) und Johann Walter (1496-1570), Vers 2 in einem Chorsatz von Lukas Osiander (1534-1604). Desweiteren erklangen "Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort" in drei- bis fünfstimmigen Sätzen von Michael Praetorius (1571-1621), Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Johann Walter sowie von Johannes Brahms (1833-1897) die Motette (Choral und Fuge) zu "Es ist das Heil uns kommen her" (op. 29/1). Durch eine Motette von Hans Leo Hassler über Vers 1 des Lutherliedes "Vater unser im Himmelreich" und einen schlichten Satz des gleichen Komponisten zu Vers 9 dieses Liedes ("Amen, das ist: es werde wahr") wurde dem "Vater unser" ein besonderer Ausdruck verliehen. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete in Bauschheim das Abendlied (op. 69/3) von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901), in Ginsheim "Verleih uns Frieden gnädiglich" im Satz von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).


»BachBachBach« - Orgelkonzert mit Klaus Uwe Ludwig

Unter dem Titel »BachBachBach - Die großen Toccaten und große Choralbearbeitungen« fand am Sonntag, 30. April 2017, in der Evangelischen Kirche Ginsheim ein Orgelkonzert statt. Ausschließlich mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach wurde von Klaus Uwe Ludwig die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten musikalisch thematisiert. Drei der bekanntesten Toccaten Bachs standen auf dem Programm: die beliebte Toccata und Fuge d-Moll BWV 565, die Toccata und Fuge d-Moll BWV 538 (die sogenannte »Dorische«) sowie die Toccata und Fuge F-Dur BWV 668. Dazwischen erklangen fünf Choralbearbeitungen aus dem »Orgelbüchlein« sowie vier größere Choralbearbeitungen aus den »18 Leipziger Chorälen«

Der Wiesbadenere Kirchenmusikdirektor i.R. Klaus Uwe Ludwig gelang es in vorzüglicher Weise, die Musik Bachs auf der Oberlinger-Orgel facettenreich zu interpretieren und die Zuhörerinnen und Zuhörer mit seinem virtuosen wie auch äußerst einfühlsam Orgelspiel zu begeistern. Erneut setzte der Gründer des Bach-Chors sowie des Bach-Orchesters Wiesbaden mit seinem Benefizkonzert zugunsten der Restfinanzierung der Orgel ein Glanzlicht im kirchenmusikalischen Geschehen Ginsheims.


Antonio Scandello: Johannes-Passion

Zu einem "Konzert zur Passion" hatte die Ginsheimer Kantorei im Rahmen der Ginsheimer Kirchenmusiken für Sonntag, den 2. April 2017, in die Evangelische Kirche Ginsheim eingeladen. Zum Beginn des Konzerts erklang die Orgel-Partita »Warum betrübst du dich, mein Herz« von Samuel Scheidt (1587-1654). In filigraner Weise interpretierte der Organist Klaus Uwe Ludwig die 12 Choralvariationen. Es folgte die »Marienklage« (»Pianto della Madonna«) von Claudio Monteverdi (1567-1643) in der Bearbeitung von Helmut Bornefeld (1906 - 1990) für Solostimme und Orgel, die von Ruth Zetzsche und Klaus Uwe Ludwig eindrucksvoll und ausdrucksstark dargboten wurde. Zentrales Werk des Konzertes war dann die Johannespassion von Antonio Scandello (1517-1580). Scandello, der zunächst Musiker im italienischen Bergamo war und 1549 auf Initiative des Kurfürsten Moritz vom Sachsen Mitglied der Dresdner Hofkapelle wurde, schuf 1561 seine einzigartige und wegweisende Passionsvertonung. Charakterisierende Merkmale sind dabei der einstimmig-solistische Evangelistenpart, der vom dem Tenor Andreas Koppelmann in vortefflicher Weise umgesetzt wurde und die bis zu fünfstimmigen Vertonungen sämtlicher wörtlicher Reden. Dabei beeindruckten die Sängerinnen und Sänger des Chores (Leitung: Armin Rauch) unter anderem mit klarer Textverständlichkeit und einer differenzierten Ausgestaltung der unterschiedlichen Stimmungen und Charaktere in den wörtlichen Reden (Jesus, Pilatus, das Volk, usw.). Die Aufführung der leider nur sehr selten zu hörenden Passionsvertonung von Antonio Scandello bildete wieder den erfolgreichen Abschluss eines Chorprojekts zum Mitsingen der Ginsheimer Kantorei.



Neujahrs-Orgelkonzert mit Iris und Carsten Lenz



Weitere Infos zu den Künstlern:
www.lenz-musik.de
"Bekannte Melodien – ein Orgel-Feuerwerk mit 4 Händen und 4 Füßen”. Unter diesem Motto fand am 15. Januar 2017 wieder ein außergewöhnliches Orgel-Neujahrskonzert in der Ev. Kirche Ginsheim mit Iris und Carsten Lenz statt. Auf dem Programm standen viele bekannte Melodien und Kompositionen, u.a. das "Große Halleluja" von Georg Friedrich Händel, die "Air" aus der 3. Orchestersuite von Johann Sebastian Bach, der "Türkische Marsch" von Wolfgang Amadeus Mozart, "The Entertainer" von Scott Joplin , Stücke aus Robert Schumanns "Album für die Jugend", bei denen die Handpuppe Lucie ihre Finger über die Orgeltasten gleiten ließ sowie Variationen von Carsten Lenz über Beethovens "Freude schöner Götterfunken", bei dem das Orgel-Duo zum Abschluss des Konzerts auf äußerst virtuose Weise noch einmal die Klangfarbenvielfalt der Orgel zur Geltung brachten.

Die Organisten Iris und Carsten Lenz gelten zurzeit als eines der führenden Orgel-Duos in Europa. Sie haben zahlreiche Konzerte in vielen Ländern Europas, in Russland und in den USA gespielt, rund 25 CD-Einspielungen und 3 Video-DVDs vorgelegt sowie bei Radio- und TV-Produktionen mitgewirkt. Die Orgel-Spielanlage wurde - wie auch bei füheren Konzerten der beiden Orgel-Virtuosen - per Video auf eine große Leinwand im Kirchenraum übertragen, so dass die Konzertbesucher in der nahezu voll besetzten Ginsheimer Kirche von allen Plätzen der Kirche live beim Spielen auf die Finger und die Füße schauen konnten. Vor Beginn des Konzerts gab es als kleines "Vorprogramm" noch eine kurze Orgelvorführung.


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